JAKO

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Jako aufgeführt.
JAKO AG
JAKO-Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1. November 1989
Sitz Hollenbach
Leitung Rudi Sprügel, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 160
Umsatz 68,5 Mio. Euro (2011)[1]
Bilanzsumme 46,7 Mio. Euro (2011)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Produkte SportartikelVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.jako.de
Firmenzentrale der JAKO AG in Hollenbach
Altes Logo

Die JAKO AG mit Sitz in Hollenbach, einem Ortsteil der Gemeinde Mulfingen im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg, ist ein Hersteller von Teamsportbekleidung in Deutschland. Benannt ist das Unternehmen nach der Lage des JAKO-Gründungsorts Stachenhausen zwischen den Flüssen Jagst und Kocher.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen JAKO wurde am 1. November 1989 in Stachenhausen von Rudi Sprügel gegründet. In den ersten Jahren stattete das Unternehmen die Mannschaften kleiner regionaler Fußballvereine mit Sportbekleidung aus.

Als sich seit Beginn der 1990er Jahre die großen Sportartikelhersteller Adidas, Puma und Nike in der Deutschen Fußball-Bundesliga auf nur wenige Mannschaften konzentrierten, stattete das Unternehmen auch Teams der 2. Bundesliga aus. 1999 trug mit dem SC Freiburg der erste Verein der Bundesliga JAKO-Trikots. Mittlerweile stattet JAKO auch Basketball-Bundesliga- und Eishockey-Vereine aus.

Die Produkte werden auch in Österreich, der Schweiz (seit 1996), den Beneluxländern, Frankreich, Osteuropa und Skandinavien (seit 1998) und den USA (seit 2004) verkauft. 2006 wurde JAKO Asien gegründet.

Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen einen Umsatz von rund 68,5 Millionen Euro. Jako beschäftigt aktuell rund 160 Mitarbeiter.[2]

Das neue Logo ist seit 2008 markenrechtlich geschützt.[3]

Sponsoring[Bearbeiten]

Das Unternehmen ist Ausstatter einiger namhafter Mannschaften verschiedener Sportarten. Hier eine Auswahl[4]:

  • Fußball
  • Handball
  • Volleyball
  • Basketball
  • Eishockey
  • Sonstige

Kritik[Bearbeiten]

Medienpräsenz[Bearbeiten]

Im Herbst 2009 erregte Jako mediale Aufmerksamkeit. Jako hatte einen Blogger abgemahnt, der sich abfällig über ein neues Logo äußerte. In weiterer Folge verlangte Jako die Zahlung einer Vertragsstrafe, nachdem der beanstandete Text von einem Nachrichtenaggregator reproduziert wurde.[5][6] Nach öffentlicher Kritik hauptsächlich in Online-Medien und der Blogosphäre verzichtete Jako auf finanzielle Forderungen gegenüber dem Blogger.[7]

Schadstoffe[Bearbeiten]

Die Stiftung Warentest untersuchte am 6. November 2009 Fußball-Fantrikots, darunter auch die Trikots des von JAKO ausgestatteten, Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Die Stiftung Warentest hat im aufgeschäumten Sponsorenaufdruck auf den rot-schwarzen Heimtrikots der Saison 2009/2010 Weichmacher, die für Textilien zwar zulässig, für Spielzeug aber in der EU verboten sind, beanstandet. Aufgrund dieser hohen Schadstoffbelastung schnitten die Trikots mit „mangelhaft“ ab[8] und wurden daher von Eintracht Frankfurt kurzfristig aus dem Verkauf genommen[9]. Da im Test ausschließlich Kindertrikots bewertet wurden, wiesen die Tester darauf hin, dass ihrer Meinung nach die Verwendung von Phthalaten (Weichmachern) auch auf diesen verhindert werden sollte. Das Trikot war ansonsten völlig unbedenklich und hat in allen weiteren schadstoffrelevanten Untersuchungen die Note „sehr gut (0,5-1,5)“ erhalten.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vgl.: Bundesministerium der Justiz: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011, 10. Juli 2012, abgerufen am 8. Oktober 2013
  2. Pressemitteilung (abgerufen am 4. September 2009)
  3. Markenregister
  4. Pressemitteilung (abgerufen am 4. September 2009)
  5. Geballte Blogpower, Süddeutsche Zeitung, 3. September 2009
  6. Wie das Netz Öffentlichkeitsarbeit verändert, Spiegel Online, 2. September 2009 (abgerufen am 27. Oktober 2009)
  7. Jako gibt sich geschlagen, Zeit Online, 7. September 2009 (abgerufen am 27. Oktober 2009)
  8. Vgl.: Stiftung Warentest: Rote Karte für Mainz und Frankfurt, In: test, 11/2009, abgerufen am 14. Dezember 2012
  9. Beitrag auf 11freunde.de, 22. Oktober 2009, abgerufen am 21. November 2009
  10. Vgl.: Stiftung Warentest: Fußball-Fantrikots (Heimtrikots), In: test, 11/2009, abgerufen am 1. Februar 2013

Literatur[Bearbeiten]

  •  Heike Faller: Der Herrenausstatter. Wie die kleine Firma Jako bei Würzburg zu einem der größten Hersteller von Fußballtrikots in Deutschland wurde - ohne Werbung, ohne Image, ohne Slogan. In: Die Zeit. Nr. 31, 2001.

Weblinks[Bearbeiten]