JYSK

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Dieser Artikel beschreibt eine dänische Handelskette. Zum Dialekt Jysk siehe Jütisch.
Das Logo des Dänischen Bettenlagers

JYSK Holding ist eine dänische Handelskette, die unter anderem Bettzeug, Möbel und Einrichtungsgegenstände verkauft. In Deutschland und Österreich ist JYSK als Dänisches Bettenlager bekannt. Der deutsche Firmensitz befindet sich in Handewitt bei Flensburg, die Zentrallager sind in Deutschland unter dem Namen Bettenwelt bekannt und stehen in Homberg (Efze) und Zarrentin am Schaalsee.

Entwicklung + Organisation[Bearbeiten]

Der Konzern hieß zunächst Jydsk Sengetøjslager (dt. Jütisches Bettenlager), wurde aber 2001 in JYSK umbenannt. JYSK ist der erfolgreichste dänische Einzelhändler im Ausland. Mittlerweile gibt es in Europa rund 1750 JYSK-Fachmärkte in 32 Ländern. In Deutschland und Österreich gibt es derzeit mehr als 800 Filialen. Ziel des Konzerns ist es, das Filialnetz bis 2012 um 400 weitere Läden zu erweitern. Der Jahresumsatz des Konzerns liegt bei ca. 2,15 Mrd. Euro.

Das erste Geschäft des Jysk Sengetøjslager wurde 1979 in Aarhus eröffnet. Das Geschäft besteht bis heute.

In Deutschland und Österreich entschied man sich, die Kette als Dänisches Bettenlager zu führen, weil es bereits eine eingeführte Marke war. Organisatorisch ist das Dänische Bettenlager von den übrigen Konzernteilen abgetrennt, die als JYSK Nordic zusammengefasst sind. Beide, JYSK Nordic und Dänisches Bettenlager, gehören zur JYSK Holding.

In Deutschland und Polen ist das Dänische Bettenlager offizieller Partner des Kundenbindungsprogramms Payback.

Eigentümer der JYSK-Holding ist Lars Larsen, einer der reichsten Männer Dänemarks.

Filialen[Bearbeiten]

JYSK ist zurzeit in folgenden Ländern aktiv (* steht für Geschäfte im Franchise-Betrieb; Stand: 19. März 2014):[1]

Kritik[Bearbeiten]

Skulptur mit Firmenzeichen vor der Firmenzentrale von JYSK in Brabrand, Dänemark

Seit Mitte 2009 sind die Zentrallager des Dänischen Bettenlagers Deutschland (unter dem Namen Bettenwelt) in die Kritik der Medien geraten. Zeitgleich mit der Schaffung einer Stabsstelle in der Internationalen Logistik und ihrer Besetzung mit einem ehemaligen Lidl-Manager wurden vermehrt Leiharbeitsfirmen in den Zentrallagern eingesetzt. Die Leiharbeiter übernehmen größtenteils die Kommissionierarbeiten des Stammpersonals. Außerdem gibt es weiterhin in den Zentrallagern - im Unterschied zu den übrigen Konzernteilen - kein nach Tarif bezahltes Stammpersonal.[2]

Im Juli 2009 gingen große Teile der gewerblichen und kaufmännischen Mitarbeiter im Standort Homberg für die geforderte Tarifzugehörigkeit in einen Warnstreik.[3] Die Fronten zwischen Betriebsleitung und Betriebsrat haben sich laut Hessische/Niedersächsische Allgemeine[4] verhärtet, zuletzt wurden fristlose Kündigungen gegen Betriebsratsmitglieder des Standortes Homberg/Efze ausgesprochen. Die gerichtliche Auseinandersetzung ist bisher nicht abgeschlossen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filialübersicht Dänisches Bettenlager, abgerufen am 13. September 2010
  2. Verdi kritisiert Leiharbeit und Dumpinglöhne bei der Dänischen Bettenwelt hna.de, abgerufen am 7. Januar 2014
  3. Alles wird teurer, sie nicht nh24.de, 1. Juli 2009, abgerufen am 7. Januar 2014
  4. Bettenwelt will vier Betriebsräten fristlos kündigen. Vorwurf: Beleidigung (Version vom 1. August 2012 im Webarchiv Archive.today) hna.de, abgerufen am 23. Februar 2011
  5. Siehe auch Johann Stoll: Bettenwelt. Starke Firma mit Schwächen Augsburger Allgemeine online, 10. Juni 2013, abgerufen am 7. Januar 2014