JUMO

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Dieser Artikel erläutert die Mess- und Regeltechnik-Herstellerunternehmen JUMO GmbH & Co KG, zu den Flugzeugmotoren siehe Junkers Jumo.
JUMO GmbH & Co. KG
Logo JUMO.svg
Rechtsform Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG)
Gründung 1948
Sitz Fulda, Deutschland

Leitung

  • Geschäftsführer Bernhard Juchheim, Michael Juchheim
Mitarbeiter 2.115 (Januar 2014)[1]
Umsatz 218 Mio. Euro (2013)[1]
Branche Mess- und Regeltechnik
Website www.jumo.de

Die JUMO-Unternehmensgruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen der Mess- und Regeltechnik mit Stammsitz in Fulda und fünf Niederlassungen in Deutschland, 24 Tochtergesellschaften im Ausland und mehr als 40 Vertretungen. Weltweit beschäftigt JUMO über 2.100 Mitarbeiter, davon 1.300 am Standort Fulda[1]. 2013 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 218 Millionen Euro[1].

Produkte[Bearbeiten]

Das Produktspektrum umfasst Komponenten und Systemlösungen zum Messen, Regeln, Registrieren und Analysieren von physikalischen und chemischen Größen für die Investitionsgüterindustrie. Die Produktpalette reicht von Sensoren für Temperatur-, Druck- und Analysenmesstechnik bis hin zur Regelung und Registrierung von Messdaten. Produkte und Systemlösungen werden überwiegend in folgenden Branchen eingesetzt: Lebensmittelindustrie, Klimatechnik, Maschinenbau, Chemie- und pharmazeutische Industrie, Verpackungsindustrie, Industrieofenbau sowie Wasser- und Abwasserversorgung.

Geschichte[Bearbeiten]

1948 gründete Moritz Kurt Juchheim das Unternehmen M. K. JUCHHEIM GmbH & Co und begann mit der Produktion von Glas- und Glaskontaktthermometern. Der Markenname JUMO ist aus dem Namen des Unternehmensgründers (JUchheim, MOritz) entstanden [2]. Seit 1950 ist das Produktionsprogramm sukzessive um Zeigerthermometer, elektromechanische Thermostate und später um elektronische Temperaturregler, Registrier- und Programmgeräte sowie Messumformer erweitert worden. Nach dem Aufbau eines nationalen Vertriebsnetzes wurden in den 60er Jahren die ersten Tochtergesellschaften im Ausland gegründet.

1970 beschäftigt JUMO am Standort Fulda rund 1.000 Mitarbeiter. In den 70er Jahren wird der Bereich Druckmesstechnik aufgebaut und JUMO setzt als eines der ersten Unternehmen auf Prozessoren in der Regeltechnik. Ab 1982 wird der Bereich Analysenmesstechnik aufgebaut und die Produktion um Mess- und Regelgeräte zur Ermittlung chemischer Messgrößen ausgeweitet.

1985 übernahm der jüngste Sohn des Unternehmensgründers, Bernhard Juchheim, die Geschäftsleitung der M. K. JUCHHEIM GmbH & Co. Im Jahr 1987 wird die SMD-Technik (Surface Mounted Device) eingeführt. Die komplexen Leiterplatten für JUMO-Produkte können jetzt in Eigenregie hergestellt werden. 1989 werden erstmals Roboter in der Temperaturfühlerfertigung eingesetzt.

1992 eröffnet JUMO ein zertifiziertes DKD-Labors (Deutscher Kalibrierdienst), 1995 ein eigenes Schulungszentrum. Im Jahr 2000 erzielt der Fuldaer Spezialist für Mess- und Regeltechnik erstmals einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. 2007 werden erstmals Geräte mit drahtloser Messwertübertragung auf den Markt gebracht. Durch die Funktechnologie ist zum Beispiel eine Temperaturmessung in schwer zugänglichen Bereichen möglich, die kosten- und zeitintensive Verkabelung entfällt.

Im Jahr 2003 wurde der Unternehmensname (Firma) in Deutschland dem internationalen Namen angepasst und in JUMO GmbH & Co. KG umbenannt. Zeitgleich wurde Michael Juchheim neben seinem Vater zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt.

2007 wird zu Ehren des Unternehmensgründers Moritz Kurt Juchheim die Zufahrtsstraße zum Unternehmen JUMO in Moritz-Juchheim-Straße umbenannt.

2011 übersteigt der konsolidierte Konzernumsatz die 200-Millionen-Euro-Marke, 2012 werden erstmals mehr als 2.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt.

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. a b c d Osthessen News: Weltmarkt baut auf JUMO-Sensoren & Fühler - Wachstum mit festen Wurzeln, Artikel vom 28. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014
  2. www.it-administrator.de: Anwenderbericht: Lifecycle-Management bei JUMO - 800 Rechner neu erfasst, Artikel vom 28. August 2008, abgerufen am 11. Februar 2011

Weblinks[Bearbeiten]