Iwan Tscheparinow

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IvanCheparinov.jpg
Iwan Tscheparinow, Iraklio 2007
Verband BulgarienBulgarien Bulgarien
Geboren 26. November 1986
Assenowgrad
Titel Internationaler Meister (2001)
Großmeister (2004)
Aktuelle Elo-Zahl 2684 (Dezember 2014)
Beste Elo-Zahl 2713 (Januar 2008)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Iwan Tscheparinow (bulgarisch Иван Чепаринов; wissenschaftliche Transliteration Ivan Čeparinov; FIDE-Schreibweise Ivan Cheparinov; * 26. November 1986 in Assenowgrad) ist ein bulgarischer Schachspieler.

Werdegang[Bearbeiten]

Sein Vater Nedeltscho (bulgarisch Неделчо) (* 1958) brachte ihm im Alter von fünf Jahren das Schachspielen bei. Seit Tscheparinows drittem Platz in der Reservegruppe in Wijk aan Zee 2000 hatte er alle Normen für den Titel Internationaler Meister zusammen; der Titel wurde ihm im Oktober 2001 verliehen. Großmeister ist er seit Oktober 2004. Die erforderlichen Normen erfüllte er im Juni 2003 bei einem GM-Turnier in Pančevo, im September 2003 beim I Alberto Concello in Mondariz, im März 2004 beim IV Abierto Intl in Dos Hermanas und im April 2004 bei der bulgarischen Einzelmeisterschaft in Sofia.[1]

Erfolge[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 wurde er bulgarischer Jugendmeister, 2004 und 2005 bulgarischer Meister. In Spanien gewann er mehrere Turniere. Beim Schach-Weltpokal 2005 in Chanty-Mansijsk kam er bis in die dritte Runde, wobei er in der ersten Runde Aljaksej Fjodarau und in der zweiten Runde Wassyl Iwantschuk ausschaltete. In der dritten Runde verlor er dann im Tie-Break knapp gegen Magnus Carlsen. Beim Essent-Turnier in Hoogeveen gewann er im Oktober 2006 das Open. Im April 2007 wurde er bei der Europameisterschaft in Dresden Fünfter und gewann das Sigeman & Co-Turnier in Malmö. Beim Schach-Weltpokal 2007 in Chanty-Mansijsk erreichte er das Viertelfinale, nachdem er den mexikanischen Großmeister Juan Carlos González Zamora, Vladislav Tkachiev, Şəhriyar Məmmədyarov und Wang Yue ausgeschaltet hatte. Er schied wiederum gegen Magnus Carlsen aus. Beim Schach-Weltpokal 2009 besiegte er in der ersten Runde Jurij Kryworutschko, scheiterte jedoch in der zweiten Runde an Viktor Bologan. Im Februar 2014 gewann er das Tradewise Festival in Gibraltar.

Mit seiner bisher höchsten Elo-Zahl von 2713 im Januar 2008 lag er auf Platz 19 der FIDE-Weltrangliste.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Mit der bulgarischen Nationalmannschaft nahm Tscheparinow an den Schacholympiaden 2002, 2004, 2006, 2008, 2010, 2012 und 2014[2] und den Mannschaftseuropameisterschaften 2001, 2003, 2005, 2007, 2009 und 2011 teil[3].

Vereine[Bearbeiten]

In Bulgarien spielte Tscheparinow für Naiden Woinow, mit denen er am European Club Cup 2010 teilnahm.[4] In Spanien spielte er für die Mannschaft von CA Magic Mérida, mit der er 2007 und 2008 am European Club Cup teilnahm. 2007 gewann er den Wettbewerb mit der Mannschaft und erreichte am fünften Brett das beste Einzelergebnis.[4] Mit PGMB Rostow am Don nahm Tscheparinow 2013 sowohl an der russischen Mannschaftsmeisterschaft[5] als auch am European Club Cup[4] teil, die niederländische Meesterklasse gewann er 2006 mit U-Boat Worx/De Variant Breda.

Sekundantentätigkeit[Bearbeiten]

Seit Anfang 2005 ist er Sekundant von Wesselin Topalow. Tscheparinow führt für Topalow Computeranalysen durch und wird für viele der erfolgreichen Neuerungen in Topalows Eröffnungen verantwortlich gemacht.[6] Der Manager von Tscheparinow ist Silvio Danailow, der auch Topalow betreut.

Der verweigerte Handschlag[Bearbeiten]

Beim Corus-Schachturnier im Januar 2008 in Wijk aan Zee verlor Tscheparinow kampflos seine Partie gegen Nigel Short, weil er diesem zu Beginn der Partie den Handschlag verweigerte.[7] Nach einem Protest Danailows wurde die Entscheidung des Schiedsrichters revidiert und die Partie nachgeholt, mit der Auflage, dass Tscheparinow sich entschuldige und Short die Hand reiche.[8] Short hatte sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch über Topalow und Danailow geäußert. Die nachgeholte Partie gewann Short.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Iwan Tscheparinow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  2. Iwan Tscheparinows Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  3. Iwan Tscheparinows Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  4. a b c Iwan Tscheparinows Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  5. Iwan Tscheparinows Ergebnisse bei russischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  6. Biographie von Iwan Tscheparinow auf der ehemaligen Website von Wesselin Topalow (englisch)
  7. Meldung Meldung auf tatasteelchess.com vom 20. Januar 2008 (englisch)
  8. Erklärung Tscheparinows vom 21. Januar 2008 (englisch)