Italienische Schweiz

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Sprachgebiete (2000) – Lage der italienischen Schweiz (violett)
Sprachgebiete der Schweiz – Mehrheitsverhältnis nach der BFS-Erhebung 2010; Karte mit einem Gemeindebestand per 14. April 2013
  • Deutsch
    (65,6 % der Bevölkerung; 73,3 % der Schweizer)
  • Französisch
    (22,8 % der Bevölkerung; 23,4 % der Schweizer)
  • Italienisch
    (8,4 % der Bevölkerung; 6,1 % der Schweizer)
  • Rätoromanisch
    (0,6 % der Bevölkerung; 0,7 % der Schweizer)

Die italienische Schweiz (Svizzera italiana) umfasst die Regionen der Schweiz mit einer italienischsprachigen Bevölkerungsmehrheit.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

In der italienischen Schweiz leben etwa 350'000 Einwohner, d. h. etwa fünf Prozent der Schweizer Bevölkerung.

Den grössten und bekanntesten Teil der italienischen Schweiz bildet der Kanton Tessin. Dazu kommen noch die Bündner Südtäler Bergell, Calancatal, Misox und Puschlav sowie die Ortschaft Bivio im Oberhalbstein.

Italienisch ist in der Schweiz offizielle Amtssprache und somit dem Deutschen, dem Französischen und dem Rätoromanischen rechtlich gleichgestellt.

Politik [Bearbeiten]

Da sich die Svizzeri Italiani von ihrer Bevölkerungszahl her in einer Minderheitenposition befinden, hat man ihrer Sprache auf Bundesebene ein überproportionales Gewicht verliehen.

Folgende Bundesräte stammten aus dem Tessin:

Geschichte [Bearbeiten]

Von 1512 bis 1797 gehörte, als Untertanengebiet der Drei Bünde, auch das Veltlin zum Einflussgebiet der Eidgenossenschaft. Mit dessen Loslösung im Rahmen der Napoleonischen Kriege verloren die italienischsprachigen Gebiete der Eidgenossenschaft und ihrer zugewandten Orte einen grossen Teil ihrer Fläche und Bevölkerung wie auch den räumlichen Zusammenhalt, sodass die heutige italienische Schweiz sich aus drei unzusammenhängenden Teilgebieten zusammensetzt.

Als mitten im Zweiten Weltkrieg der Tessiner Bundesrat Giuseppe Motta starb, wollte man wiederum einen Italienischsprachigen zu seinem Nachfolger wählen, um damit irredentistischen Ansprüchen des faschistischen Italiens zu begegnen. Mit dem in der Schweizer Bundespolitik bis anhin völlig unbekannten Tessiner Staatsrat Enrico Celio fand das Wahlgremium, die Vereinigte Bundesversammlung, schliesslich einen geeigneten Kandidaten.

Siehe auch [Bearbeiten]