József Antall Senior

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Grab von Jozsef Antall in Budapest

József Antall Senior (* 28. März 1896 in Oroszi; † 24. Juli 1974 in Budapest) war ein ungarischer Jurist und Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Antall kämpfte als K.u.K-Soldat im Ersten Weltkrieg in Galizien, wo seine Einheit 1915 zerschlagen wurde und er selbst dank einer polnischen Familie, die ihn versteckte, einer Gefangennahme entging.

Nach dem Krieg kehrte Antall nach Ungarn zurück und schloss ein Jurastudium ab. Ab 1932 arbeitete er im Innenministerium. Nach der Niederlage Polens im September 1939 organisierte in Auftrag der ungarischen Regierung und in Zusammenarbeit unter anderem mit Henryk Sławik und Kardinal Jusztinián Serédi Hilfe für polnische Flüchtlinge, darunter viele jüdischen Glaubens. Er kümmerte sich um Internierungslager für polnische Soldaten und Flüchtlingslager für Zivilisten. Unter anderen hat er polnische Schulen in Balatonboglár und ein Flüchtlingszentrum für jüdische Jugendliche aus Polen in Vác organisiert und verwaltet.

1944, nach dem deutschen Einmarsch, wurde Antall wegen Hilfe für Polen von der Gestapo verhaftet und gefoltert[1]. Nach der Freilassung zog er sich bis zum Kriegsende vom politischen Leben zurück.

Nach dem Krieg wurde er Staatssekretär, später Minister für Wiederaufbau, gleichzeitig leitete er das Ungarische Rote Kreuz und die Ungarisch-Polnische Handelskammer.

1948 zog er sich vom politischen Leben zurück. Er verstarb 1974 und wurde 1990 postum mit der Gerechter unter den Völkern-Medaille ausgezeichnet.

Die Polnisch-Ungarische-Gesellschaft in Warschau trägt seinen Namen. Sein Sohn, József Antall Junior, war der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Ungarns nach dem Zweiten Weltkrieg.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: József Antall (1896–1974) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. http://haggard.w.interia.pl/antall.html