Jabalpur

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Jabalpur
Jabalpur (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Madhya Pradesh
Distrikt: Jabalpur
Lage: 23° 11′ N, 79° 56′ O23.17611111111179.938333333333411Koordinaten: 23° 11′ N, 79° 56′ O
Höhe: 411 m
Einwohner:
– Agglomeration:
1.054.336 (2011)[1]
1.267.564 (2011)[2]
Hanumantal-Bada-Jain-Tempel-Komplex
Hanumantal-Bada-Jain-Tempel-Komplex

d1

Jabalpur (Hindi: जबलपुर), auch Sanskaardhaani und früher anglisierend Jubbulpore genannt, ist die drittgrößte Stadt im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Sie liegt im nördlichen Dekkan und hat etwa eine Million Einwohner (Volkszählung 2011). Sie hat zwei Universitäten, ist katholischer Bischofssitz sowie Industrie- und Militärstandort.

Etymologie[Bearbeiten]

Es gibt keinen Konsens über die Herkunft des Namens Jabalpur. Einige Wissenschaftler vertreten die These, der Name basiere auf dem Arabischen Jabal (arabisch ‏جبل‎, DMG ğabal), was soviel wie Berg oder Hügel bedeutet. Eine andere Erklärung basiert auf dem Term Jauli Pattala, welcher in einigen post-Gupta und Kalchuri Inschriften in der Region gefunden wurde. Der Begriff bezieht sich auf eine von einem Kalchuri-Herrscher, dessen Frau aus Zabulistan stammte, gegründete Stadt um Menschen aus Zabulistan anzusiedeln. Jabalpur wird oft als Jablipattan (Hindi: जाबालिपत्तन Jābālipattan) oder auch Jabalipuram (Hindi: जाबालिपुरम Jābālipuram), nach dem weisen Jaabaali aus dem Epos Ramayana bezeichnet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung von Jabalpur besteht hauptsächlich aus Hindus (etwa 65 %), Jains (etwa 20 %) und Moslems (etwa 13 %); die restlichen 2 % entfallen auf Sikhs, Christen und Buddhisten. Wie bei Volkszählungen in Indien üblich übersteigt der männliche Bevölkerungsteil den weiblichen um etwa 10 %. Man spricht Hindi.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kalachuri bestimmten im 9. Jahrhundert den Ort Trupuri, am Rande der heutigen Stadt gelegen, zur Hauptstadt ihres Königreiches. Ab dem 13.Jahrhundert war die Stadt Teil des Königreichs der Gond bis zum Untergang ihres Reiches im Jahr 1780. Die Stadt fiel daraufhin an die Marathen, die die Stadt Jabbalgarh nannten. Nach der Niederlage gegen die Ostindien-Kompanie im dritten Marathenkrieg (1818) ging die Hoheit über die Stadt an die Briten über.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Shiva-Statue
  • Im Jahre 2006 wurde eine ca. 22 m hohe Shiva-Statue fertiggestellt. Sie zeigt den auf einem Tigerfell sitzenden meditierenden Gott mit Dreizack (trishula) und Sanduhrtrommel (damaru) in der rechten erhobenen Hand; die linke hält eine Gebetskette (mala). Um seinen Hals windet sich eine Kobra-Schlange; sein Haar ist zu einer Flechtenkrone aufgebunden – aus ihr ragt seitlich eine Mondsichel (chandra) heraus.
  • Der aus dem 18. Jahrhundert stammende und aus 22 Einzeltempeln bestehende Hanumantal-Bada-Jain-Tempel-Komplex befindet sich an einem See in der Nähe des Stadtzentrums.
  • Das 1964 eingeweihte Rani Durgavati Museum beherbergt eine sehenswerte Sammlung mittelalterlicher Skulpturen.
  • Auf einer Anhöhe oberhalb der Stadt steht das kleine Madan-Mahal-Fort – ein Bau aus dem 17. Jahrhundert im Indo-islamischen Stil.
  • Am Stadtrand von Jabalpur steht der 225 Meter hohe Fernsehturm Katanga.
Umgebung

Beliebte Ausflugsziele sind die etwa 18 km westlich gelegenen Marble Rocks, ein Felsdurchbruch des Narmada River bei Bhedaghat, und der in der Nähe befindliche Chausath-Yogini-Tempel (Bhedaghat).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jabalpur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Cities having population 1 lakh and above. (PDF; 154 kB)
  2. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Urban Agglomerations/Cities having population 1 lakh and above. (PDF; 141 kB)