Jürgen Udolph

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Jürgen Udolph (2012)

Jürgen Udolph (* 6. Februar 1943 in Berlin-Pankow) ist ein deutscher Onomastiker (Namenkundler) und emeritierter Professor an der Universität Leipzig.

Leben[Bearbeiten]

Wissenschaft[Bearbeiten]

1979 wurde Udolph an der Georg-August-Universität Göttingen promoviert. Das Thema der Dissertation lautet: „Studien zu slavischen Gewässernamen und Gewässerbezeichnungen“. Daher liegt auch hier das Hauptinteresse seiner Arbeit. 1990 habilitierte er sich dann mit der Arbeit „Die Stellung der Gewässernamen Polens innerhalb der alteuropäischen Hydronymie“. 2000 erhielt der den Ruf für die Professur für Onomastik an der Universität Leipzig, wo er Leiter der Namenberatungsstelle der Gesellschaft für Namenkunde e. V. war. 2008 wurde er emeritiert.

An der Universität Münster leitet er die „Arbeitsstelle Ortsnamen“, die als Langzeitprojekt „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe – Onomastik im europäischen Raum“ die Ortsnamen in diesem Gebiet erfassen und erklären will. Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen wählte Udolph in der Sitzung vom 27. Januar 2006 zum korrespondierenden Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse.

Seit März 2011 steht Udolph dem Zentrum für Namenforschung in Leipzig vor.

Medien[Bearbeiten]

Von 1999 bis 2011 hatte Udolph eine Sendung bei Radio Eins in Berlin; seine Rubrik hieß „Numen Nomen Namen“. 2005 folgte eine Sendung bei Stern TV. Im September 2005 erschien in Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek das Buch „Professor Udolphs Buch der Namen“ beim Verlag C. Bertelsmann. Seit 2006 hat er beim Radiosender NDR 1 Niedersachsen eine Sendung mit dem Titel „Der Namenforscher“. Im gleichen Jahr hatte er zwei Sendungen beim ZDF „Deutschland – Deine Namen“ und eine Sendung bei Johannes B. Kerner, die sich 2007 wiederholte.

Seit 2. Januar 2008 erklärt er in SWR1 Rheinland-Pfalz jeden Vormittag Familiennamen.[1] Im SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz ist er in der Sendung „Namenforscher“ zu sehen, hier ist er mit Moderator Jens Hübschen in einem Ort des Sendegebietes unterwegs und erklärt die Herkunft von Orts- und Familiennamen.

Anlässlich der Landesgartenschau Oranienburg 2009 führten die Stadt, der Veranstalter und Jürgen Udolph mit seinem Team eine gemeinsame Forschungsstudie durch, die über die Herkunft, Verbreitung und Häufung sowie Bedeutung von Einwohnernachnamen der Stadt Auskunft geben soll. Anliegen ist die Verdeutlichung von Toleranz und Weltoffenheit in der Geschichte und Gegenwart Oranienburgs. Seit 2011 sendet Antenne Brandenburg eine Sendung mit dem Titel „Examen für Namen“.

Mit dem Titel „Ihren Namen bitte! - Namenforscher Udolph erklärt ihn“ gibt es auf MDR Thüringen eine weitere Sendung mit ihm.

Privat[Bearbeiten]

Udolph ist seit 1971 verheiratet und hat vier Kinder. Er ist seit 1964 Mitglied des Wingolf.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

chronologisch

Literatur[Bearbeiten]

  • Karlheinz Hengst, Dietlind Krüger (Hrsg.): Familiennamen im Deutschen. Erforschung und Nachschlagewerke. Deutsche Familiennamen im deutschen Sprachraum. Jürgen Udolph zum 65. Geburtstag. Universitätsverlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-86583-392-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Prof. Dr. phil. Jürgen Udolph SWR1 Rheinland-Pfalz, Leute-Sendung vom 30. Dezember 2007

Weblinks[Bearbeiten]