Jack London

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Dieser Artikel behandelt den Schriftsteller; für den Leichtathleten siehe Jack London (Leichtathlet).
Jack London 1900
Signatur von Jack London

Jack London (* 12. Januar 1876 in San Francisco als John Griffith Chaney; † 22. November 1916 in Glen Ellen, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Er erlangte vor allem Bekanntheit durch seine Abenteuerromane Ruf der Wildnis und Wolfsblut sowie durch den mehrfach verfilmten Abenteuerroman Der Seewolf und den autobiographisch beeinflussten Roman Martin Eden. Diese Werke geben gleichzeitig eine Übersicht über die geographischen Räume, die er kannte: den arktischen Norden Nordamerikas (Klondike) zur Zeit des Goldrausches, Kalifornien und den Pazifik bzw. die Seefahrt auf diesem Ozean. Als erfolgreicher Schriftsteller bekannte London sich in seinen politischen Essays, geprägt durch harte Erfahrungen in der Kindheit, häufig zu den unteren Schichten der Gesellschaft und offen zum Sozialismus, wenn auch sehr eigener Prägung. Er war bis kurz vor seinem Tod Mitglied der Socialist Party der Vereinigten Staaten und hatte sich 1901 für diese Partei erfolglos um das Amt des Bürgermeisters von Oakland beworben.[1] Sein literarisches Werk wurde international erfolgreich und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Gedenktafel an der Stelle von Londons Geburtshaus in San Francisco, Ecke 3rd Street und Brennan

London wurde in San Francisco als nichteheliches Kind von Flora Wellman (1843–1922), die aus gutbürgerlichem Hause stammte,[2] und dem unstet lebenden Philosophen, Astrologen und Wanderprediger[3] William Henry Chaney (1821–1903) geboren; dieser hatte sich den Beinamen „Professor“ gegeben. Chaney bestritt allerdings später dem 21-jährigen London gegenüber auf dessen briefliche Anfrage seine Vaterschaft, da er zeugungsunfähig sei. Londons Biografen gehen heute fast einhellig von Chaneys Vaterschaft aus,[4] eindeutig belegbar ist sie nach Quellenlage nicht.

Die Zeitung „San Francisco Chronicle“ berichtete am 4. Juni 1875, dass Chaney unter dramatischen Umständen Flora Wellmann, die ebenfalls dem Spiritismus zugeneigt war, aus dem Haus gejagt habe, weil sie einer Abtreibung nicht zustimmen mochte. Daraufhin beging sie einen Selbstmordversuch, indem sie eine Überdosis Opium nahm und sich in die Schläfe schoss; sie konnte jedoch gerettet werden.

Am 7. September 1876 heiratete Flora Wellman den aus Pennsylvania stammenden Kriegsveteranen, Zimmermann, zeitweiligen Geschäftsmann und Farmer John London, der sich auch als Verkäufer von Nähmaschinen betätigte. Das Ehepaar zog nach Oakland, wo John London einen Kolonialwarenladen eröffnete.[5] Der Stiefvater erkannte den Jungen als seinen Sohn an, wodurch dieser dessen Nachnamen London erhielt. Die Familie lebte meist in ärmlichen Verhältnissen und zog in den folgenden Jahren innerhalb der San Francisco Bay Area mehrmals um, da John London wiederholt versuchte, auf neuen Grundstücken sein Glück als Farmer zu machen; all diese Versuche scheiterten.

1886 zog die Familie endgültig nach Oakland zurück. John London war zu dieser Zeit weitgehend invalid, und seine Frau sowie der junge Jack London mussten zum Einkommen der Familie beitragen. Er lebte in dieser Zeit meist im Haushalt der ehemaligen Sklavin Virginia Prentiss, die so etwas wie die – von Mutter Flora bezahlte – Ziehmutter des Jungen und eine prägendere Bezugsperson seiner Kindheit als die leibliche Mutter wurde.[6] Beide „Mütter“ sollten Jack London überleben. In ihren letzten Lebensjahren lebten die beiden Frauen in einem gemeinsamen Haushalt.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

London im Alter von neun Jahren mit seinem Hund Rollo, 1885

Jack London musste bereits als Kind unter anderem als Zeitungsjunge, Helfer in einem Wirtshaus und als Arbeiter in einer Konservenfabrik zum Familieneinkommen beitragen. Mit 13 Jahren verließ London die Highschool und wurde in den Arbeitsalltag eingespannt. Kinderarbeit gab es in den Vereinigten Staaten noch im Jahr 1900 für zwei Millionen Kinder unter 16 Jahren, die Arbeiten auf dem Land oder in Fabriken verrichteten. Gesundheitsschäden waren programmiert. Erst 1905 wurden Gesetze erlassen, die das Elend etwas verringerten.

