Jörg Schmadtke

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Jörg Schmadtke
Spielerinformationen
Geburtstag 16. März 1964
Geburtsort DüsseldorfDeutschland
Größe 182 cm
Position Torwart
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1985–1993
1993–1997
1997–1998
1998
Fortuna Düsseldorf
SC Freiburg
Bayer 04 Leverkusen
Borussia Mönchengladbach
244 (0)
131 (0)
0 (0)
0 (0)
Stationen als Trainer
1998–1999
2001
2007
Borussia Mönchengladbach (Co-Trainer)
Fortuna Düsseldorf (Torwart-Trainer)
Alemannia Aachen (Interimstrainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jörg Schmadtke (* 16. März 1964 in Düsseldorf) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorhüter und heutiger Sportmanager, der zwischenzeitlich auch Aufgaben als Fußballtrainer übernahm. Seit Juli 2013 ist er Geschäftsführer mit Aufgabenbereich Sport beim 1. FC Köln.

Karriere[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Nach dem Abitur begann Schmadtke ein Maschinenbaustudium, später studierte er BWL.[1] Schmadtke spielte als Torwart für Fortuna Düsseldorf (bis 1993), den SC Freiburg (1993 bis 1997) und Bayer 04 Leverkusen (1997/98). Er absolvierte 266 Spiele in der Fußball-Bundesliga und sah dabei neun Gelbe und eine Rote Karte. In der 2. Fußball-Bundesliga wurde er in 109 Spielen eingesetzt (zwei Gelbe Karten). Ab 6. September 1998 war er für ein paar Wochen noch Torwart bei Borussia Mönchengladbach, blieb dort aber ohne Bundesligaeinsatz.

Trainer[Bearbeiten]

Am 10. November 1998 wurde er in Mönchengladbach Co-Trainer an der Seite von Rainer Bonhof. Schon am 31. August 1999 wurde Schmadtke wieder entlassen, nachdem Bonhof kurz zuvor um die Auflösung seines Vertrags gebeten hatte. Kurzzeitig war Schmadtke für ein US-amerikanisches Sportstättenbau-Unternehmen tätig. Im Januar 2001 wurde er Torwarttrainer bei Fortuna Düsseldorf.

Fußballmanager[Bearbeiten]

Ab 1. Dezember 2001 war Schmadtke offiziell Sportdirektor bei der mit rund 4 Mio. Euro verschuldeten Alemannia Aachen GmbH. Die Alemannia erreichte 2004 bei einem kleinen Etat das DFB-Pokalfinale und spielte 2004/05 erfolgreich im UEFA-Pokal. Alemannia erzielte einen Gewinn von 4 Mio. Euro und war erstmals in ihrer Geschichte schuldenfrei. 2006 schaffte man den Aufstieg in die Bundesliga. Schon im April 2006, als der Aufstieg praktisch feststand, die Euphorie in der Stadt immens war und der Beschluss zum Neubau des Stadions anstand, mahnte Schmadtke zu etwas mehr planerischer Vorschau. Nach der Entlassung von Cheftrainer Guido Buchwald im November 2007 leitete Schmadtke das Training des Zweitligateams der Alemannia als Interimstrainer bis zur Winterpause. Im Oktober 2008 einigte er sich mit der Alemannia darauf, seinen im Juni 2009 endenden Vertrag nicht zu verlängern. Dies machte Schmadtke am 20. Oktober 2008 vor einem Heimspiel in einem Fernsehinterview öffentlich; die Verantwortlichen im Aufsichtsrat hatten die Verlautbarung auf den 22. Oktober verschieben wollen. Da Schmadtkes Vorgehen nicht mit dem Verein abgesprochen war, beurlaubte ihn die Alemannia Aachen GmbH noch am selben Abend mit sofortiger Wirkung.[2][3][4]

Von Juli 2009 bis Juni 2013 war Schmadtke Sportdirektor von Hannover 96. Am 18. März 2011 wurde sein befristeter Vertrag in einen unbefristeten umgewandelt, außerdem war er nun Geschäftsführer Sport.[5] Im April 2012 bat Schmadtke den Verein aus familiären Gründen um Vertragsauflösung zum Ablauf der Saison; schließlich vereinbarte er elf Wochen Auszeit bis zum 10. September und im Anschluss daran Halbtagsarbeit bis Ende 2012.[6] Im April 2013 bat Schmadtke sein Arbeitsverhältnis mit Hannover 96 aufzulösen.[7]

Zur Saison 2013/14 übernahm Schmadtke den Posten des Sportdirektors (Geschäftsführer Sport) beim 1. FC Köln.[8]

Erfolge[Bearbeiten]

  • als Spieler:
    • 1989: Aufstieg in die Bundesliga mit Fortuna Düsseldorf
    • 1995: Platz 3 in der Bundesliga mit dem SC Freiburg
    • 1998: Platz 3 in der Bundesliga mit Bayer Leverkusen
  • als Manager:
    • 2004: DFB-Pokalfinale und Qualifikation für den UEFA-Pokal mit Alemannia Aachen (als Zweitligist)
    • 2006: Aufstieg in die Bundesliga mit Alemannia Aachen
    • 2011: Qualifikation für die Europa League (Platz 4) mit Hannover 96
    • 2012: Europa-League-Viertelfinale und erneute EL-Qualifikation (Platz 7) mit Hannover 96

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schmadtke, Assion, Rybarczyk: Wer wird der Sportmanager?
  2. Schuldenfrei dank Schmadtke. Pressemitteilung. Alemannia Aachen, 16. Juni 2005.
  3. Christoph Pauli: Schmadtke: „Ich bin Alemannia dankbar”. In: Aachener Zeitung. 2. Dezember 2008.
  4. Tim Jürgens: Alemannia Aachen vs. Jörg Schmadtke. Nach dem Goldrausch. In: 11freunde.de. 14. Januar 2009.
  5. Schmadtke verlängert bei den Roten. Abgerufen am 18. März 2011.
  6. »Wir haben aus der Tragödie Enke gelernt«
  7. Schmadtke kündigt nach Streit in Hannover. Die Welt, 17. April 2013, abgerufen am 30. Dezember 2013.
  8. Fix: Schmadtke FC-Sportdirektor. Kicker-Sportmagazin, 27. Juni 2013, abgerufen am 27. Juni 2013.