Jörg Buttgereit

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Jörg Buttgereit (* 20. Dezember 1963 in Berlin) ist ein deutscher Autor, Film-, Hörspiel-, Theater-Regisseur und Filmkritiker.

Leben und Arbeit[Bearbeiten]

Buttgereit ist durch seine Filme Nekromantik und Schramm im deutschen Horrorfilm- und Splattergenre bekannt geworden. Diese Filme sind auch in Japan, Großbritannien und in den USA erschienen. Als Regisseur war er für Langfilme tätig, die man dem Horrorfilm und dem Kunstfilm hinzurechnen kann.

Er ist als Filmkritiker für die epd Film, das Berliner Stadtmagazin tip, Splatting Image, die Filmzeitschrift deadline und das Online-Jugendmagazin fluter tätig. Außerdem produzierte er Hörspiele für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Im Mai 2005 inszenierte er das Ramones-Musical Gabba Gabba Hey im Berliner ColumbiaClub. 2006 gab er ein Buch über das japanische „Riesen-Monster-Kino“ heraus, in dem sich Autoren mit Godzilla und ähnlichen Monstern auseinandersetzen. „Godzilla“ ist eines von Buttgereits Lieblingsthemen, mit dem er sich bereits in zwei Hörfunk-Arbeiten, einem Dokumentarfilm und zwei Büchern beschäftigt hat.

Im November 2007 hatte das Theaterstück Captain Berlin vs. Hitler Premiere im Hebbel-Theater „(HAU1)“ in Berlin. Das Stück basiert auf Buttgereits eigenem Hörspiel Captain Berlin vs. Dracula, das 2006 für den Westdeutschen Rundfunk entstand. Buttgereit bearbeitete und inszenierte das Stück für die Bühne und hatte einen Auftritt als aus Leichenteilen deutscher Soldaten zusammengeflicktes Monster Germanikus.

Von März 2009 bis März 2010 inszenierte Buttgereit im Hebbel-Theater eine fünfteilige Reihe Buttgereits Filmlektionen[1] unter dem Titel RoughCuts, in der er zu verschiedenen Filmgenres Vorträge, Performances und Filmgespräche auf die Bühne brachte.

Im Film Making of Süße Stuten 7 - Die Porno-Comedy (2009) spielt Buttgereit die Rolle des Porno-Regisseurs.

2011 inszenierte Buttgereit im Studio des Schauspiel Dortmund eine Bühnenfassung seiner Hörspiele Sexmonster und Green Frankenstein.

2012 inszenierte Buttgereit im Studio des Schauspiel Dortmund eine Bühnenfassung seines Hörspiels "Ed Gein Superstar" unter dem Titel "Kannibale und Liebe"

2013 inszenierte Buttgereit im Studio des Schauspiel Dortmund eine Bühnenfassung von Bernard Pomerances Broadwaystück "Der Elefantenmensch"

