Jack Greene

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Jack Greene

Jack Henry Greene (* 7. Januar 1930 in Maryville, Tennessee; † 14. März 2013 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Musiker und -Sänger. Seine größten Erfolge waren There Goes My Everything und All the Time.

Leben[Bearbeiten]

Der aus dem ländlichen Tennessee stammende Jack Greene spielte als Schlagzeuger und Gitarrist in verschiedenen Bands seit Ende der 1940er Jahre, bevor ein zweijähriger Militärdienst seine Karriere unterbrach. Nach der Rückkehr ins Zivilleben 1952 schloss er sich den Peachtree Cowboys an, mit denen er fast ein Jahrzehnt lang zusammenblieb.[1]

1962 suchte Ernest Tubb einen Musiker für seine Begleitband Texas Troubadours. Greene setzte sich gegen eine Vielzahl von Bewerbern durch, nicht zuletzt aufgrund seiner Vielseitigkeit. Dank seiner Körpergröße wurde das Publikum schnell auf das neue Bandmitglied aufmerksam. Bald war er als der "Jolly Greene Giant" ("fröhlicher grüner Riese") bekannt.[2]

Als Mitglied der Troubadours hatte Greene Gelegenheit zu zahlreichen Auftritten in der Grand Ole Opry. 1964 wählte ihn Dottie West für den Song Love Is No Excuse als Duettpartner. Ernest Tubb gab ihm mehrfach Gelegenheit, sich als Lead-Sänger zu profilieren. Ein von ihm gesungener Titel, The Last Letter, wurde derartig oft nachgefragt, dass Decca ihn als Single veröffentlichte. Mit diesem Titel gelang Greene seine erste Platzierung in den Top 10 der Country-Charts.[3]

Den endgültigen Durchbruch schaffte Greene 1967, als ihm mit There Goes My Everything[4] sein erster Nummer-1-Hit gelang. Der Dallas-Frazier-Song hielt sich sieben Wochen an der Spitze der Country-Charts und wurde von der CMA zur Single des Jahres gewählt. Außerdem wurde Jack Greene als bester Sänger des Jahres ausgezeichnet. In den Billboard Pop-Charts erreichte die Single Platz 65.[5] Es war sein einziger Song, der sich in der Pop-Hitparade platzieren konnte. Das gleichnamige Album war Greenes einzige Platzierung in den Top 100 der LP-Charts, wo das Album Platz 66 erreichte.[6] Im Country-Bereich hatte er jedoch weiterhin großen Erfolg.

1967 gelang ihm mit All the Time ein weiterer Nummer-1-Hit. Am 23. Dezember 1967 wurde Greene reguläres Mitglied der „Grand Ole Opry“. Sein Mentor Ernest Tubb führte ihn persönlich in die Show ein. 1968 setzte Green seine Erfolgsserie mit You Are My Treasure fort, das im April 1968 die Spitze der Country-Charts erreichte.[7] Seine letzten Platzierungen an der Spitze der Country-Charts gelangen ihm 1969 mit Until My Dreams Come True[8] und Statue Of A Fool[9]

1969 tat er sich mit Jeannie Seely zusammen, die zuvor Mitglied seiner Begleitband war. In den 1970er Jahren konnten die beiden eine Reihe von kleineren Country-Hits verbuchen und traten regelmäßig in der Opry auf. Ihr größter Erfolg war 1970 Wish I Didn’t Have to Miss You, der bis auf Platz Drei der Country-Charts vorrückte und Greenes letzte Notierung in den Top 10 der Country-Charts war. Mit ihrer Begleitband „The Jolly Giants“ gaben sie 1972 als erste Countryband ein Konzert in der Rooftop Lounge des „King Of The Road Hotels“ in Nashville und 1974 ein Konzert im „Madison Square Garden“ in New York. Die Zusammenarbeit von Greene und Seely dauerte bis Ende des Jahrzehnts. Zuletzt wurde sie von einer vierköpfigen Band, die sich „The Renegades“ nannten, begleitet.[10] 1979 wechselte Greene zum Frontline-Label, wo er Anfang der 1980er Jahre noch einige kleinere Hits hatte.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Label Anmerkung
1964 Ernest Tubb Presents The Texas Troubadours Decca
1966 There Goes My Everything Decca 74 845
1967 All The Time Decca
1967 What Locks The Door Decca
1968 You Are My Treasure Decca 74 979
1968 Love Takes Care Of Me Decca
1969 Until My Dreams Come True Decca
1969 Statue Of A Fool Decca
1969 Back In The Arms Of Love Decca
1970 Wish I Didn't Have To Miss You Decca
1970 Lord Is That Me Decca
1971 I Am Not Alone Decca
1971 There's A Whole Lot About A Woman A Man Don't Know Decca
1971 Greene Country Decca
1972 Two For The Show Decca
1973 Love Stories Coral
1980 Yours For The Taking Frontline

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Org. Award Titel
1967 CMA Album Of The Year "There Goes My Everything"
1967 CMA Male Vocalist Of The Year
1967 CMA Single Of The Year "There Goes My Everything"

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stambler, Irwin / Landon, Grelun: Encyclopedia Of Folk, Country And Western Music. New York / London: St. Martin’s Press, 1969, S. 114
  2. Shestack, Melvin: The Country Music Encyclopaedia. London: Omnibus Press, 1977, S. 90
  3. Stambler, Irwin / Landon, Grelun: Encyclopedia Of Folk, Country And Western Music. New York / London: St. Martin’s Press, 1969, S. 115
  4. Katalognummer Decca 32023
  5. Whitburn, Joel: Top Pop Singles 1955-1993. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 254
  6. Whitburn, Joel: Top Pop Albums 1955-1996. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1996, S. 319
  7. Text und Musik: Cindy Walker; Produzent: Owen Bradley; Katalognummer Decca 32261; Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York City / New York: Billboard Books; London: Guinness Publishing Ltd., 1991, S. 5f
  8. Text und Musik: Dallas Frazier; Produzent: Owen Bradley; Katalognummer Decca 32423; Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York City / New York: Billboard Books; London:Guinness Publishing Ltd., 1991, S. 18f
  9. Text und Musik: Jan Crutchfield; Produzent: Owen Bradley; Katalognummer Decca 32490; Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York City / New York: Billboard Books; London:Guinness Publishing Ltd., 1991, S. 25f
  10. Dellar, Fred / Thompson, Roy: The Illustrated Encyclopedia Of Country Music. Vorwort von Roy Acuff. London: Salamander Books, 1977, S. 101

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jack Greene – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien