Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5

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Regimentsstandarte

Das Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5 war ein Kavallerieverband der Königlich Preußischen Armee.

Organisation und Verbandszugehörigkeit 1914[Bearbeiten]

Kommandierender General: General der Kavallerie, Freiherr von Hoiningen (gen. Huene)
Kommandeur: Generalleutnant Isbert
Kommandeur: Oberst von Gravenitz
  • Stiftungstag: 1. Oktober 1908

Aufstellung[Bearbeiten]

Durch Allerhöchste-Kabinetts-Order (A.K.O.) vom 31. März 1908 wurde zum 1. Oktober des Jahres die Aufstellung eines weiteren Jäger-Regiments zu Pferde zu je fünf Eskadrons befohlen.

Zu dieser Aufstellung mussten je eine Eskadron abgeben:

  • das Husaren Regiment Nr. 3
  • das Ulanen Regiment Nr. 5
  • das Ulanen Regiment Nr. 7
  • das Dragoner Regiment Nr. 9
  • das Dragoner Regiment Nr. 6

Das Regiment bezog seine Garnison in der Stadt Mülhausen im Elsass.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg wurde das Regiment ausschließlich am westlichen Kriegsschauplatz eingesetzt und versah nach dem Beginn der Kriegshandlungen zunächst Grenzschutzdienste im Abschnitt von Tann (Elsass) bis zur Schweizer Grenze. Im Jahre 1916 wurde der Regimentsverband aufgelöst und die Eskadrons auf Infanterie-Divisionen verteilt. Der Kavalleriestatus blieb bis Kriegsende erhalten. Nach dem Waffenstillstand gelangten die 1. und 2. Eskadron nach Bruchsal bzw. Ettlingen, von wo aus sie zur Bekämpfung der Unruhen in Karlsruhe und Mannheim abgestellt wurden. Im Mai 1919 transportierte man die Jäger nach Müllheim, wo eine Freiwilligen-Eskadron gebildet und dem Kavallerie-Regiment des Freikorps Feldmarschall von Hindenburg in Kolberg angegliedert wurde. Die Eskadron kämpfte in Oberschlesien und Westpreußen gegen polnische Insurgenten.

Die 3. und 4. Eskadron gelangten im Januar nach Bretten und die 5. Eskadron nach Warburg, wo sie aufgelöst wurde. Die Tradition des Regiments übernahm später die 4. Eskadron des Reichswehr-Reiter-Regiments Nr. 5 in Stolp.

Uniform[Bearbeiten]

Muster wie Kürassiere, jedoch mit folgenden Änderungen:

  • Graugrüner Koller (ab 1910) Waffenrock mit schwedischen Aufschlägen, Aufschläge und alle Vorstöße hellgrün, Schulterklappen jedoch mit schwarzen Vorstößen als Abzeichenfarbe. Um Kragen und Aufschläge verliefen hellgrüne Borten, die einen breiten Mittelstreifen und schmale Randstreifen in der Abzeichenfarbe hatten. Für Offiziere bestand der Besatz in goldener oder silberner Tresse mit schmalen Randstreifen in Abzeichenfarbe.
Feldmütze: Von graugrüner Farbe mit hellgrünen Besatzstreifen und schwarzen Vorstößen
  • Helm: Ähnlich wie Kürassierhelm, aus geschwärztem Stahlblech mit Dragoneradler. Ränder mit neusilbernen Einfassungsschienen. Spitze wie Dragonerhelm mit kleeblattförmigem Aufsatz. (Offiziere mit gekehlter Spitze wie Kürassier-Offiziere.) Gewölbte Schuppenkette aus Tombak.
  • Kürassier Stiefel aus naturbraunem Leder
  • Lanzenflagge weiß-schwarz

Anmerkung zum Regiment[Bearbeiten]

Grabstein auf dem Friedhof bei Illfurth

Am 2. August 1914 stieß eine Patrouille des Regiments bei Delle im Territoire de Belfort auf Soldaten des französischen 44. Infanterieregiments. Dabei fielen der Patrouillenführer, der 22-jährige Leutnant Albert Mayer, und der 21-jährige Caporal Jules-André Peugeot.[1]
Sie gelten als die ersten Toten des Ersten Weltkrieges.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hugo F.W. Schulz: Die Preußischen Kavallerie-Regimenter 1913/1914, Weltbild Verlag 1992.
  • Jürgen Kraus: Die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg, Stefan Rest (Hrsg.) Ingolstadt 2004.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Western Front Association