Jürgen Ovens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Porträt des Amsterdamer Cornelis Nuyts (1659)

Jürgen Ovens (* 1623 in Tönning; † 9. Dezember 1678 in Friedrichstadt) war ein Schüler Rembrandts. Er wurde vor allem für seine Gemälde im Auftrag der Herzöge von Holstein-Gottorf bekannt.

Jürgen Ovens: Justitia, 1663–1665, Museumsberg Flensburg

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Jürgen Ovens war der Sohn des Landmanns und Ratsherrn Ove Broders in Tönning und der Agneta Ovens, auch Broders genannt. Seit 1640 war er als Schüler Rembrandts in den Niederlanden. Bis 1651 lebte er in Amsterdam, seit Mai 1651 in Schleswig-Holstein. Nach seiner Eheschließung 1652 mit Maria Martens von Mehring, Tochter eines reichen Tönninger Ratsherrn, war er in Friedrichstadt ansässig. 1654 zog er nach Stockholm, von 1657 bis 1663 hielt er sich erneut in Amsterdam auf, kehrte dann auf einen Ruf des Herzogs Christian Albrecht von Gottorf nach Friedrichstadt zurück. Von 1674 bis 1675 lebte er in Holland. 1675 malte er das Altarbild der St. Christophorus-Kirche in Friedrichstadt, auf dem er sich in einer Männergestalt oben links auch selbst verewigte. Sein Grab befindet sich ebenfalls in der Kirche. Er hatte eine Tochter Catharina.

Werke[Bearbeiten]

Jürgen Ovens: Selbstporträt vor Staffelei

Jürgen Ovens bekanntestes Werk ist die Blaue Madonna im Schleswiger Dom. Ein Selbstbildnis von ihm aus dem Jahre 1660-1670 befindet sich in der Laurentius-Kirche in Tönning. Weitere Werke von Jürgen Ovens befinden sich in der Christophorus-Kirche in Friedrichstadt und in den Sammlungen des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums auf Schloss Gottorf. Er malte u.a. Johann Adolph Kielmann von Kielmannsegg, der Gründer der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Nicolaes Tulp, Comenius, Maarten Tromp, Karl II. (England), Adam Olearius, Christina (Schweden), Dirck Kerckring und Josepho Francisco Borri, einen Arzt, Scharlatan und Alchemisten; des Weiteren hatte er mittels der Familie De Graeff diverse öffentliche Aufträge erhalten.

Literatur[Bearbeiten]

Theodor Storm hat Jürgen Ovens in seiner Novelle Aquis submersus einfließen lassen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jürgen Ovens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien