Itatinga

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Itatinga
-23.101667-48.615833848Koordinaten: 23° 6′ S, 48° 37′ W
Karte: São Paulo
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Itatinga

Itatinga auf der Karte von São Paulo

SaoPaulo Municip Itatinga.svg
Lage von Itatinga in Brasilien
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat São Paulo
Einwohner 18.052 (2010)
Stadtinsignien
Bandeira Itatinga.jpg
Bra Itatinga.jpg
Detaildaten
Fläche 979,872 km²
Bevölkerungsdichte 18,42 Ew./km²
Höhe 848 m
Gewässer Rio Novo, Rio das Pedras, Rio Bonito, Rio Tamanduá, Rio Pardo, Rio Santo Inácio, Rio dos Veados, Ribeirão do Meio, Rio Paranapanema
Postleitzahl 18690-000
Vorwahl 3848
Zeitzone UTC−3
Stadtvorsitz Paulo Marcos Borges dos Santos (PV)
Website www.pmitatinga.sp.gov.br
Blick über Itatinga

Itatinga ist eine Kleinstadt in São Paulo, Brasilien. Im Jahr 2010 lebten hier 18.052 Einwohner. Zur Stadtgemeinde gehören die Kernstadt Itatinga, bis 1938 São João de Itatinga, und das Dorf Lôbo.

Geografie[Bearbeiten]

Itatinga und Nachbargemeinden
Der Staudamm des Rio Prado bei Lôbo
Die Mutterkirche im Stadtzentrum

Die Stadtgemeinde liegt etwa 220 km westlich vom Zentrum der Landeshauptstadt São Paulo. Ihre Nachbargemeinden im Uhrzeigersinn von Norden sind Botucatu, Pardinho, Bofete, Angatuba, Paranapanema und Avaré.

Das Gemeindegebiet von Itatinga ist 979,872 km² groß. Sie liegt auf einer Höhe von ca. 845 Meter. An ihrem südlichen Rand befindet sich der Jurumirim-Stausee (Represa de Jurumirim). Bei dem Dorf Lôbo befindet sich ein Staudamm, der den Rio Pardo zur Elektrizitätserzeugung aufstaut. Daneben gibt es noch weitere kleinere Flüsse

Das milde und trockene Klima ist subtropisch, mit einer mittleren Jahrestemperatur von 19,2 °C.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich aus der Tupí-Guaraní-Sprache ab und bedeutet Weißer Stein. Er bezieht sich auf ein Naturdenkmal östlich der Kernstadt.

Das Dorf Lôbo wurde 1875 angelegt. Die Gründung der heutigen Kernstadt erfolgte 1884 als São João de Itatinga, zusammen mit der Errichtung einer Kapelle des heiligen Johannes des Täufers. Die Gemeinde erreichte ihre Selbstständigkeit von der Nachbargemeinde Avaré am 24. Juli 1896. Der Gemeindename wurde 1938 auf Itatinga verkürzt.

1914 wurde eine Bahnlinie durch den Ort errichtet. Diese war eine Seitenstrecke Botucatu-Avaré der Sorocaba-Bahn. Im Jahr 1953 erfolgte ein Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnlinie. Die Strecke war bis 1999 in Betrieb.

Im Jahr 1951 ließen sich Zisterziensermönche aus Deutschland im Ort nieder. Sie waren 1938 von den Nationalsozialisten aus dem Kloster Hardehausen vertrieben worden. Unter Leitung ihres Abts Alfons Heun erbauten sie das Kloster Maria-Himmelfahrt Hardehausen-Itatinga (Abadia de Nossa Senhora da Assunção).

Politik[Bearbeiten]

Der Ort liegt in der Administrativen Region IV Sorocaba. Er gehört zur Mesoregion Baruru und dort zur Mikroregion Avaré.

Bei den Kommunalwahlen 2012 konnte sich Paulo Marcos Borges dos Santos von der Partei der Grünen (PV) mit 56,62 % der Stimmen als Stadtpräfekt für die Amtszeit 2013 bis 2016 durchsetzen.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohner der Stadt sind überwiegend europäischer Abstammung. Der größte Teil der Bevölkerung (84 %) lebt in der Kernstadt.

Jahr Einwohner
1991 13.769
1996 13.791
2000 15.446
2007 17.570
2010 18.052

Das Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) schätzt eine neuere Einwohnerzahl für 2012 auf 18.446 Einwohner.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Mutterkirche St. Johannes der Täufer
  • Kloster Maria-Himmelfahrt
  • Haus der Bildung und Kultur
  • Damm des Rio Pardo bei Lobo

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ort verfügt flächendeckend über die grundlegende Infrastruktureinrichtungen wie Wasser, Kanalisation und Elektrizität.

Durch den Ort verläuft die Landesstraße SP-280, die in der Nähe des Ortes die Bundesstraße BR-374 kreuzt.

Im Nachbarort Avaré befindet sich der kleine Flughafen Aeroporto de Avaré-Arandu. Dieser wird jedoch nicht im Linienverkehr angeflogen.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Itatinga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eleição 2012 - Prefeito - SP - Itatinga. Abgerufen am 7. August 2013 (portugiesisch).
  2. Estimativas da população residente nos municípios brasileiros com data de referência em 1º de julho de 2012 (PDF; 540 KB). Abgerufen am 8. August 2013 (portugiesisch).