Jürgen Haschke

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Jürgen Haschke (* 25. August 1940 in Gera) ist ein deutscher Politiker (DSU, Freie Wähler).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Haschke studierte Technologie der chemischen Industrie an der Ingenieurschule für Chemie in Köthen. Anschließend war er bis 1990 Chemieingenieur beim VEB Leuna-Werke. Von 1993 bis 2003 war er Landesbeauftragter in Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Er ist Gründungsmitglied und war bis Januar 2013 Vorsitzender der Geschichtswerkstatt Jena.[1] Im Januar 2014 wurde bekannt, dass Haschke sich die Markenrechte für die vom Verein herausgegebene Fachzeitschrift Gerbergasse 18 privat gesichert hat. Laut dem MDR prüfe der Vorstand den Ausschluss Haschkes und behalte sich vor, Strafanzeige zu stellen.[2]

Jürgen Haschke ist der Bruder von Udo Haschke, der ebenfalls der Volkskammer und dem Bundestag angehörte.

Politik[Bearbeiten]

Haschke wurde 1961 wegen „staatsgefährdender Hetze“ verurteilt. Er wurde im März 1990 für die DSU im Wahlkreis Gera in die Volkskammer gewählt. Im Oktober 1990 gehörte er zu den 144 Abgeordneten, die von der Volkskammer in den Bundestag entsandt wurden. Dem Bundestag gehörte er bis zum Ende der Wahlperiode im Dezember 1990 an und war dort Gast der CDU/CSU-Fraktion. Haschke gehört seit 1994 für die Wählervereinigung Bürger für Jena dem Stadtrat von Jena an. 2009 wurde er Landesvorsitzender der Freien Wähler in Thüringen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webseite der Geschichtswerkstatt Jena
  2. Interner Streit bedroht DDR-Fachzeitschrift aus Jena, mdr.de, 11. Januar 2014. Abfragedatum: 28. Februar 2014.