Ivan Desny

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Ivan Desny (eigentlich Ivan Nikolai Desnitzky; * 28. Dezember 1922 in Peking, damals Republik China; † 13. April 2002 in Ascona, Schweiz) war ein französisch-deutscher Schauspieler russisch-schwedischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Als Kind eines russischen Diplomaten wurde Desny 1922 in Peking geboren. Seine Jugend verbrachte er in Teheran, Washington, D. C., Paris und Brisbane. Während des Zweiten Weltkrieges kam Desny in ein deutsches Arbeitslager.

1956 und 1957 spielte er in den Filmen von Falk Harnack, Anastasia, die letzte Zarentochter und Wie ein Sturmwind, die männliche Hauptrolle. Seine Partnerin in beiden Filmen war Lilli Palmer. Später drehte er u. a. 1974 Das Gewissen (Touch Me Not) mit Lee Remick, Michael Hinz, Ingrid Garbo und 1993 Tatort – Gefährliche Freundschaft. In den frühen Tatort-Krimis mit Sieghardt Rupp als Kölner Zollfahnder Kressin verkörperte er den geheimnisvollen Herrn Sievers, der fast hinter allen Verbrechen der Kressin-Folgen steckte, aber nie gefasst werden konnte. 1980 erhielt er das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

Im Jahr 2002 geriet Desny in die Kritik, weil er, obwohl gesund, für einen Zeitungsartikel als angeblich geheilter Krebspatient auftrat.[1] Dabei wurde das in Deutschland nicht zugelassene und in der Wirkung als Anti-Krebspräparat stark umstrittene Medikament Galavit von Desny als Wundermittel gegen Krebs angepriesen.

Desny starb am 13. April 2002 an einer Lungenentzündung. Seine Urne wurde auf dem städtischen Friedhof von Ascona, Kanton Tessin beigesetzt.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel im Stern über Galavit
  2. knerger.de: Das Grab von Ivan Desny