Jübek

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jübek
Jübek
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jübek hervorgehoben
54.5572222222229.399166666666713Koordinaten: 54° 33′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Arensharde
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 15,58 km²
Einwohner: 2626 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24855
Vorwahl: 04625
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 044
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
24887 Silberstedt
Webpräsenz: www.juebek.de
Bürgermeister: Herbert Will (FWGJ)
Lage der Gemeinde Jübek im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Jübek (dänisch: Jydbæk) ist eine Gemeinde auf der Schleswigschen Geest im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Zum Gemeindegebiet gehört auch Friedrichsau.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem die Angeln nach England ausgewandert waren, haben sich jütische Siedler im Gemeindegebiet niedergelassen. 1391 wurde der Ort als Judbu erstmals erwähnt. Der Ort ist nach dem Bach Jübek (wörtlich: Bach der Jüten) im Gemeindegebiet benannt.

Jübek lag am Altweg, einem der fünf Angelbowege, deren Weiterführung in Nordfriesland Freesenwege hießen und eine ost-westliche Verbindung zur Landschaft Angeln darstellten.

Friedrichsau entstand im 18. Jahrhundert aus der Urbarmachung von Moor- und Heidegebieten durch Siedler aus Süddeutschland. Der Ortsteil ist nach König Friedrich V. benannt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die Nachbargemeinde Friedrichsau eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft FWGJ seit der Kommunalwahl 2008 zehn Sitze, die CDU hat vier und die SPD drei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Blau. Oben ein schräglinker Wellenbalken, unten ein Lokomotivrad in verwechselten Farben.“[3]

Im oberen Teil wird, auf den Ortsnamen Bezug nehmend, der Wasserlauf des Baches dargestellt. Das Lokomotivrad weist auf den 1869 erfolgten Anschluss des Ortes an das Eisenbahnnetz hin. Das Wappen ist in den schleswigschen Farben blau und gelb gehalten.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Obwohl der Ort ursprünglich landwirtschaftlich geprägt war, haben sich seit dem Bau der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg (-Dänemark) sowie der am Jübeker Haltepunkt ausfädelnden Strecke nach Husum Handel und Gewerbebetriebe im Gemeindegebiet angesiedelt. Daher übernimmt Jübek heute überörtliche Funktionen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jübek-Rock-Festival[Bearbeiten]

Das ehemalige Jübek-Festival wurde ab 1985 jeden Sommer veranstaltet und heißt ab 1987 Jübek Open Air, zu dem Ende der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre teilweise über 20.000 Besucher strömten. 1998 fand es unter anderem aus finanziellen Gründen nicht mehr statt. Auf diesem Open-Air-Festival traten viele bekannte Gruppen und Sänger auf, zum Beispiel Gianna Nannini, Bryan Adams (1991), Die Toten Hosen (Menschen, Tiere, Sensationen Tour 1992), Runrig (1995) und die Böhsen Onkelz (1997). Am 28. August 2010 fand eine Revival-Party mit Illegal 2001 und den Pinboys als Top Acts statt.[4] Eine Fortsetzung des Jübek Open Airs als Tagesveranstaltung erfolgt seit 2011, weitere Veranstaltungen sind in Planung. 2013 war erstmals seit 1996 auch das Zelten auf einer kleinen Fläche (limitiert auf etwa 400 Personen) wieder erlaubt, zu den Top Acts gehörten Jennifer Rostock und Selig.

Auf dem gleichen Gelände, dem Sandbahnstadion an der Straße nach Silberstedt, hat der Motorsportclub (MSC) Jübek jahrelang Motorrad-Sandbahnrennen veranstaltet, an denen in den 1980er und 1990er Jahren auch der oftmalige deutsche Sandbahnmeister Egon Müller teilnahm. Der MSC musste die Rennen aus finanziellen Gründen einstellen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jübek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 185.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Festival-Webseite, auch mit einem Abriss der Geschichte des JOA