Java Development Kit

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Java Development Kit
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Entwickler Sun Microsystems (Tochter der Oracle Corporation)
Aktuelle Version 8 Update 25
(14. Oktober 2014[1])
Betriebssystem Windows, Solaris, Linux, OS X
Programmier­sprache Java, C
Deutschsprachig ja
www.java.com

Das Java Development Kit (JDK) des Unternehmens Oracle – ehemals von Sun Microsystems – ist eines der von Java-Entwicklern meistgenutzten Java-SDKs.

Im November 2006 gab Sun bekannt, dass das JDK unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wird.[2] Nun wird eine angepasste freie Version als ihr nunmehr offizieller Nachfolger unter dem Namen OpenJDK weitergeführt.

Bestandteile[Bearbeiten]

Das JDK beinhaltet neben der Laufzeitumgebung Java Runtime Environment (JRE) die folgenden Java-Entwicklungswerkzeuge:

Java Compiler[Bearbeiten]

Der Java-Compiler (javac) übersetzt Java-Quellcode in Java-Bytecode.[3] Er liest den Quellcode aus Dateien mit der Endung .java und schreibt den Bytecode in Dateien, die auf .class enden. Die eigentlichen Dateinamen entsprechen dem Namen der zu übersetzenden Klasse. Das Paket, in dem die Klasse liegt, wird auf einen passenden Verzeichnispfad abgebildet. Ein Java-Paket (englisch Package) ist ein eigener Namensraum. Zum Beispiel kann eine Datei HalloWelt.java die Klasse org.wikipedia.HalloWelt enthalten. Dann erzeugt der Aufruf javac org.wikipedia.HalloWelt.java eine Datei HalloWelt.class im Verzeichnis „org/wikipedia“ (bzw. „org\wikipedia“ unter Windows). Der Java-Compiler ist in Java geschrieben und damit plattformunabhängig, das heißt, der Bytecode des Compilers ist auf unterschiedlichen Plattformen identisch.

Java Dokumentationswerkzeug[Bearbeiten]

Das Software-Dokumentationswerkzeug javadoc erzeugt aus dem Java-Quellcode Programmdokumentation als HTML-Hypertext. Dazu werden neben strukturellen Informationen auch Kommentare berücksichtigt.

Java Archiver[Bearbeiten]

Das Programm jar erstellt Java-Archive (so genannte JAR-Dateien). Das sind spezielle ZIP-Dateien, in denen Java-Klassen zu verteilbaren Einheiten zusammengefasst werden. Das Werkzeug hat eine ähnliche Kommandozeilensyntax wie das bekannte Unix-Programm tar, ermöglicht jedoch zusätzlich die direkte Manipulation der darin enthaltenen „Manifest-Datei“. In dem JAR-Archiv werden sämtliche .class-Dateien, Grafiken, Textdateien und sonstige Dateien, also beispielsweise alles, was eine Java-Anwendung benötigt, zu einer einzigen Datei zusammengepackt, dem JAR-Archiv.

Dienstprogramm zum Signieren von JAR-Dateien[Bearbeiten]

Das Werkzeug jarsigner ist zum Signieren von Java-Anwendungen und Bibliotheken sowie zur Signatur-Überprüfung im JDK enthalten.

Werkzeuge für Applets[Bearbeiten]

Java Applet Viewer[Bearbeiten]

Der appletviewer ist ein sehr einfacher Browser, der nur die in einem HTML-Dokument enthaltenen Java-Applets jeweils in einem eigenen Fenster anzeigt. Dieses Programm kann verwendet werden, um während der Programmierung schnell und einfach Applets zu testen.

Java Plug-in HTML Converter[Bearbeiten]

Der htmlconverter ist ein interaktives Programm, mit dem die früher üblichen <applet>-Tags in <object>-Tags umgewandelt werden können. Solche Tags werden von Browsern erwartet, die mit dem Java-Plugin ausgestattet sind, das Teil der Java-Laufzeitumgebung JRE ist.

Unterstützte Plattformen[Bearbeiten]

Für die folgenden Plattformen wird das aktuelle JDK von Oracle direkt bereitgestellt:

Für weitere Plattformen wird das JDK üblicherweise Monate bis Jahre später und meist direkt vom Hersteller der Plattform geliefert. So wird beispielsweise in Mac OS X das JDK 1.6 direkt von Apple systemnah eingebaut, ab Java 1.7 wird dieses jedoch von Oracle bereitgestellt.[4]

Für SAP Systeme wird das JAVA JDK mittlerweile direkt von SAP bereitgestellt. Aktuell gibt es die Versionen SAP JVM 4.1 (Java 1.4), SAP JVM 5 (Java 5) und SAP JVM 6 (Java 6) für alle von SAP unterstützen Plattformen. Grund hierfür war hauptsächlich die weitere Supportleistung für Java 1.4 (jetzt durch SAP JVM 4.1) welche durch die SAP Business Suite bis 2020 gewährleistet sein muss.

Download[Bearbeiten]

Das JDK kann sowohl separat als auch im Paket mit der Java-IDE NetBeans heruntergeladen werden. Es ist Bestandteil der Implementation der Java Platform Standard Edition, die unter anderem auch definiert, welche Klassenbibliotheken dem Entwickler zur Verfügung stehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Java 8 Releases nach Datum – Seite bei Java.com (abgerufen am: 20. November 2013)
  2. Open-Source-Java: Details und Reaktionen – Meldung bei Heise open, vom 13. November 2006 (abgerufen am: 20. November 2013)
  3. javac Java SE Dokumentation bei Oracle (englisch); abgerufen 20. November 2013
  4. Oracle and Apple Announce OpenJDK Project for Mac OS X Apple PressInfo