Issawane

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Landgemeinde Issawane
Landgemeinde Issawane (Niger)
Landgemeinde Issawane
Landgemeinde Issawane
Koordinaten 14° 1′ N, 7° 55′ O14.0094444444447.9158333333333Koordinaten: 14° 1′ N, 7° 55′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Maradi
Departement Mayahi
Einwohner 40.155 (2012)

Issawane ist eine Landgemeinde im Departement Mayahi in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Issawane liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind El Allassane Maïreyrey im Norden, Ourafane im Nordosten, Maïjirgui im Südosten, Kanan-Bakaché im Süden und Mayahi im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 26 administrative Dörfer, 15 Weiler und sechs Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Issawane (auch: Kaoura Issawane).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Vor der Ankunft der Franzosen an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gehörte Issawane zum unabhängigen Staat Katsina.[3] Die Landgemeinde Issawane ging 2002 bei einer landesweiten Verwaltungsreform aus einem Teil des Kantons Kanan-Bakaché hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Issawane 29.987 Einwohner.[4] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 40.155.[5] Die größten Volksgruppen der multiethnischen Gemeinde sind Hausa, Fulbe und Tuareg, die sich auf Hausa miteinander verständigen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Issawane wird Agropastoralismus betrieben. Der Ackerbau ist durch fehlende Brachezeiten, Bodenverarmung und unsichere Niederschläge beeinträchtigt. Die Viehzucht leidet unter unzureichenden Weideflächen und fehlenden Ergänzungsfuttermitteln. Es gibt kein Straßennetz, was die Abgelegenheit der Landgemeinde verstärkt. Das einzige Gesundheitszentrum im Hauptort ist klein und veraltet. Es gibt 17 Grundschulen in Issawane, wobei in manchen Dörfern nur wenige Kinder, vor allem wenige Mädchen, regelmäßig die Schule besuchen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Ogunsola John Igue, Kengne Fodouop, Jérôme Aloko-N’Guessan (Hrsg.): Maîtrise de l’espace et développement en Afrique. Etat des lieux. Karthala, Paris 2010, ISBN 978-2-8111-0264-7, S. 239.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 55.
  5. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Présentation de la commune de Issawane. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 28. März 2012.