J. League Cup

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Der Yamazaki Nabisco Cup ist der japanische Ligapokal im Fußball, der alljährlich von den Mannschaften der Profiliga J. League ausgetragen wird. Benannt ist der Pokal, der seit 1992 stattfindet, nach dem japanischen Nahrungsmittelkonzern Yamazaki Nabisco, einer Tochter der amerikanischen Firma Nabisco. Aktuell wird der Titel von den Kashima Antlers gehalten.

Der Yamazaki-Nabisco-Cup, der üblicherweise im März beginnt und dessen Finale am 3. November, dem japanischen Kulturfeiertag angesetzt ist, steht im Prestige an dritter Stelle nach der Meisterschaft und dem Kaiserpokal.

Seit 2007 tritt der Sieger regelmäßig im Folgejahr gegen den aktuellen Gewinner der Copa Sudamericana um die Copa Suruga Bank bzw. Suruga Bank Championship an. Der Wettbewerb findet in einem Spiel jeweils auf dem Platz des japanischen Ligapokalsiegers statt.

Austragungsmodus[Bearbeiten]

Da sich die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften mit der Größe der J. League seit 1993 sehr oft geändert hat, wurde auch der Austragungsmodus einige Male geändert. Von seinem ursprünglichen Vorbild, dem englischen League Cup, hat er sich dabei im Laufe der Jahre weit entfernt.

In der Saison 2005 wird der Ligapokal im folgenden Format ausgetragen: Von den 18 Erstligisten werden 16 in vier Vierergruppen gelost, wo sie jeweils mit Hin- und Rückspiel aufeinandertreffen. Die vier Gruppensieger und die zwei punktbesten Gruppenzweiten treffen dann im Viertelfinale auf die zwei Teilnehmer an der AFC Champions League 2005 (Yokohama F. Marinos und Júbilo Iwata), die auf Grund ihres internationalen Engagements Freilose für die Gruppenphase erhalten haben (das ermöglicht es den Veranstaltern, die Termine des Yamazaki Nabisco Cup mit denen der AFC Champions League zusammenzulegen). Viertel- und Halbfinale werden wieder mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, ehe am 3. November das Finale im Olympiastadion Tokio erfolgt.

2004 gab es die Freilos-Regel noch nicht, damals hatte die J. League aber auch nur 16 Mitglieder. 2003 wurden auch schon Freilose vergeben, die verbleibenden 14 Mannschaften wurden in Dreier- und Vierergruppen gelost. 2002 wurde letztlich auch ohne Freilose gespielt, da die AFC Champions League erst im Herbst desselben Jahres gegründet wurde. Vor 2002 namen auch Mannschaften der zweiten Division in einem reinen K.-o.-Turnier teil.

Alle Finalspiele seit 1992[Bearbeiten]

Die Kashima Antlers sind mit sechs Titeln Rekordsieger. Die Antlers halten mit neun Finalteilnahmen auch diesen Rekord.

Jahr Sieger Ergebnis Zweiter
1992 Verdy Kawasaki 1:0 Shimizu S-Pulse
1993 Verdy Kawasaki 2:1 Shimizu S-Pulse
1994 Verdy Kawasaki 2:0 Júbilo Iwata
1995 Nicht ausgetragen
1996 Shimizu S-Pulse 3:3 (n.E. 5:4) Verdy Kawasaki
1997 Kashima Antlers 2:1, 5:1 Júbilo Iwata
1998 Júbilo Iwata 4:0 JEF United Ichihara
1999 Kashiwa Reysol 2:2 (n.E. 5:4) Kashima Antlers
2000 Kashima Antlers 2:0 Kawasaki Frontale
2001 Yokohama F. Marinos 0:0 (n.E. 4:2) Júbilo Iwata
2002 Kashima Antlers 1:0 Urawa Red Diamonds
2003 Urawa Red Diamonds 4:0 Kashima Antlers
2004 FC Tokyo 0:0 (n.E. 4:3) Urawa Red Diamonds
2005 JEF United Ichihara Chiba 0:0 (n.E. 5:4) Gamba Osaka
2006 JEF United Ichihara Chiba 2:0 Kashima Antlers
2007 Gamba Osaka 1:0 Kawasaki Frontale
2008 Ōita Trinita 2:0 Shimizu S-Pulse
2009 FC Tokyo 2:0 Kawasaki Frontale
2010 Júbilo Iwata 5:3 (n.V.) Sanfrecce Hiroshima
2011 Kashima Antlers 1:0 (n.V.) Urawa Reds Diamonds
2012 Kashima Antlers 2:1 (n.V.) Shimizu S-Pulse
2013 Kashiwa Reysol 1:0 Urawa Reds Diamonds
2014 Gamba Osaka 3:2 Sanfrecce Hiroshima