Ivan Đikić

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Ivan Đikić (* 1966 in Zagreb) ist ein kroatischer Biochemiker und Molekularbiologe.

Leben[Bearbeiten]

Ivan Đikić schloss im Jahr 1991 sein Studium der Medizin an der Universität Zagreb in der Rekordzeit von viereinhalb Jahren mit einem hervorragenden Examen ab. Er promovierte in New York bei Joseph Schlessinger und arbeitete danach an wissenschaftlichen Projekten in Israel und Schweden, sowie in Deutschland, wo er heute (Stand 2012) am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main Professor für Biochemie ist.

Wirken[Bearbeiten]

Đikićs Schwerpunkt ist die Ubiquitin-Forschung. Als Leiter eines Biochemie-Teams am Goethe-Institut war er maßgeblich an der Entdeckung der Rolle von Ubiquitin als Signalmolekül der Zelle beteiligt, zum Beispiel bei der Regulation der DNA-Reparatur, Membrantransport (Rezeptor-vermittelte Endozytose), bei Entzündungen und beim Proteinabbau mit Proteasomen. Seine Gruppe identifizierte mehrere Ubiquitin-Bindungsstellen (Ubiquitin Binding Domains) und er entwickelte Methoden zum Studium von Ubiquitin Ketten in vivo mit spezifischen Ubiquitin-Sensoren. Die Forschung hat Anwendungen bei der Aufklärung molekularer Mechanismen der Krebsentstehung.

2008 veröffentlichten Đikić und Koraljka Husak an der Universität Frankfurt, wo er seit 2002 tätig ist[1], ihre Entdeckung von Hinweisen, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Tumoren und Krankheiten des Nervensystems haben.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2012, Seite 43
  2. Informationsdienst Wissenschaft: Ivan Dikic erhält AACR-Preis für herausragende Leistungen in der Krebsforschung.
  3. Die Welt: Hochrangiger Forschungspreis für Frankfurter Biochemiker (6. Dezember 2012)
  4. Ivan Dikic will receive the William C. Rose Award 2013 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de); abgerufen am 3. November 2012
  5. Ernst-Jung-Preis für Medizin, Preisträger 2013 bei der Jung-Stiftung (jung-stiftung.de); abgerufen am 9. Januar 2013