Ivan Vučetić

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Ivan Vučetić, auch hispanisiert Juan Vucetich (* 20. Juli 1858 auf der Insel Hvar; † 25. Januar 1925 in Dolores, Buenos Aires) war ein argentinischer Kriminalist.

Nach Abschluss seiner Lehre als Küfer verließ Vučetić aus wirtschaftlichen Gründen seine Heimat und zog nach Argentinien. Er wurde Angestellter der Landespolizei in La Plata. Dort wurde er als Leiter der Statistikabteilung mit anthropometrischen Studien zur Täteridentifikation beauftragt. Hierbei fiel ihm auf, dass kein Fingerabdruck dem anderen gleicht. Seine Methode nannte er anfänglich Iknofalangometrie, benannte sie jedoch später um in Daktyloskopie. Somit erkannte Ivan Vučetić unabhängig von Sir Francis Galton, einem Vetter von Charles Darwin, den Wert der Daktyloskopie für die polizeiliche Aufklärungsarbeit.

Nachdem 1892 in La Plata weltweit erstmals ein Doppelmord mit Hilfe eines Fingerabdrucks aufgeklärt wurde, sorgte der Kriminologe 1896 für die landesweite Einführung der Daktyloskopie und gründete das Büro für Statistik und Erkennungswesen in La Plata. Argentinien war somit das erste Land der Erde, das dieses Identifizierungssystem einführte.

Zu Ehren Vučetićs trägt die Polizeiakademie in La Plata den Namen Escuela de policia Juan Vucetich. Das Forensische Institut der Polizei in Zagreb wurde ebenfalls nach ihm benannt.