Italienische Botschaft in Berlin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Italienische Botschaft in Berlin

Die Italienische Botschaft in Berlin ist der Hauptsitz der diplomatischen Vertretung Italiens in Deutschland. Sie befindet sich im Botschaftsviertel des Berliner Ortsteils Tiergarten. Der derzeitige Botschafter ist seit dem 24. August 2012 Elio Menzione.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Lage der Botschaft

Das Gebäude der italienischen Botschaft von Friedrich Hetzelt in der Tiergartenstraße Berlin entstand in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1939 und 1941. Sein neoklassizistischer Stil und die Verblendung aus römischem Travertin lassen die markante Erscheinung herausragen. Das Königreich Italien war neben dem Japanischen Kaiserreich eine Achsenmacht, also ein Verbündeter des Deutschen Reichs.

Das Botschaftsgebäude wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs stark zerstört und anschließend notdürftig wieder aufgebaut. Die Verlegung der Hauptstadtorgane der neuen Bundesrepublik Deutschland nach Bonn sowie der Mauerbau im Jahr 1961 hatten zur Folge, dass das Bauwerk nur in seinem Westflügel als Konsulat genutzt wurde.

Mit der weltweiten diplomatischen Anerkennung der DDR nach 1971 bezog die Italienische Botschaft in Ost-Berlin, zusammen mit anderen Ländern, ein historisches Gebäude in der Straße Unter den Linden 66–70 (die heutigen Kaiserhöfe).[2] In Bonn befand sich die Italienische Botschaft an der Karl-Finkelnburg-Straße 51 im Godesberger Villenviertel (→ Eintrag in Botschaftsliste).

Der Fall der Mauer, die deutsche Wiedervereinigung und die spätere Verlegung des Sitzes der Bundesregierung nach Berlin erforderten auch eine Verlegung der diplomatischen Missionen von Bonn nach Berlin. Der italienische Staat, noch immer Eigentümer des Geländes am Tiergarten, gab sein Botschaftsgebäude in Ost-Berlin auf und ließ zwischen 1999 und 2003 das historische Gebäude in allen seinen Teilen wieder aufbauen. Es ist inzwischen unter Denkmalschutz gestellt.[3] Sowohl in der Architektur als auch der Geschichte ähnelt es somit stark der direkt gegenüberliegenden Japanischen Botschaft. Seit der offiziellen Wiedereröffnung im Jahr 2003 ist es zugleich die Residenz des italienischen Botschafters.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Botschafter, online, abgerufen am 24. August 2014
  2. Neue Berliner Illustrierte Nr. 40/1974, S. 39
  3. Baudenkmal Italienische Botschaft in Berlin, (heute) Hiroshimastraße 1

52.50938888888913.359444444444Koordinaten: 52° 30′ 34″ N, 13° 21′ 34″ O