Ivan Basso

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Ivan Basso Straßenradsport
Ivan Basso beim Critérium du Dauphiné 2011
Ivan Basso beim Critérium du Dauphiné 2011
zur Person
Geburtsdatum 26. November 1977
Nation ItalienItalien Italien
zum Team
Aktuelles Team Cannondale
Disziplin Straße
Funktion Fahrer
Doping
2006 Dopingskandal Fuentes
Team(s)
1998
1999
2000
2001-2003
2004-2006
2007
2008-
Asics-C.G.A. (Stagiaire)
Riso Scotti-Vinavil
Amica Chips-Tacconi Sport
Fassa Bortolo
CSC
Discovery Channel
Liquigas / Cannondale
Wichtigste Erfolge
Infobox zuletzt aktualisiert: 29. August 2014

Ivan Basso (* 26. November 1977 in Gallarate, Provinz Varese) ist ein italienischer Radrennfahrer. Er ist der Sieger des Giro d’Italia 2006. Nachdem er im Jahr 2007 wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt wurde, gewann er den Giro d’Italia im Jahr 2010 erneut.

Karriere[Bearbeiten]

Erste Jahre[Bearbeiten]

Nachdem Ivan Basso bei den Weltmeisterschaften 1998 Straßenweltmeister der U23 wurde, fuhr er zum Abschluss der Saison als Stagiaire beim Radsportteam Asics-C.G.A.. 1999 wurde Berufsradfahrer bei Riso Scotti-Vinavil.

Seine erste vordere Platzierung bei einer „Grand Tour“ gelang ihm 2002 als Mitglied des Fassa Bortolo-Teamsbei der Tour de France 2002, die er als Elfter beendete und die Nachwuchswertung gewann. Bei der Tour de France 2003 erreichte er das Ziel in Paris als Siebter der Gesamtwertung.

Im Jahr 2004 wechselte Basso zum Team CSC des Siegers der Tour de France 1996 Bjarne Riis. Er gewann bei der Tour de France 2004 die 12. Etappe von Castelsarrasin nach La Mongieund belegte er den dritten Platz in der Gesamtwertung, nachdem er im abschließenden Einzelzeitfahren noch von Andreas Klöden abgefangen wurde.

Basso übernahm beim Giro d’Italia 2005 auf der ersten schweren Bergetappe das Rosa Trikot des Führenden. Auf Grund einer Magenverstimmung verlor er zwei Tage später bei einer weiteren Bergetappe jedoch über 40 Minuten und damit die Gesamtführung. Nachdem er sich erholte gewann er die 17. und 18. Etappe – eine Bergetappe und ein Zeitfahren.[1] Bei der anschließenden Tour de France konnte er das Ergebnis des Vorjahres übertreffen und belegte am Ende den zweiten Platz hinter dem 2012 nachträglich wegen Doping disqualifizierten Lance Armstrong. Der erste Platz wurde nicht neu besetzt, so dass Basso weiterhin Zweiter der Gesamtwertung blieb.

Im Jahr 2006 gewann Basso zum ersten Mal den Giro d’Italia. Er eroberte auf der ersten Bergankunft der 8. Etappe das Rosa Trikot und baute den Vorsprung als Zweiter des Einzelzeitfahrens der 11. Etappe weiter aus. Er dominierte auch die schweren Alpenetappen, von denen er zwei gewann. In der Gesamtwertung hate er am Ende 9:18 Minuten Vorsprung auf den Gesamtzweiten José Enrique Gutiérrez.

Doping[Bearbeiten]

Nachdem kurz vor der Tour de France 2006 im Rahmen der Ermittlungen im Dopingskandal Fuentes eine Liste von 58 verdächtigen Fahrern bekannt wurde,[2] wurden alle genannten Fahrer, darunter Basso, nach einer Abrede der Teammanager vom Start ausgeschlossen.[3] Basso, der jede Verwicklung in den Skandal leugnete, wurde von seinem Team CSC suspendiert.[4]

Im Oktober 2006 gab das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) bekannt, dass kein Dopingverfahren gegen Basso eröffnet werde. Kurz darauf stellte auch der italienische Radsportverband seine Ermittlungen ein.[5]

Im April 2007 wurden neue Vorwürfe gegen Basso bekannt, welche den bis dahin geleugneten Kontakt zu Fuentes bestätigten.[6] Am 24. April 2007 wurde Ivan Basso durch das Team Discovery suspendiert, nachdem neue Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Dopingaffäre Fuentes bekannt wurden.[7] Im Mai gab Basso zu, mit dem Sportmediziner Fuentes zusammengearbeitet zu haben. Er willigte ein, bei der Aufklärung des Dopingskandals zu helfen. Er bestritt dagegen auf einer Pressekonferenz, jemals gedopt zu haben. Er habe solche Manipulationen nur vorgehabt, nicht aber ausgeführt.[8] Am 15. Juni 2007 sperrte ihn der italienische Radsportverband FCI für zwei Jahre.[9]

Comeback[Bearbeiten]

Nach Ablauf seiner Sperre schloss sich Basso 2008 dem Liquigas-Team und gab am 26. Oktober 2008 sein Comeback beim Japan Cup.[10] 2009 bestritt er den ersten Giro d’Italia seit seiner Sperre, den er als Gesamtvierter beendete.

Beim Giro d’Italia 2010 wiederholte er seinen Gesamtsieg von 2006. Er gewann die Bergankunft der 15. Etappe auf dem Monte Zoncolan und übernahm auf der 19. Etappe das Maglia Rosa vom Spanier David Arroyo, der mit 1:51 Minuten Rückstand Gesamtzweiter vor Bassos Teamkollegen Vincenzo Nibali wurde, der die Rundfahrt mit 2:37 Minuten Rückstand beendete.

Basso wurde Siebter der Tour de France 2011 und Fünfter des Giro d’Italia 2012, konnte aber danach nicht mehr an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen.

Erfolge[Bearbeiten]

1998

2002

2004

2005

2006

2009

2010
2011
2012

Platzierungen bei den Grand Tours[Bearbeiten]

Grand Tour 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Pink jersey Giro WD 52 - - - - 28 1 - - 4 1 - 5 - 15
Yellow jersey Tour - - WD Weißes Trikot 11 7 3 2 - - - - 32 7 25 - -
red jersey Vuelta - - - - - - - - - - 4 - - - WD -

Legende:

  • WD: withdrawal, Fahrer hat die Rundfahrt nach einer Etappe abgebrochen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ivan Basso – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. radsport-news.com vom 28. Mai 2005:Gut, besser, Basso!
  2. radsport-news.com vom 30. Juni 2006: Auch Basso und Jaksche stehen auf Doping-Liste
  3. radsport-news.com vom 30. Juni 2006: Tour-Aus auch für Basso
  4. radsport-news.com vom 30. Juni 2006: CSC suspendiert Basso
  5. radsport-news.com vom 27. Oktober 2006: Italiens Verband stoppt Ermittlungen gegen Basso
  6. spiegel.de vom 24. April 2007: Neue Vorwürfe gegen Giro-Sieger Basso
  7. faz.net vom 24. April 2007: Neues Belastungsmaterial – Ivan Basso wird suspendiert
  8. spiegel.de vom 8. Mai 2007: Basso bestreitet Doping
  9. radsport-news.com vom 15. Juni 2007: Basso erhält die Höchststrafe
  10. sport1.de vom 23. Oktober 2008: Die Reise in die dunkle Vergangenheit