Jürgen Herrlein

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Jürgen Herrlein während eines Vortrags 2009

Jürgen Herrlein (* 1962 in Regensburg) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Studentenhistoriker.

Leben[Bearbeiten]

Herrlein wuchs in Regensburg und Friedrichsdorf im Taunus auf. Nach dem Abitur 1981 auf der Kaiserin-Friedrich-Schule in Bad Homburg vor der Höhe studierte er ab 1982 Rechtswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nach Abschluss des Studiums und des Rechtsreferendariats wurde Herrlein 1994 Rechtsanwalt in Frankfurt am Main.[1] Bis 2000 war er Partner in einer Großkanzlei, danach bis 2007 geschäftsführender Gesellschafter einer Rechtsanwalts- und Steuerberatungsgesellschaft.[2][3]

Im Jahr 2000 wurde er Fachanwalt für Steuerrecht, 2005 zusätzlich Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Seit WS 2005/2006 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt am Main. 2006 wurde er Herausgeber der im Verlag C. H. Beck erscheinenden Neue Zeitschrift für Miet- und Wohnungsrecht (NZM). Seit 2007 ist er in einem neu gegründeten Büro tätig. Als juristischer Autor beschäftigt Herrlein sich vor allem mit Mietrecht und Steuerrecht. Die Zeitschrift Wirtschaftswoche zählte ihn 2010 zum Kreis der 25 besten Mietrechtsanwälte Deutschlands.[4]

Herrlein ist Mitglied der Corps Austria (rezipiert 1987), Borussia-Polonia (1999), Silesia (2000), Masovia (2002) und Tigurinia (2007, Mitgründer).[5][6] Seit langem ist er Vorsitzender der Statutenkommission des Kösener SC-Verbandes. Seine historischen Veröffentlichungen befassen sich vor allem mit der Geschichte der Studentenverbindungen.

Werke[Bearbeiten]

Herrlein veröffentlichte bislang über 80 Bücher und Aufsätze.

Juristische Schriften[Bearbeiten]

Historische Schriften[Bearbeiten]

  • Der Mainzer Revolutionär Paul Stumpf und seine Ahnen, in: Genealogie 1998, S. 356 ff.
  • Genealogie der Familie Rothamer aus Rotham bei Straubing, in: Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde, 2002, 37 ff.
  • Corps Austria – Corpsgeschichte 1861-2001, Frankfurt am Main 2003
  • mit Silvia Amella Mai (Hg.): Josef Neuwirth (1855-1934), Von der Wiege bis zur Bahre, Autobiographie, Frankfurt am Main 2009
  • mit Silvia Amella Mai: Heinrich Beer und seine studentischen Erinnerungen an Breslau 1847 bis 1850, Hilden: WJK-Verlag 2009, ISBN 978-3-940891-27-3
  • mit Silvia Amella Mai: Georg Zaeschmar und seine studentischen Erinnerungen an Breslau 1873 bis 1875, Hilden: WJK-Verlag 2010, ISBN 978-3-940891-35-8
  • Prager jüdische Akademiker als Mitglieder der Studentenverbindungen „Corps Austria“ und der „Rede- und Lesehalle deutscher Studenten in Prag“. Deren Exlibris- und Vereinsgraphik von Emil Orlik (1870-1932) und Georg Jilovsky (1884-1958); in: Österreichisches Jahrbuch für Exlibris und Gebrauchsgraphik, Bd. 66, 2009–2010, S. 27-35 ISBN 978-3-9500800-5-6
  • mit Silvia Amella Mai: Hermann Wollheim (1817 - 1855) und seine literarischen Werke, Hilden: WJK-Verlag 2012, ISBN 978-3-944052-04-5

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Justiz-Ministerial-Blatt für Hessen, 1994, S. 185 (letzte Zeile)
  2. Vgl. JUVE Rechtsmarkt, 2001, Heft 2, S. 34
  3. Vgl. JUVE Rechtsmarkt, 2007, Heft 9, S. 60
  4. Wirtschaftswoche, 2010, Heft 13, S. 94
  5. Kösener Corpslisten 1996, 8, 652
  6. Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des Corps Masovia 1823 bis 2005. Potsdam 2006

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedhelm Golücke: Herrlein, Jürgen, in: Friedhelm Golücke (Hrg.), Verfasserlexikon zur Studenten- und Universitätsgeschichte, Köln: SH-Verlag 2004, S. 143-144, ISBN 3-894-98130-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jürgen Herrlein – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien