Jüdisch-amerikanische Literatur

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Die Jüdisch-amerikanische Literatur nimmt in der amerikanischen Literatur einen prominenten Platz ein. Neben einer Tradition des englischsprachigen Schreibens umfasst sie weitere Sprachen, unter denen die wichtigste das Jiddische war. Während die Mehrzahl der Autoren und der Kritiker die Eigenständigkeit der jüdischen Literatur anerkennen, lehnen andere Autoren es ab, als „jüdische Stimmen“ klassifiziert zu werden.

Übersicht[Bearbeiten]

Beginnend mit den autobiografischen Berichten und den Petitionen der sephardischen Einwanderer, die die USA seit dem 17. Jahrhundert besiedelten, entwickelte die jüdisch-amerikanische Literatur sich über die Jahrhunderte hinweg beständig weiter, bis sie schließlich alle literarischen Formen – wie Epik, Lyrik und Drama – einschloss. Einen besonderen Platz nehmen im 20. Jahrhundert die Romane von Saul Bellow, Henry Roth, Bernard Malamud, Chaim Potok, Isaac Bashevis Singer und Philip Roth ein. Diese Autoren loten in ihren Werken neben nichtjüdischen Themen auch die Konflikte aus, die bei der Konfrontation der Säkulargesellschaft und der jüdischen Tradition entstehen, und die von den Kindern und Enkeln der Einwanderer kaum weniger dramatisch als von ihren Vorfahren selbst empfunden werden.

Jüngere Autoren wie Jonathan Safran Foer haben die Auseinandersetzung mit dem jüdischen Identitätsproblem in ihren Arbeiten fortgesetzt, weitere Themen sind hier jedoch der Holocaust, die fortschreitende Assimilation und der – besonders in der jüngeren Generation bestehende – Trend zur Neuentdeckung der jüdischen Traditionen. In zunehmendem Umfang beschäftigt sich die jüdisch-amerikanische Literatur auch mit den Themen Israel, Zionismus, Antisemitismus und „Neuer Antisemitismus“.

Frühe jüdische Literatur[Bearbeiten]

Diese jiddischsprachige Literatur, die durch Autoren wie Mendele Moicher Sforim bereits im 19. Jahrhundert eine hohe Reife erlangte, spielt in den jüdischen Familien Osteuropas eine wichtige Rolle. Mit den Hunderttausenden osteuropäischer Juden, die zwischen 1880 und 1920 ihre Heimatländer verließen, gelangte die jiddische Literatur auch in die Vereinigten Staaten.

Die ersten jiddischen Schriftsteller, die sich in den USA zu einer „Schule“ formierten, waren die „Sweatshop Poets“, unter denen Morris Winchevsky, David Edelstadt, Joseph Bovshover, Eliakum Zunser, und vor allem Morris Rosenfeld die bedeutendsten waren. [1] Ihre kreative Zeit hatte diese Gruppe etwa zwischen 1880 und 1905. In ihren Gedichten prangerten die „Sweatshop Poets“ die unmenschlichen Arbeitsbedingungen an, denen die jüdischen Einwanderer in den Manufakturen der New Yorker Lower East Side ausgesetzt waren. Dieser revolutionären Poesie folgte 1907/1908 eine neue Generation jüdischer Autoren, die sich „Di Yunge“ („Die Jungen“) nannten und in der Literatur nicht Sozialkritik, sondern Schönheit suchten. Die führenden Dichter in dieser Gruppe waren Mani Leib, H. Leivick und Moyshe Leyb Halperin, sie umfasste jedoch auch Erzähler wie David Ignatoff und Isaac Raboy.[2]

In dem Maße, in dem die osteuropäischen Einwanderer sich einlebten und in der amerikanischen Gesellschaft aufgingen, gaben die Autoren unter ihnen es auf, Jiddisch zu schreiben. Eine Ausnahme bildet der 1904 in Polen geborene Isaac B. Singer, der in Warschau aufwuchs und dort begann, Geschichten zu schreiben. Er wanderte 1935 in die USA aus. Seine Erzählungen spielen im Vorkriegspolen wie in den Lagern Hitlers und Stalins oder berichten von den Schicksalen der Immigranten aus Polen. Singer, der 1978 den Literaturnobelpreis erhielt, schrieb zuerst hebräisch, später jiddisch.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jules Chametzsky u. a., Jewish American Literature: A Norton Anthology. New York, London: W. W. Norton & Company, Inc., 2001, ISBN 0-393-04809-8
  • Lewis Fried (Hrsg.), Handbook of American-Jewish Literature: An Analytical Guide to Topics, Themes, and Sources. New York: Greenwood Press, 1988, ISBN 0-313-24593-2
  • Michael P.Kramer, Hana Wirth-Nesher. The Cambridge Companion to Jewish American Literature. Cambridge: Cambridge University Press, 2003, ISBN 0-521-79293-2
  • Derek Rubin (Hrsg.), Who We Are: On Being (and Not Being) a Jewish American Writer. New York: Schocken, 2005, ISBN 0-8052-4239-2

Quellen[Bearbeiten]

  1. Dieter Langewiesche, Jürgen Osterhammel, Paul Nolte, Hans Ulrich Wehler: Geschichte und Gesellschaft, Vandenhoeck & Ruprecht, 2003, S. 122
  2. The Sweatshop Poets [1]; Di Yunge [2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]