Ivica Olić

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Ivica Olić

Ivica Olić (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 14. September 1979
Geburtsort Davor, SR KroatienSFR Jugoslawien
Größe 182 cm[1]
Position Sturm
Vereine in der Jugend
0000–1996
1996
NK Posavac Davor
NK Marsonia
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1997–1998
1998–1999
1998–1999
2000–2001
2001–2002
2002–2003
2003–2007
2007–2009
2009–2012
2012–2015
2015–
NK Marsonia
Hertha BSC Amateure
Hertha BSC
NK Marsonia
NK Zagreb
Dinamo Zagreb
ZSKA Moskau
Hamburger SV
FC Bayern München
VfL Wolfsburg
Hamburger SV
42 (17)
30 (10)
2 0(0)
42 (21)
28 (21)
27 (16)
78 (35)
78 (29)
55 (13)
78 (28)
11 0(0)
Nationalmannschaft2
1996
1997
1997–1998
1998
2000–2001
2002–
Kroatien U-17
Kroatien U-18
Kroatien U-19
Kroatien U-20
Kroatien U-21
Kroatien
3 0(0)
1 0(0)
9 0(1)
1 0(0)
6 0(2)
101 (20)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 19. April 2015
2 Stand: 28. März 2015

Ivica Olić [ˈiʋitsa ˈɔːlitɕ] (* 14. September 1979 in Davor, SR Kroatien, SFR Jugoslawien) ist ein kroatischer Fußballspieler, der seit dem 31. Januar 2015 beim Hamburger SV unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Erste Stationen als Profi[Bearbeiten]

Ivica Olić spielte bis 1996 bei NK Posavac Davor, einem in seinem Geburtsort beheimateten Fußballverein und wechselte danach in die Jugendabteilung von NK Marsonia Slavonski Brod. Ein Jahr später rückte er in die Profimannschaft auf, für die er 42 Zweitligaspiele bestritt und 17 Tore erzielte. 1998 unterschrieb er bei Inter Mailand, jedoch durfte er erst 18-jährig in Pflichtspielen nicht eingesetzt werden. Inter hätte eine hohe Entschädigung an den Kroatischen Fußballverband bzw. an Olićs Jugendverein zahlen müssen. Erst ab dem 1. Januar 1999 hätte er eine freie Spielberechtigung bekommen. Da Inter nicht zahlen und Olić nicht warten wollte, nahm er ein Angebot des Bundesligisten Hertha BSC an, die für ihn 600.000 DM nach Kroatien überwiesen. So wechselte er im Oktober 1998 nach Deutschland.[2] Dort kam er lediglich zu zwei Bundesligaeinsätzen und kehrte daher 2000 zu seinem ehemaligen Verein zurück. Nach zwei Spielzeiten wechselte er zunächst zum NK Zagreb, später zu Dinamo Zagreb, mit dem er drei Titel gewann und zum Nationalspieler aufstieg.

ZSKA Moskau[Bearbeiten]

2003 wechselte er nach Russland zum Erstligisten ZSKA Moskau, bei dem er in dreieinhalb Jahren seine bis dahin erfolgreichste Zeit erlebte. Mit ZSKA gewann er 2005 den UEFA-Pokal; im Finale stand er in der Startaufstellung und wurde in der 67. Minute durch Miloš Krasić ersetzt.

Hamburger SV[Bearbeiten]

Olić wurde am vorletzten Tag der Wintertransferperiode der Spielzeit 2006/07 vom Hamburger SV verpflichtet.[3] In 15 Spielen erzielte er fünf Tore und trug so dazu bei, dass der HSV nach anfänglicher Abstiegsgefahr noch den siebten Tabellenplatz belegte. Nachdem er in den ersten neun Spielen der Saison 2007/08 nur einmal getroffen hatte, gelang ihm am 20. Oktober 2007 (10. Spieltag) gegen den amtierenden Meister VfB Stuttgart als erstem HSV-Spieler in der Bundesliga ein Hattrick. Die Fußballschuhe, mit denen er den Hattrick erzielt hatte, spendete er später dem HSV-Museum. Am Saisonende war er mit 14 Toren der erfolgreichste Torschütze des HSV.

FC Bayern München[Bearbeiten]

Zur Saison 2009/10 wechselte Olić ablösefrei zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München.[4] In seinem ersten Spiel für den FC Bayern erzielte er am 8. August 2009 (1. Spieltag) beim 1:1 im Auswärtsspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim den Führungstreffer in der 25. Minute. Olić gelangte nach nur kurzer Zeit in die Startelf der Bayern. Am 27. April 2010 erzielte er beim 3:0-Sieg im Halbfinalrückspiel der Champions-League-Saison gegen Olympique Lyon alle Tore. Bereits in den Viertelfinalspielen gegen Manchester United hatte er zweimal getroffen und damit Anteil am Erreichen des Finales, das mit 0:2 gegen Inter Mailand verloren ging. Mit sieben Toren belegte er hinter Lionel Messi Platz zwei der CL-Torschützenliste. Auch in der Bundesliga und im DFB-Pokal traf er und gewann am Ende der Saison mit der Mannschaft das Double.

