Iwanko

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Iwanko (bulg. Иванко) war ein bulgarischer Boljar, der mit dem Haus Asen verwandt war.

1196 trat er an der Spitze einer Boljarenverschwörung, die den Zaren Iwan Asen I. absetzte und ihn ermordete. Iwanko ließ sich darauf folgend zum Zaren ernennen. Während der Verschwörung flohen die Söhne des Zaren, Iwan Asen II. und Alexander zu den Kumanen. Noch im selben Jahr wurde Iwanko jedoch durch das Eingreifen des älteren Bruders von Iwan Asen I., Peter IV., der als Mitzar herrschte, vom Thron gestürzt. Er floh nach Byzanz, wo er Theodora Angelina, eine Enkelin des dortigen Kaisers Alexios III. Angelos, heiratete und Verwalter (Strategos) einer Region in Thrakien wurde. Unter dem bulgarischen Zaren Kalojan wechselte er die Seiten und kämpfte erfolgreich gegen die Byzantiner, unter anderem 1198 in der Schlacht bei Batkun, als er den Heeresführer Manuel Kamytzes in Gefangenschaft nahm. 1200 wurde er durch eine List von den Byzantinern gefangen genommen, so dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit in Gefangenschaft starb.

Auf Grund der Ermordung von Iwan Asen I. wird er heute im Volksmund Iwanko der Mörder von Asen (bulg. Iwanko ubieza na asenja) genannt. Auch eine Oper existiert unter diesem Namen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Constantin Jireček: Geschichte der Bulgaren, Georg Olm Verlag, 1977 (Orig.: Verlag von F. Tempsky, Prag, 1876)
  • O city of Byzantium: annals of Niketas Choniates tr. Harry J. Magoulias (Detroit: Wayne State University Press, 1984) pp. 257–259, 281–285.
Vorgänger Amt Nachfolger
Iwan Asen I. Zar von Bulgarien
1196
Peter IV.