Jürgen Storbeck

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Jürgen Storbeck (2011)

Jürgen Storbeck (* 1946 in Flensburg) ist ein deutscher Jurist und ehemaliger Direktor von Europol.[1]

Storbeck studierte nach dem Abitur Jura in Bonn, Tübingen und München. Nach Bestehen der 2. Juristischen Staatsprüfung im Jahre 1977 wurde er Kriminalrat im höheren Dienst des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden. 1983 übernahm er die Leitung des Referates Internationale Rechtshilfe und Fahndung. 1990 wurde er Mitglied im Aufbaustabes des Bundesministerium des Innern, wo er für die Reorganisation der ehemaligen Kriminalpolizei in der Deutschen Volkspolizei verantwortlich war. Ab 1991 war Storbeck Leiter des Nationalen Zentralbüros von Interpol, welches Teil des Bundeskriminalamtes ist.

1992 ging Storbeck nach Den Haag, um die neu entstehende europäische Polizeiorganisation Europol aufzubauen, deren erster Leiter er daraufhin wurde. Er blieb in diesem Amt bis 2004[2], bis er von Max-Peter Ratzel abgelöst wurde.

Nach seiner Rückkehr aus Den Haag übernahm Storbeck die Funktion eines Koordinators des Bundesinnenministeriums für polizeiliche Zusammenarbeit mit den Golfstaaten, bevor von 2006 bis 2011 als Abteilungsleiter Polizei im Innenministerium Brandenburg arbeitete.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Global Organised Crime and Future Security Arrangements, in: Robertson-von Trotha, Caroline Y. (Hrsg.): Organised Crime. Dark Sides of Globalisation (= Kulturwissenschaft interdisziplinär/Interdisciplinary Studies on Culture and Society, Bd. 8), Baden-Baden 2012

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf von Jürgen Storbeck. Abgerufen am 16. März 2010.
  2. Gerangel um Europol. Hamburger Abendblatt, abgerufen am 16. März 2010.
Vorgänger Amt Nachfolger
nicht besetzt Direktor von Europol
1. Juli 1999 bis 30. Juni 2004
Max-Peter Ratzel