Issoudun

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Issoudun (Begriffsklärung) aufgeführt.
Issoudun
Wappen von Issoudun
Issoudun (Frankreich)
Issoudun
Region Centre
Département Indre
Arrondissement Issoudun
Kanton Hauptort von 2 Kantonen
Koordinaten 46° 57′ N, 2° 0′ O46.9480555555561.9933333333333140Koordinaten: 46° 57′ N, 2° 0′ O
Höhe 122–161 m
Fläche 36,60 km²
Einwohner 12.931 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 353 Einw./km²
Postleitzahl 36100
INSEE-Code
Website www.issoudun.fr

Tour Blanche (Bergfried)

Issoudun ist eine französische Gemeinde mit 12.931 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Indre in der Region Centre. Die Stadt wird vom Fluss Théols durchquert.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf halbem Weg zwischen Bourges und Châteauroux lag die gallische Siedlung Uxeldunum strategisch günstig. Sie wurde während der Eroberung durch Caesar zerstört und später neu aufgebaut. Auch in der Fehde zwischen Richard Löwenherz und Philipp August war der Ort umstritten, konnte jedoch diesen und anderen Bedrohungen standhalten. Nach der Französischen Revolution verlor der Ort an Bedeutung. Als neue Hauptstadt für das Département Indre wurde Châteauroux ausgewählt. Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde Issoudun ein Zentrum der Marienverehrung und ist noch heute ein Wallfahrtsort. Seit 1950 ist die Region um Issoudun von vielen Kurzwellen-Radiosendern besiedelt, die französisches Radio ins Ausland übertragen. Die große Sendeanlage des Senderbetreibers TDF wird u. a. von Radio France Internationale, Radio Taiwan International, Radio Japan und einigen anderen internationalen, sowie kleineren Rundfunksendern genutzt.

Am 8. Dezember 1854 gründete Père Jules Chevalier in Issoudun, Diözese Bourges, die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare (Missionnaires du Sacré-Cœur d’Issoudun; lat.: missionarii sacratissimi cordis; kurz: M.S.C. bzw. MSC).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Tour Blanche (Donjon aus dem 12. Jahrhundert)
  • Museum des Saint-Roch-Hospizes: Es befindet sich in einem im 12. Jahrhundert gegründeten und im 15. Jahrhundert neu errichteten Kloster. Das Gebäude umfasst eine Kapelle und einen Krankensaal aus dem 15. Jahrhundert sowie zwei Seitenflügel aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Issoudun ist der Schauplatz der Handlung des Romans La Rabouilleuse von Honoré de Balzac.

2009 war die Gemeinde erstmals Etappenort der Tour de France.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.letour.fr/2009/TDF/LIVE/de/1000/etape_par_etape.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Issoudun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien