JX (Betriebssystem)

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JX ist ein Mikrokernel-Betriebssystem, dessen Kernel, ebenso wie die mitgelieferten Programme, in Java programmiert wurde.[1]

Überblick[Bearbeiten]

JX ist eine Java Virtual Machine (der JX Core, zu deutsch JX-Kern), die um Funktionen wie z.B. einen direkten Hardware-Zugriff und ebenfalls in Java geschriebene Programmen für Kernel-Funktionalitäten etc. erweitert wurde. Da es sich bei Java um eine typ-sichere Programmiersprache handelt, ist JX in der Lage, laufende Programme (im Speicherbereich) voneinander abzugrenzen, ohne auf Hardware-Speicherschutztechniken zurückgreifen zu müssen. Diese Technik, die als sprachbasierter Schutz bezeichnet wird, ermöglicht Betriebssystem-Aktionen und Interprozesskommunikation, ohne dass ein auf vielen Computern langsamer Wechsel des verwendeten Speicherbereichs stattfinden muss. JX läuft auf Standard-PCs, wobei eine begrenzte Anzahl herkömmlicher Hardware unterstützt wird. Das System ist Open Source und wird von der Universität Erlangen entwickelt.[2][3]

Die großen Vorteile von JX sind:

  • Eine leichtgewichtige, überschaubare Betriebssystem-Basis ermöglicht ein hohes Vertrauen in ihre Sicherheit und Zuverlässigkeit
  • Da keine Wechsel der Speicherbereiche stattfinden müssen, wird eine, im Vergleich zu anderen Mikrokernel-Betriebssystemen, hohe Performance erreicht.

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Michael Golm, Meik Felser, Christian Wawerish, Jürgen Kleinöder: JX - Ein flexibles Java-Betriebssystem (Schaubild). Universität Erlangen. Abgerufen am 21. April 2007.
  2. JX: Das schnelle und flexible Java-Betriebssystem (Englisch). Universität Erlangen. Abgerufen am 21. April 2007.
  3. Das JX-Betriebssystem (Englisch). Abgerufen am 21. April 2007.

Weblinks[Bearbeiten]