Ixia

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Ixia
Ixia-Sorte als Zierpflanze.

Ixia-Sorte als Zierpflanze.

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Unterfamilie: Crocoideae
Gattung: Ixia
Wissenschaftlicher Name
Ixia
L.
Ixia polystachya auf dem Tafelberg, Kapstadt.

Die Ixia, auch Ixien, Klebschwertel, Mistelblumen oder Miniaturgladiolen genannt, sind eine Pflanzengattung der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Die Gattung besteht aus etwa 45 bis 50 Arten. Der Gattungsname Ixia leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet verschiedenfarbig oder vom griechischen Wort ixos Mistel (Viscum) ab und bezieht sich auf den Milchsaft.

Verbreitung[Bearbeiten]

Ixia-Arten sind nur in der Capensis beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich am nordwestlichsten Namaqualand durch die Kaphalbinsel, im Binnenland bis in die Karoo und ostwärts bis in die südlichen Bereiche des Ostkaps. Sie gedeihen hauptsächlich in Gebieten mit Winterregen. Die meisten Arten gibt es rund um Caledon, Wellington, Paarl, Stellenbosch, Tulbagh, Malmesbury, Piketberg und Clanwilliam.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ixia-Arten wachsen als laubabwerfende, ausdauernde, krautige Pflanzen. Sie bilden kleine, kugelige bis eiförmige Knollen, mit häutigen oder faserigen Umhüllungen („Tunika“), als Überdauerungsorgane aus. Blätter gibt es nur im Winter. Die grundständigen, einfachen Laubblätter sind flach und parallelnervig. Der Blattrand ist glatt.

Die endständigen, ährigen Blütenstände sind einfach oder verzweigt; wenn sie verzweigt sind dann können sie aus doldigen oder traubigen Teilblütenständen bestehen. Es sind Tragblätter vorhanden. Es sind zwei unterschiedlich aussehende Deckblätter je Blüte vorhanden. Zwei bis viele Blüten sind in den Blütenständen zweizeilig oder spiralig angeordnet. Die ungestielten Blüten sind zwittrig, dreizählig und meist radiärsymmetrisch oder selten zygomorph. Es sind zwei Kreise mit je drei Blütenhüllblätter vorhanden, die in beiden Kreisen gleichgeformt oder verschieden sein können. Die Blütenhüllblätter sind verwachsen. Die über das Tragblatt hinausragende Blütenröhre ist lang zylindrisch und mehr oder weniger gerade. Der freie Bereich der Blütenhüllblätter ist sternförmig ausgebreitet. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von meist weiß über cremefarben, gelb bis orangefarben, oder blau. Es ist nur ein Kreis mit drei meist freien oder an ihrer Basis verwachsenen, fertilen Staubblättern vorhanden. Die Staubblätter sind gleichmäßig um den Griffel angeordnet. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen mit 20 bis 50 Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Der Griffel ist länger als die Staubblätter und endet in drei einfachen Narbenästen, die bis 1 cm lang sind. Es sind Septalnektarien vorhanden.

Die dünnwandigen, dreifächerigen Kapselfrüchte enthalten 20 bis 100 Samen. Die kantigen Samen sind ungeflügelt.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Ixia gehört zur Tribus Croceae (Syn.: Ixieae) in der Unterfamilie der Crocoideae innerhalb der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Ein Synonym für Ixia L. ist: Dichone Salisb. [1].

Es gibt etwa 45 bis 50 Ixia-Arten [2], [1]:


Nicht mehr zur Gattung gehören [1]:

Verwendung[Bearbeiten]

Einige Sorten werden als Zierpflanzen verwendet.

Quellen[Bearbeiten]

  • J. Gathe: Ixia in der Western Australian Flora Online:Beschreibung, 2008.
  • I. Ali & Brian Mathew: Ixia in der Flora of Pakistan: Online.
  • John C. Manning, Peter Goldblatt & D. Snijman: The colour encyclopedia of Cape bulbs., Timber Press, USA, 2002.
  • Peter Goldblatt, P. Bernhardt & John C. Manning: Pollination of petaloid geophytes by monkey beetles (Scarabaeidae: Rutelinae: Hopliini) in southern Africa. in Annals of the Missouri Botanical Garden, 85, 1998, S. 215-230.
  • Peter Goldblatt & John C. Manning: The Iris Family: Natural History and Classification., Timber Press, Portland, 2008.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Ixia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. Artliste von Conservatoire et Jardin botaniques & South African National Biodiversity Institute - Genéve.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ixia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien