Italia dei Valori

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Italia dei Valori
Parteilogo
Partei­vorstand Ignazio Messina
(Presidente)
Gründung 21. März 1998
Ideologie Liberaldemokratisch, Sozialliberal
Europäische Partei ELDR
EP-Fraktion ALDE
Abgeordnete
0/630
Senatoren
0/315
Europa­abgeordnete
7/73
Haupt­sitz ItalienItalien Rom,
Via Santa Maria in Via 12
Partei­zeitung Orizzonti Nuovi
Webseite www.italiadeivalori.it

Italia dei Valori (deutsch Italien der Werte, zuvor: Italia dei Valori – Lista Di Pietro) ist eine Partei aus Italien, die dem politischen Mitte-links-Spektrum angehört. Sie ist Mitglied in der ELDR (Europäische liberale demokratische und Reformpartei), der europäischen Vereinigung der liberalen Parteien.

Gründer und langjähriger Vorsitzender der Partei war der Mailänder Staatsanwalt Antonio Di Pietro. Seit Juni 2013 ist Ignazio Messina Vorsitzender.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei den Europawahlen von 2004 zog sie mit 2 Abgeordneten in das europäische Parlament ein, von denen sich einer der ELDR-Fraktion ALDE, der andere aber der Fraktion der Sozialdemokraten angeschlossen hat. Bei den italienischen Parlamentswahlen 2006 erreichte Italia dei Valori einen landesweiten Stimmenanteil von 2,3 % und war daraufhin im Abgeordnetenhaus mit 16 der 630 und im Senat mit 4 der 315 Sitze vertreten.

Bei den Parlamentswahlen 2008 trat die Partei in einer Listenverbindung zusammen mit dem Partito Democratico an und erzielte dabei folgende Ergebnisse: 4,4 % bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus (entspricht 29 Sitzen) und 4,3 % bei den Senatswahlen (14 Sitze), was fast einer Verdoppelung der Ergebnisse von 2006 entspricht.

Bei der Europawahl in Italien 2009 erreichte die Partei (u. a. durch die Kandidatur vieler „unabhängiger“ Kandidaten ohne Parteimitgliedschaft) einen historischen Höchststand von 8 % und stellt somit nun 7 der insgesamt 72 italienischen Europaparlamentarier.

Das Kabinett Monti wurde von der Italia dei Valori nicht unterstützt, die im Gegenteil zu dessen entschiedensten Kritikern gehörte. Die Partei hat zudem ihr soziales Profil geschärft und das Bündnis mit dem Partito Democratico, das an der Bildung der Regierung Monti maßgeblich beteiligt war, aufgekündigt. Anlässlich der Parlamentswahlen im Februar 2013 kandidierte Italia dei Valori auf der bündnisunabhängigen Liste Rivoluzione Civile um den Staatsanwalt Antonio Ingroia. Die Liste verpasste mit knapp 2 % der Stimmen den Einzug ins Parlament allerdings klar, wodurch auch vormalige Parlamentarier von Italia dei Valori aus ihren Mandaten ausschieden.

Weblinks[Bearbeiten]