Ist ja irre – Nur nicht den Kopf verlieren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Ist ja irre – Nur nicht den Kopf verlieren
Originaltitel Carry On Don't Lose Your Head
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1966
Länge ca. 90 Minuten
Stab
Regie Gerald Thomas
Drehbuch Norman Hudis
Produktion Peter Rogers
Musik Eric Rogers
Kamera Alan Hume
Schnitt Rod Keys
Besetzung
Synchronisation

Ist ja irre – Nur nicht den Kopf verlieren (in den USA auch Carry On Pimpernel) ist der dreizehnte Film aus der Reihe der Carry-on…-Filme.

Inhalt[Bearbeiten]

Frankreich während der Französischen Revolution: Madame Guillotine hält blutige Ernte. Bürger Camembert, Chef der Geheimpolizei, und sein Assistent Bürger Bidet sind zufrieden. Ein adeliger Kopf nach dem anderen landet im Korb. Doch dann gibt es ein ungeahntes Problem. Ein unbekannter, maskierter Mann – Der schwarze Fingernagel – und dessen Komplize retten die just vor der Hinrichtung stehenden Delinquenten. Diese beiden Streiter für den Adel, in Wahrheit Sir Rodney Ffing und Lord Dacy Pue, adelige Müßiggänger und Dandys aus England, torpedieren die schöne heile Welt der Revolution.

Nachdem der schwarze Fingernagel auch noch den Comte de Pommfrit, den Anführer der Royalisten, vor der Guillotine rettet, fordert Bürger Robespierre endlich Ergebnisse, sonst würde er Camembert hinrichten lassen.

Diesem und Bidet gelingt es, Ffing, Pue und den Comte de Pomfrites auf deren Flucht nach England aufzuspüren. Die drei können nur entkommen, weil Jacqueline, eine junge Französin, die Ffing zufällig trifft und sich in ihn verliebt, hilft. Camembert jedoch nimmt Jacqueline gefangen und da er ahnt, dass sich auch der schwarze Fingernagel in Jacqueline verliebt hat, will er sie benutzen, um seinen Feind in eine Falle zu locken. Als franzözischer Exiliant Comte de Plus de Matante, verkleidet reist Camembert mit Bidet und seiner Geliebten Désirée nach England und kann dort sowohl Ffings Identität herausfinden wie diesem die Nachricht zukommen lassen, dass Jacqueline hingerichtet werden soll.

Ffing, Pue und Comte de Pomfrites kehren sofort zurück nach Frankreich, wo Camembert und Bidet ihn erwarten und festnehmen wollen. Auf dem Chateau Neuf, dem Schloß eines hingerichteten Adeligen, das Camembert sich selbst übertragen hat, kommt es zum finalen Kampf. Da es Ffing mit Jacqueline und seinen Helfern die Flucht gelingt, schickt Bürger Robespierre Camembert und Bidet auf die Guillotine. Im letzten Moment gibt sich Ffing als der Henker zu erkennen und löst dann das Fallbeil aus.

Bemerkungen[Bearbeiten]

Dieser Film ist eine Persiflage auf die Verfilmungen des Romans „Scarlet Pimpernel oder Das scharlachrote Siegel“ von Emmuska Orczy, in dem eine Gruppe englischer Adeliger erfolgreiche Versuche unternimmt, französische Adlige vor dem Schafott zu bewahren.

Dieser Teil ist einer der ambitioniertesten Filme der Reihe. Die Ausstattung des Films übertrifft fast alle anderen Teile der Serie. Und man erreichte, was man beabsichtigte: Der Film funktioniert nicht nur als urkomische Komödie, die Mantel- und Degenfilme à la Zorro persifliert, sondern der Film ist auch als Abenteuerfilm sowohl glaubhaft als auch stimmig.

Sehr interessant bei diesem Film sind auch die Umkehrungen der gängigen Bilder. Auf der einen Seite haben wir Bürger Camembert – geschniegelt, akkurat, von durch und durch aristokratischem Verhalten. Auf der anderen Seite der Schwarze Fingernagel – seines Zeichens lüstern, laut, durch und durch „Proll“.

Mit diesem Film wechselt die Produktion von Anglo-Amalgamated Productions zu The Rank Organisation. Um auf dem amerikanischen Markt besser mit der Reihe Fuß fassen zu können, verzichtete man hier zum ersten Mal (bei aber insgesamt nur zwei Filmen) auf den Standard Carry on-Titel für den internationalen Markt. So ist der Film international als Don't Lose Your Head bekannt. Ironischerweise verlieh man dem Film jedoch in den USA noch unter einem zweiten Titel: Carry On Pimpernel – und schon war es wieder ein Carry on.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1987 im Auftrag des ZDF unter der Dialogregie von Edgar Ott. [1]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Sir Rodney Ffing Sidney James Edgar Ott
Camembert Kenneth Williams Stefan Behrens
Lord Darcy Jim Dale Uwe Paulsen
Duc de Pommfrit Charles Hawtrey Wilfried Herbst
Robespierre Peter Gilmore Claus Jurichs
Desirée Dubarry Joan Sims Edeltraut Elsner
Bidet Peter Butterworth Gerd Duwner
Jacqueline Dany Robin Katja Nottke

Kritiken[Bearbeiten]

  • „(…) der „schwarze Fingernagel“, Symbol der (schmuddeligen) Puder- und Perückenkaste, ist hier ein Signal für fröhliche Aktion und knalligen Humor.“ (Wertung: 2 Sterne = durchschnittlich)Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“(Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 410

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • Ist ja irre – Nur nicht den Kopf verlieren. AmCo/MMP 2006

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ist ja irre – Nur nicht den Kopf verlieren in der Deutschen Synchronkartei; abgerufen am 26. August 2007