Ivan Prasko

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Iwan Prasko (ukrainisch: Іва́н Прашко́), (* 1. Mai 1914 in Sbarasch, Ukraine; † 28. Januar 2001 in Melbourne, Australien) war Bischof der Ukrainisch Griechisch-katholischen Kirche in Melbourne. Zu seiner Jurisdiktion gehören Australien, Neuseeland und Ozeanien.

Leben[Bearbeiten]

Prasko begann sein Studium an der Theologischen Akademie in Lemberg. Er ging dann nach Rom und setzte seine Ausbildung an der Päpstlichen Hochschule Damascenum und der Päpstlichen Universität Urbanianum fort. Er wurde am 2. April 1939, ebenfalls in Rom, zum Priester geweiht. Er begann danach ein Aufbaustudium an der Päpstlichen Universität Gregoriana und promovierte 1943 am Päpstlichen Orientalischen Institut. Von 1950-1958 war er Pfarrer in Sankt Peter und Paul[1] in Melbourne. Am 10. Mai 1958 erhielt er die Ernennung zum Apostolischen Exarch von Australien unter gleichzeitiger Berufung zum Titularbischof von Zygris und am 19. Oktober 1958 wurde er zum Bischof geweiht. Die Konsekration leitete Erzbischof Maxim Hermaniuk CSsR von Winnipeg, ihm assistierten Erzbischof Ivan Bucko, Apostolischer Visitator der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche in Westeuropa, und Bischof Isidore Borecky von Toronto.

Am 24. Juni 1982 wurde er zum Bischof der Eparchie Sankt Peter und Paul in Melbourne ernannt. Altersgemäß übernahm er am 16. Dezember 1992 bis zu seinem Tod am 28. Juni 2001 den Ruf zum Altbischof von Melbourne. Zwischen 1962 und 1965 war er Teilnehmer an drei Sitzungsperioden des Zweiten Vatikanischen Konzils. In Anerkennung seiner kirchlichen Tätigkeiten wurde er zum „Mitglied des britischen Empire (MBE)“ ernannt. Sein Nachfolger wurde Bischof Peter Stasiuk.

Geheimbischöfe[Bearbeiten]

In den Zeiten der politischen Verfolgung innerhalb der Sowjetunion „wurden für die griechisch-katholische Kirche Untergrundbischöfe konsekriert, die das Überleben der Kirche bis zum Untergang des Regimes sicherstellten“.[2] Zu diesen Bischöfen gehörten Stepan Czmil SDB, Iwan Choma und Ljubomyr Kardinal Husar. Die Ernennungen dieser „Untergrund- bzw. Geheimbischöfe“ fanden nicht die Zustimmung des Heiligen Stuhls, sie wurden jedoch später bestätigt. Bei diesen Konsekrationen, obwohl widersprüchlich, soll Bischof Prasko Mitkonsekrator gewesen sein. (Vergleichsweise: Kardinal in pectore)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ukrainian Catholic Parish of Sts Peter and Paul [1] (englisch)
  2. Apostolische Nachfolge – Ukraine: Die Kirche unter der Diktatur in der Ukraine [2]