Jérôme Polenz

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Jérôme Polenz
Jerome Polenz WSW.jpg


Polenz im Einsatz für die Western Sydney Wanderers (2013)

Spielerinformationen
Geburtstag 7. November 1986
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 183 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1993–1997
1997–1998
1998–2002
2002–2005
SC Siemensstadt
CFC Hertha 06
Tennis Borussia Berlin
Werder Bremen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005–2006
2006–2007
2007–2010
2010–2012
2011–2012
2012–
Werder Bremen II
Werder Bremen
Alemannia Aachen
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin II
Western Sydney Wanderers
64 (15)
3 0(0)
51 0(0)
14 0(0)
9 0(2)
25 0(0)
Nationalmannschaft
2004
2004–2005
2005
Deutschland U-18
Deutschland U-19
Deutschland U-20
2 0(0)
3 0(0)
1 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 21. April 2013

Jérôme Polenz (* 7. November 1986 in Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler, der seit der Saison 2012/13 beim australischen Erstligisten Western Sydney Wanderers unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Polenz wurde als Sohn eines Algeriers und einer Deutschen in Berlin geboren.[1] Dort begann er seine Laufbahn als Spieler in den Jugendmannschaften des SC Siemensstadt, CFC Hertha 06 und Tennis Borussia Berlin. In der Saison 2002/03 – im Alter von 15 Jahren – wurde er für die Jugendmannschaft von Werder Bremen verpflichtet, drei Jahre später wurde der gelernte Außenverteidiger in die zweite Mannschaft aufgenommen, für die er von 2004 bis 2007 64 Spiele in der Regionalliga Nord absolvierte und 15 Tore erzielte.

Von Januar 2006 bis Saisonende 2006/07 gehörte er als Vertragsamateur dem Bundesligakader von Werder Bremen an. Sein Bundesligadebüt gab er am 4. Februar 2006 (19. Spieltag) beim 4:2-Sieg im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit Einwechslung für Nelson Valdez in der 85. Minute. Zwei Tage später unterzeichnete er einen bis zum 30. Juni 2009 datierten Lizenzspieler-Vertrag.

Zur Saison 2007/08 wechselte Polenz zum Zweitligisten Alemannia Aachen und absolvierte 51 Liga- und drei DFB-Pokalspiele. Im Jahr 2010 kehrte er in seine Heimatstadt zurück und schloss sich dem Ligakonkurrenten 1. FC Union Berlin an.[2] Nach Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Uwe Neuhaus wurde er zwischenzeitlich vom Spielbetrieb der Profimannschaft freigestellt und gehörte nur noch deren Trainingskader beziehungsweise der zweiten Mannschaft an.[3] Nach einer Aussprache und mehr als neun Monaten ohne Profieinsatz wurde Polenz in den Lizenzspielerkader zurückberufen.[4] Ungeachtet der Ereignisse zuvor einigten sich Verein und Spieler auf eine Vertragsauflösung mit Ablauf der Spielzeit 2011/12.[5] Sein letztes Ligaspiel bestritt Polenz am 10. April 2012 (30. Spieltag) bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli.

Im August 2012 wechselte er nach Australien zur neu gegründeten Fußball-Franchise Western Sydney Wanderers und bekleidet dort seither die Position des rechten Außenverteidigers. Mit dem Verein, der zum ersten Mal in der höchsten australischen Liga spielt, schloss Polenz die reguläre Saison nach 27 Ligaspielen als Tabellenerster ab und qualifizierte sich für die Finalrunde. Im Halbfinale noch mit 2:0 gegen Brisbane Roar erfolgreich, verlor er mit seiner Mannschaft am 21. April 2013 das Grand Final mit 0:2 gegen die Central Coast Mariners. Die Saison 2013/14 beendete Polenz mit seiner Mannschaft als Tabellenzweiter. Erneut erreichte der Club das Grand Final und spielte gegen Brisbane Roar, jedoch musste sich Polenz dem gegnerischen Team rund um den ehemaligen Bundesliga-Spieler Thomas Broich mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein Debüt im Nationaltrikot gab er am 20. Mai 2004 in Kiew bei der 0:2-Niederlage der U-18-Nationalmannschaft gegen die Auswahl der Ukraine, als er zur zweiten Halbzeit für Stephan Schröck eingewechselt wurde.[6] Im zweiten Vergleich, zwei Tage später, beim 4:1-Sieg kam er ein zweites Mal für diese Auswahlmannschaft zum Einsatz.

Für die U-19-Nationalmannschaft debütierte er am 15. September 2004 in Ratingen bei der 0:2-Niederlage gegen die Auswahl Spaniens, als er in der 22. Minute für Stephan Schröck eingewechselt wurde.[7] Bei der vom 18. bis 29. Juli 2005 in Nordirland ausgetragenen U-19-Europameisterschaft bestritt er nur das erste Gruppenspiel, das die deutsche Auswahlmannschaft mit 2:4 gegen die Auswahl Serbien und Montenegro verlor.[8]

Für die U-20-Nationalmannschaft kam er 14. September 2005 in Biel bei der 1:2-Niederlage gegen die Auswahl der Schweiz zu seinem einzigen Länderspiel.[9]

Erfolge[Bearbeiten]

  • auf Vereinsebene:
  • Deutscher Vizemeister: 2005/06
  • Australischer Vizemeister: 2012/13
  • A-League Premiership: 2012/13

Sonstiges[Bearbeiten]

Neben dem Profifußball besuchte er weiterhin erfolgreich das Gymnasium Obervieland und schloss die Schule im Sommer 2006 mit dem Abitur ab.

Seit Mai 2011 ist Jerome mit dem deutschen Model Svenja Polenz verheiratet. Svenja ist die Enkelin des ehemaligen Bremer Stürmer Klaus Hänel und Urenkelin des ehemaligen Nationalspieler Erich Hänel.[10]

Nachdem Western Sydney Wanderers Interesse an seiner Verpflichtung bekundet hatte, verschaffte sich Polenz durch den Film Tom meets Zizou – Kein Sommermärchen , der die Karriere von Thomas Broich und dessen Wechsel nach Australien behandelt, erste positive Einblicke.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Polenz: Ein Berliner entdeckt Berlin, bild.de
  2. Union schnappt sich Polenz. Kicker-Sportmagazin, 11. Mai 2010, abgerufen am 19. Juni 2012.
  3. 1. FC Union Berlin: Freigabe für Şahin und Polenz. 1. FC Union Berlin, 21. Dezember 2010, abgerufen am 11. Juli 2011.
  4. Jérôme Polenz wieder spielberechtigt. 1. FC Union Berlin, 26. September 2011, abgerufen am 29. September 2011.
  5. Union trennt sich von Polenz und Kolk. Kicker-Sportmagazin, 19. Juni 2012, abgerufen am 19. Juni 2012.
  6. Polenz' Länderspieldebüt auf dfb.de
  7. Polenz' U-19-Länderspieldebüt auf dfb.de
  8. Polenz' einziges Turnierspiel auf dfb.de
  9. Polenz' einziges U-20-Länderspiel auf dfb.de
  10. Doppeltes Liebes-Glück: Union & Cottbus heiraten, bild.de
  11. Transfermarkt.de: Polenz: „Broich hasst es, gegen mich zu spielen“, 3. Mai 2014, abgerufen am 5. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]