Jack Baldwin

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Sir Jack E. Baldwin (* 1938 in London) ist ein englischer Chemiker und emeritierter Waynflete Professor für Organische Chemie der Universität Oxford.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Baldwin studierte am Imperial College in London und promovierte 1964 im Arbeitskreis des Nobelpreisträgers Sir Derek Barton über die Strukturaufklärung von Byssochlamsäure, eines charakteristischen Stoffwechselproduktes von Byssochlamys fulva. 1967 ging Baldwin an die Pennsylvania State University als Assistant Professor of Chemistry. Im Jahr 1970 wechselte er an das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er 1971 Professor für Organische Chemie wurde. Die Jahre bis 1978 verbrachte er die meist am MIT, wo er sein bedeutendste Entdeckung, die Baldwin-Regeln für Ringschlussreaktionen veröffentlichte.

Die Royal Society of Chemistry zeichnete ihn 1973 mit der Corday-Morgan-Medaille aus. Fünf Jahre später wurde er als Fellow in die Royal Society aufgenommen und nahm einem Ruf auf die Stelle als Waynflete Professor of Chemistry an der Universität Oxford an, wo er 27 Jahre bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 blieb. Er wurde 1997 mit dem Ritterschlag geadelt.

In Anerkennung seiner Arbeit über die Synthese und Biosynthese, besonders der β-Lactam-Antibiotika und der damit verbundenen biosynthetischen Problemen beim Studium der Enzymologie des Prozesses und der Ableitung der Kristallstruktur der Isopenicillin-N-Synthase wurde Baldwin mit der Leverhulme-Medaille ausgezeichnet.

Obwohl inzwischen emeritiert, ist Baldwin noch mit einer Forschungsgruppe an der Universität Oxford aktiv. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der sogenannten Biomimetischen Chemie.

Weblinks[Bearbeiten]