Nachdem Olić zu Beginn der Saison 2010/11 mehrmals mit Knieproblemen und einem Nasenbeinbruch, den er am 9. Oktober 2010 im Länderspiel gegen die Auswahl Israels erlitten hatte, ausgefallen war, wurde er im November wegen einer schweren Außenmeniskusverletzung und eines Knorpelschadens im Knie operiert. Dadurch fiel er für acht Monate und damit bis Saisonende aus. Er bestritt in dieser Spielzeit lediglich sechs Bundesligaspiele.

VfL Wolfsburg[Bearbeiten]

Zur Saison 2012/13 wechselte Olić zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg. Er erhielt einen bis zum 30. Juni 2016 gültigen Vertrag. Trotz seines fortgeschrittenen Alters konnte sich Olić dort einen Stammplatz erspielen. So erzielte er in seinem ersten Jahr in 32 Spielen neun Tore. Auch in der Saison 2013/14 absolvierte er 32 Punktspiele, in denen er 14 Tore erzielte. In der Hinrunde der Saison 2014/15 bestritt er 14 Punktspiele, in denen er fünf Tore erzielte.

Rückkehr zum Hamburger SV[Bearbeiten]

Am 30. Januar 2015 kehrte Olić – auf den Tag genau acht Jahre nach seiner ersten Vorstellung am 30. Januar 2007 – im Alter von 35 Jahren zum Hamburger SV zurück. Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2016 datierten Vertrag mit einer Option auf anschließende Beschäftigung in der Nachwuchsarbeit des HSV und erhielt das Trikot mit der Rückennummer 8.[5][6] Bereits einen Tag später lief Olić bei der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln am ersten Spieltag der Rückrunde erstmals seit fünfeinhalb Jahren für den HSV in der Startelf auf.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 13. Februar 2002 debütierte Olić in der A-Nationalmannschaft, die in Rijeka im Test-Länderspiel gegen die Auswahl Bulgariens ein torloses Unentschieden erzielte. Er nahm an der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea teil, wurde zweimal eingesetzt, erzielte ein Tor und schied mit der Mannschaft jedoch nach der Vorrunde aus dem Turnier aus. Danach nahm er an der Europameisterschaft 2004 in Portugal, der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz teil. Mit dem 3:2-Sieg im letzten Qualifikationsspiel am 21. November 2007 in London gegen die Auswahl Englands, zu dem Olić mit dem Treffer zum 2:0 beitrug, qualifizierte sich die Nationalmannschaft für die EM 2008.

Sein Treffer zum 2:0 beim 2:1-Sieg im Gruppenspiel gegen die Auswahl Deutschlands am 12. Juni 2008 bedeutete den Gruppensieg bei der Europameisterschaft 2008. Für die Europameisterschaft 2012 wurde er wieder nominiert, sagte aber wenige Tage vor Beginn des Turniers aufgrund einer Oberschenkelverletzung ab.[8] Zwei Jahre später nahm er an der Weltmeisterschaft 2014 teil und kam im Eröffnungsspiel gegen Brasilien und in den beiden folgenden Gruppenspielen gegen Kamerun, in dem er ein Tor erzielte, und Mexiko zum Einsatz. Die Kroaten schieden nach den Gruppenspielen aus.

Erfolge[Bearbeiten]

Vereine

Nationalmannschaft

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Ivica Olić ist mit einer gebürtigen Berlinerin, die er während seiner Zeit bei Hertha BSC kennen gelernt hatte, verheiratet; mit ihr hat er zwei Söhne[10] und eine Tochter.

Sein Großvater arbeitete als Gastarbeiter in Deutschland.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ivica Olić – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steckbrief auf der Homepage des Hamburger SV
  2. Mit Olic verliert Hertha bei Hannover 96, www.berliner-zeitung.de vom 10. oktober 1998
  3. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): HSV holt Ivica Olic. In: kicker online. 30. Januar 2007, abgerufen am 5. September 2014.
  4. fcb.de: Olic sagt "Ja" zum FCB
  5. Hamburger SV: Olic-Wechsel perfekt: Zu Hause ist es doch am Schönsten, 30. Januar 2015, abgerufen am 30. Januar 2015.
  6. Ivica Olic kehrt zum Hamburger SV zurück. vfl-wolfsburg.de, abgerufen am 30. Januar 2015
  7. kicker online: Risses Nackenschläge für die HSV-Stimmung, 31. Januar 2015, abgerufen am 31. Januar 2015.
  8. http://www.kicker.de/news/fussball/em/startseite/570005/artikel_em-aus-fuer-olic---kalinic-nachnominiert.html
  9. Tor des Monats November 2008
  10. mopo.de:Ivicas Jubel-Gruß an Luca & Toni
  11. Ivica Olic: «Petric haben wir immer ausgelacht»