Jack Carson

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Jack Carson (* 27. Oktober 1910 in Carman, Manitoba als John Elmer Carson; † 2. Januar 1963 in Encino, Kalifornien) war ein kanadisch-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Jack Carson wurde im kanadischen Carman als Sohn von Elmer und Elsa Carson geboren. Nur wenig später zog die Familie nach Milwaukee in die Vereinigten Staaten, wo Jack ebenfalls die Highschool besuchte. Während seiner Studienzeit am Carleton College entdeckte Carson erstmals sein Intresse für Schauspielerei. Der hochgewachsene, bullige Schauspieler stand in seinem ersten Stück als Herkules auf der Bühne, doch stürzte er versehentlich mit einer Reihe von Requisiten hin. Sein Freund Dave Willock (1909-1990) sah diese unfreiwillig komische Einlage und gründete mit ihm den komödiantischen Vaudeville-Akt „Willock and Carson“.[1] 1936 zog es die jungen Schauspieler nach Hollywood und 1937 gab er sein Filmdebüt als Gasttankstellenwart an der Seite von Henry Fonda in dem Film Gehetzt. In seinen ersten Filmen in Hollywood erhielt er meistens nur Komparsenrollen, doch Ende der 1930er-Jahre etalbierte er sich als erfolgreicher Nebendarsteller. Nebenbei war er zusammen mit Willock im Radioprogramm von Bing Crosby erfolgreich. Eine seiner ersten besseren Rollen hatte er neben Marlene Dietrich und James Stewart in dem Western Der große Bluff.

Jack Carsons Spezialität waren komische Nebenrollen: Häufig verkörperte er gutmütige, aber witzelnde und nicht allzu intelligente oder ernsthafte Figuren. In Arsen und Spitzenhäubchen (1944) spielte er etwa einen unerfahrenen Polizisten, welcher sich hauptsächlich auf das Schreiben eines Stückes konzentriert, während mörderische Geschehnisse vor seiner Nase passieren. Weitere Komödien mit Carson waren Alfred Hitchcocks Mr. und Mrs. Smith aus dem Jahre 1941 sowie Zaubernächte in Rio von 1948, wo er eine seiner seltenen Hauptrollen spielte. In einer Reihe von Filmen bei Warner Bros. wurde Carson mit Dennis Morgan als Komikerduo gepaart, in der - vergeblichen - Hoffnung, den Erfolg des Duos Bing Crosby und Bob Hope nachmachen zu können. Eine seiner ernsteren Rollen hatte er während dieser Zeit als Verehrer von Joan Crawford im Filmdrama Solange ein Herz schlägt (1946) von Michael Curtiz.

In den 1950er Jahren drehte er zunehmend Filme und war stattdessen am Broadway und vor allem im aufkommenden Fernsehen zu sehen. 1954 brach er mit seinem Leinwandimage, als er einen skrupellosen Presseagenten in Ein neuer Stern am Himmel verkörperte und überraschte damit viele Kritiker.[2] Einen seiner letzten Filmauftritte hatte er als Bruder von Paul Newman im Drama Die Katze auf dem heißen Blechdach aus dem Jahr 1958.

Carson war viermal verheiratet, unter anderem mit den Schauspielerinnen Kay St. Germain Wells (1941–1950) und Lola Albright (1952–1958). Sein Bruder war der Schauspieler Robert Carson. Jack Carson starb 1963 im Alter von 52 Jahren an einem Magenkarzinom. Er hat einen Stern auf dem Walk of Fame (1560 Vine Street).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://jackcarson.atspace.com/life.html
  2. http://jackcarson.atspace.com/life.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jack Carson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien