János Balogh (Schachspieler)

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János Balogh [ˈjaːnoʃ ˈbɒloɡ] (* 10. September 1892 in Kézdivásárhely, Siebenbürgen, Österreich-Ungarn (deutsch Szekler Neumarkt), heute Târgu Secuiesc, Rumänien; † 12. September 1980 in Budapest) war ein ungarischer Fernschachmeister.

Privates[Bearbeiten]

Balogh wurde als Ungar geboren. 1918 kam Siebenbürgen zu Rumänien, und Balogh erhielt die rumänische Staatsbürgerschaft. Bis 1933 arbeitete er in Miercurea Ciuc (Rumänien) als Rechtsanwalt. Seit 1934 lebte er in Budapest. Er nahm die ungarische Staatsbürgerschaft an und arbeitete bis 1934 als Richter.

Erfolge[Bearbeiten]

Fernschach[Bearbeiten]

Balogh nahm seit 1910 an vielen internationalen Fernturnieren teil. 1930 erreichte er bei der IFSB-Bundesmeisterschaft Platz 2–3. 1932 belegte er in diesem Turnier Platz 4. Bei der 1935 begonnenen 1. Europa-Mannschaftsmeisterschaft spielte er am Spitzenbrett für Ungarn, das dieses Turnier gewann. 1936/37 besiegte er in einer Fernpartie Großmeister Paul Keres. Er nahm an den drei ersten Fernschachweltmeisterschaften teil und beteiligte sich noch im Alter von 78 Jahren am stark besetzten Jubiläumsturnier des Deutschen Fernschachbundes.

Turnierschach[Bearbeiten]

Balogh war auch am Brett erfolgreich. So vertrat er Rumänien bei den Schacholympiaden 1928, 1930 und 1931. Bei der Olympiade in München 1936 spielte er für Ungarn (Goldmedaille).

Balogh-Verteidigung

Nach ihm ist die Balogh-Verteidigung (1.e4 d6 2.d4 f5 bzw. durch Zugumstellung aus dem Staunton-Gambit nach 1.d4 f5 2.e4 d6) sowie eine Variante des Budapester Gambits benannt, die nach den Zügen 1.d4 Sf6 2.c4 e5 3.dxe5 Sg4 4.e4 d6 entsteht. Beide gelten nach heutigem Stand der Theorie als nicht ganz korrekt.

Literatur[Bearbeiten]

Iván Bottlik: Dr. János Balogh. In: Kaissiber 30 (2008), S. 50–66.