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1977: Interview with Frankenstein (3 min.)
  • 1980: Der explodierende Turnschuh (2 min.)
  • 1981: Manne – the Muwi (10 min.), Mein Papi (Originalfassung) (8 min.), Ogar der Häßliche (6 Min)
  • 1982: Der Trend – Punkrocker erzählen aus ihrem Leben (25 min.), Captain Berlin – Retter der Welt (15 min.), Blutige Exzesse im Führerbunker (6 min.)
  • 1983: Der Gollob (25 min.)
  • 1984: J.B.’ns Horror Heaven (25 min.), So war das SO36 – Ein Abend der Nostalgie (Co-Regisseur mit Manfred Jelinski) (90 min.)
  • 1985: Hot Love (40 min.), Episode in Jesus – Der Film (Kreuzigung) (3 min.)
  • 1987: Nekromantik (68 min.)
  • 1989: Der Todesking (74 min.)
  • 1991: Nekromantik 2 (104 min.)
  • 1992: Corpse Fucking Art (60 min.)
  • 1993: Schramm (70 min.), The Making of Schramm (30 min.)
  • 1995: I can't let go (Musik-Video für Shock Therapy), Ohne Traurigkeit (Musik-Clip für Fleischmann)
  • 1996: Neue Zeit (für die Band Mutter), Kondom des Grauens (Special Effects Supervisor)
  • 1997: Rise up (Musik–Clip für Die Krupps), Ein subversiver Romantiker im deutschen Horrorfilm (TV-Dokumentation von Alexander Kluge, dctp), Die gläsernen Sarkophage (TV-Dokumentation für dctp)
  • 1998: Teenagemakeup (Musik-Video für Dance or Die), Lexx – The Dark Zone (Episoden Nook und 791)
  • 2001: Missy Queen’s gonna die (Musik-Clip für Toktok)
  • 2002: Die Monsterinsel (Dokumentation für WDR)
  • 2004: Die Reise ins Glück (Special Effects Supervisor)
  • 2006: Suche Kontakt (Musik-Video der Band Cockbirds, Buch und Regie, Download-Möglichkeit auf der Website der Band)
  • 2006: Durch die Nacht mit Bruce LaBruce und Jörg Buttgereit (ZDF/ARTE)
  • 2007: Durch die Nacht mit Michaela Schaffrath und Mark Benecke (Regie, ZDF/ARTE)
  • 2007: Durch die Nacht mit Asia Argento und Joe Coleman (Regie, ZDF/Arte)
  • 2008: Monsterland (Regie, Dokumentation ZDF/Arte)
  • 2009: Captain Berlin Versus Hitler (Theaterverfilmung)
  • 2009: Making of Süße Stuten 7 - Die Porno-Comedy (Darsteller des Porno-Regisseurs)
  • 2010: Durch die Nacht mit Oda Jaune und Lars Eidinger (Regie, ZDF/Arte)
  • 2011: Shaolin Affen (Musikvideo für Klaus Beyer & Osaka Popstar)
  • 2011: Making of Süße Stuten 8 (Darsteller des Porno-Regisseurs)
  • 2011: Video Nasty (Theaterverfilmung)
  • 2011: Dracula jagt Frankenstein (Vorwort (13 Min.) zur DVD von Filmart)
  • 2012: Die Frau in der Musik (Musikvideo für Stereo Total)
  • 2012: Ein Moment der Stille am Grab von Ed Gein (Kurzfilm, 2 Min.)
  • 2013: Green Frankenstein (Theaterverfilmung)
  • 2013: Sexmonster! (Theaterverfilmung)
  • 2013: Lemmy I'm a Feminist (Musikvideo für Half Girl)
  • 2014: German Angst (Episodenfilm, Buch und Regie der Episode Final Girl)

Hörspiele / Radio-Features[Bearbeiten]

  • Sexy Sushi (2001 WDR)
  • Ed Gein Superstar (2002, WDR)
  • Frankenstein in Hiroshima (2002, WDR)
  • Bruce Lee – der kleine Drache (2003,WDR)
  • Interview mit einem Monster (2004, Deutschlandradio)
  • Horror Entertainment (2004, WDR)
  • Video Nasty (2005, WDR)
  • Captain Berlin vs. Dracula (2006, WDR)
  • Sexplosion in Shinjuku (2007, WDR)
  • Sexmonster (2009, WDR)
  • Green Frankenstein (2011, WDR)
  • Die Bestie von Fukushima (2012, WDR)
  • Das Märchen vom unglaublichen Super-Kim aus Pjöngjang (2014, WDR)

Theater[Bearbeiten]

  • Gabba Gabba Hey! Das Ramones Musical, Deutsche Version des Australischen Musicals (2005, Columbia Halle)
  • Captain Berlin vs. Hitler, Hörspielumsetzung für die Bühne (2007, Hebbel-Theater)
  • GREEN FRANKENSTEIN und SEXMONSTER, Umsetzung der beiden gleichnamigen Hörspiele für die Bühne (2011, Theater Dortmund)[2]
  • Kannibale und Liebe. Eine True Crime-Tragödie, Uraufführung am 21. Oktober 2012 im Theater Dortmund (Studio)[3]
  • Der Elefantenmensch, Uraufführung am 29. November 2013 im Theater Dortmund (Studio)

Bibliografie[Bearbeiten]

  • 1998: Sex Murder Art – The Films of Jörg Buttgereit (Autor: David Kerekes)
  • 1998: Monster aus Japan greifen an. Godzilla, Gamera und Co
  • 2000: "It's only a movie" in: Baumann, Heide und Schwender, Clemens (Hrsg.): Kursbuch Neue Medien. Ein Reality-Check, Stuttgart, München: Deutsche Verlags-Anstalt, S. 198-204
  • 2001: Nightmares in Plastic (Co-Autoren: Thomas Ecke, und Rainer F. Engel)
  • 2004: Alternative Europe – Eurotrash and Exploitation Cinema (Autoren: Ernest Mathijs und Xavier Mendik)
  • 2006: Japan – Die Monsterinsel. Godzilla, Gamera, Frankenstein und Co.
  • 2007: Nekromantik (Herausgeber)
  • 2013: Captain Berlin #1 (Comic, Autor)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Stefan Höltgen: Filmlektionen vom Theater. In: F.LM - Texte zum Film, 21. März 2010.
  2. Informationen zum Stück beim Theater Dortmund
  3. Spielzeitvorschau 2012/13beim Theater Dortmund (PDF; 758 kB)

Weblinks[Bearbeiten]