Jaap Schroeder

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Jaap Schroeder (* 31. Dezember 1925 in Amsterdam) ist ein niederländischer Violinist und Dirigent.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Jaap Schroeder studierte Violine bei Jos de Clerck, am Konservatorium seiner Heimatstadt und später in Paris an der École Jacques Thibaud bei Joseph Calvet (1897–1984) und Jean Pasquier (1904–1992), außerdem studierte er Musikwissenschaften an der Pariser Sorbonne. Nach der Ausbildung war er Konzertmeister beim Kammerorchester von Radio Hilversum. Gleichzeitig regten befreundete Musiker ihn an, mit ihnen das „Nederlands Strijkkwartet“ zu gründen, mit diesem Streichquartett gab er zahlreiche Konzerte in Europa und Nordamerika. 1960 gründete er das Ensemble „Concerto Amsterdam“, dessen Leiter er wurde. Die Konversion des Ensembles in ein Barockorchester erfolgte etwa 1969 [1].

So verfolgte er während 17 Jahren die Laufbahn eines klassischen Geigers, bis er, inzwischen zum Kreis von Musikern um Frans Brüggen und Gustav Leonhardt gehörend, sich ab Ende der 1960er Jahre intensiv mit der Barockvioline und der historischen Aufführungspraxis auseinandersetzte. 1973 erhielt er die Einladung, an der Schola Cantorum Basiliensis eine Klasse für Barockvioline zu gründen. 1975 gründete er das "Esterházy Quartett" welches bis 1981 bestehend, auf Originalinstrumenten musizierte. 1981 berief ihn Christopher Hogwood als Konzertmeister der Academy of Ancient Music [2].

1982 wurde er für sechs Jahre zum Gastleiter der neu gegründeten "Smithsonian Chamber Players" in Washington berufen.

Jaap Schroeder unterrichtete an zahlreichen Musikfakultäten amerikanischer Universitäten, so an der Yale University, der Virginia und Maryland Hochschule, sowie am Peabody Conservatory, der Banff School of the Arts und dem Konservatorium der Stadt Luxemburg. Er widmete sich intensiv der Wiederentdeckung der vergessenen Violinliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts. Schroeder ist regelmäßig Gastdirigent bei führenden Kammerensembles.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Jaap Schroeder: „Bach's Solo Violin Works, A Performer's Guide“ Yale University Press (September, 2007) ISBN 9780300124668

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Notiz auf Otto's Baroque Musick (webradio) (abgerufen am 13. März 2012)
  2. Lebenslauf auf der Webseite der Smithsonian Chamber Music (in englischer Sprache, abgerufen am 13. März 2012)