Jörg Jaksche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Qsicon Ueberarbeiten.svg
Artikel eintragen Dieser Artikel wurde aufgrund von inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung des Portals Radsport eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Radsport auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich bitte an der Diskussion! Cycling (road) pictogram.svg
Jörg Jaksche Straßenradsport
Jörg Jaksche, 2007
Jörg Jaksche, 2007
zur Person
Geburtsdatum 23. Juli 1976
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straße
Funktion Fahrer
Doping
1997–2006 diverses (Geständnis)
Team(s)
1997–1998
1999–2000
2001–2003
2004
2005–2006
2007
2009
Polti
Telekom
ONCE
CSC
Team Liberty Seguros
Tinkoff Credit Systems
Cinelli-OPD
Wichtigste Erfolge

Mittelmeer-Rundfahrt 2004, Paris–Nizza 2004, Circuit de Lorraine 2007

Infobox zuletzt aktualisiert: 30. August 2008
Tour de France 2005

Jörg Jaksche (* 23. Juli 1976 in Fürth) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.

Doping[Bearbeiten]

Jörg Jaksche gehört zu den Radprofis, die in den Dopingskandal um den ehemaligen Teamarzt von Liberty Seguros, Eufemiano Fuentes, verwickelt sind. Dieser Skandal sorgte ab Mai 2006 für Aufsehen. Mit Hilfe eines Rechtsanwalts versuchte Jaksche im Juli 2006 seine Teilnahme bei der Nacht von Hannover einzuklagen, verzichtete nach Bekanntwerden der Dopingvorwürfe gegen Floyd Landis jedoch freiwillig auf eine Teilnahme. Aufgrund dieser Vorwürfe sah es lange so aus, als würde Jaksche kein neues Team für die Saison 2007 finden.

Mitte April 2007 wurde jedoch bekannt, dass er einen Vertrag beim italienisch-russischen Team Tinkoff Credit Systems unterschrieben hat. Am 30. April 2007 wurde er – im Zusammenhang mit den bereits erwähnten Dopingvorwürfen – von seinem Team suspendiert. Ende Mai kehrte er in den Radsport zurück und gewann auf Anhieb den Circuit de Lorraine.

Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gestand Jaksche Ende Juni 2007, unter Anleitung seiner Betreuer und Ärzte jahrelang gedopt zu haben. Er habe – als Teil eines verbreiteten Systems – 1997 mit der Einnahme von EPO begonnen und sich ab 2005 als Kunde von Eufemiano Fuentes verbotenen Eigenbluttherapien unterzogen.[1] Jaksche sagte in dem Interview weiter, dass er bei der Aufklärung der „Puerto“-Affäre helfen und dadurch eine kürzere Sperre für sich bewirken wolle.[2]

Er hoffe auf eine Anwendung der Kronzeugenregelung und zeige sich nun kooperativ, nachdem er in der Woche zuvor vom Bund Deutscher Radfahrer von der Startliste zu den deutschen Straßen-Meisterschaften in Wiesbaden gestrichen worden war.

Im Herbst 2007 erklärte Jörg Jaksche, Bjarne Riis habe ihm mit „massiven Konsequenzen“ gedroht, falls Jaksche bei seiner Doping-Beichte Namen nenne. Der Däne wollte angeblich „dafür sorgen, dass Jaksche niemals in den Radsport zurückkomme“.[3]

Rücktritt[Bearbeiten]

Am 25. April 2008 verkündete Jörg Jaksche seinen Rücktritt aus dem Radsport. Dies geschah, nachdem er eine Absage des Team Milram bekam.[4] 2008 war er während der Tour de France als Kolumnist für SPIEGEL-ONLINE tätig.

Comebackversuche[Bearbeiten]

Am 29. November 2008 wurde bekannt, dass Jaksche beim italienischen Continental Team Cinelli-OPD sein Comeback beginnen wollte,[5] allerdings erhielt dieses Team keine Lizenz für die Saison 2009.[6]

Anfang 2011 plante Jaksche ein Comeback beim Team Christina Watches-Onfone. Nach den im Frühjahr 2011 bekannt gewordenen Dopingvorfällen von Riccardo Ricco und Patrik Sinkewitz äußerte Jaksche die Auffassung, „dass sich doch nichts geändert hat in der Radsportszene“. Er sagte dem Team Christina Watches-Onfone ab und verzichtete auf ein Comeback.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jaksche gesteht jahrelanges Doping, Spiegel Online, 30. Juni 2007
  2. Lothar Gorris, Detlef Hacke, Udo Ludwig: Bellas Blut, Interview auf Spiegel Online, 2. Juli 2007
  3. Riis soll Jaksche gedroht haben Spiegel Online, 29. Oktober 2007
  4. Jaksche beendet seine Karriere auf sport.ard.de vom 25. April 2008
  5. Jörg Jaksche unterschreibt in Italien, live-radsport.ch, 29. November 2008
  6. Jaksche-Comeback vorerst geplatzt, rp-online.de, 13. Februar 2009
  7. Andreas Rüttenauer: Die Angst fährt im Hintergrund immer mit, Interview in der taz, 23. April 2011