Bereits als Kind las er Romane, vor allem aus öffentlichen Bibliotheken. Einer seiner ersten Einflüsse war die englische Schriftstellerin Ouida. Seine große Förderin wurde die später in San Francisco berühmte amerikanische Schriftstellerin Ina Coolbrith, die zu jener Zeit als Bibliothekarin an der Stadtbibliothek von Oakland angestellt war; sie beriet den lese- und bildungshungrigen jungen London bei der Wahl seiner Lektüre, nahm seine Bemühungen um Bildung ernst und ermutigte ihn in seinem Selbststudium. In einem Brief aus dem Jahr 1901 bezeichnet er Coolbrith als die wichtigste geistige Bezugsperson in dieser Zeit seines Lebens und nennt sie seine „Göttin“.[7]

Mit 15 Jahren kaufte er sich von geborgtem Geld ein Schiff, wurde der jüngste Austernpirat in der Bucht von San Francisco und verkaufte seine Ware auf dem Markt von Oakland; das illegale Abernten von Austern zu Handelszwecken genoss in der an Austern reichen Bay Area den Zuspruch der Bevölkerung und wurde von den Behörden meist toleriert.[8] Nachdem sein Schiff von einer mit ihm und seinem Team verfeindeten Gruppe von Austernpiraten angezündet und versenkt worden war, schloss sich London der Fischereipolizei der Bay Area als freiwilliges Mitglied im Kampf gegen illegale chinesische Garnelenfänger und griechische Lachswilderer an; diese Tätigkeit beendete er mit 17 Jahren.[9]

Nach einiger Zeit auf See, unter anderem als Robbenjäger auf einer Reise nach Japan und als obdachloser Hobo, holte London seinen Highschool-Abschluss nach. 1896/97 studierte er an der Universität von Berkeley, nachdem er die als anspruchsvoll geltende Aufnahmeprüfung bestanden hatte. Er brach das Studium aber nach nur einem Studienabschnitt ab und erlangte nie einen Hochschulabschluss.

Goldrausch, schriftstellerischer Erfolg[Bearbeiten]

Nachbildung von Jack Londons Hütte bei Stewart Island (1898) in Dawson am Yukon River

In Kalifornien waren Nachrichten von Goldfunden am Klondike River eingetroffen. Das Goldfieber erfasste ihn, und er segelte am 25. Juli 1897 gemeinsam mit seinem Schwager James Shepard – dem Ehemann seiner Stiefschwester Eliza aus John Londons erster Ehe[10] – und anderen Abenteuerlustigen nach Norden. Jack London versuchte sich kurzfristig erfolglos als Goldsucher in Yukon. Kurz darauf wurde er, mittellos nach Kalifornien zurückgekehrt, vor allem durch seine Tiergeschichten und seine Erzählungen vom harten Leben einfacher Menschen zur Berühmtheit und zum Bestsellerautor. Er bekam jedoch rund 100 Absagen von Zeitungen und Verlegern, bevor er seinen ersten Band Kurzgeschichten veröffentlichen konnte. Die Storys trafen den Nerv der Zeit und waren ein großer Erfolg.

Goldsucher warten auf die Registrierung ihrer Claims

Durch seine in kurzer Folge veröffentlichten Romane, Reportagen und Artikelserien wurde er in sehr kurzer Zeit wohlhabend. Von den Einnahmen seines Schreibens ließ er sich eine Yacht nach eigenen Entwürfen bauen, mit der er mehrere lange Seereisen unternahm. Er kam mit seiner Snark beispielsweise über Hawaii und die Südsee bis nach Australien, wo er sich wegen einer Erkrankung mehrere Monate im Krankenhaus kurieren lassen musste. Nachdem er als Schriftsteller und Journalist berühmt geworden war, erhielt er zahlreiche lukrative Aufträge, lebte unter anderem als Undercover-Reporter monatelang in einem Elendsviertel von London und geriet als Korrespondent im russisch-japanischen Krieg in Gefangenschaft.

1906 erlebte er das Jahrhundert-Erdbeben von San Francisco mit und verfasste darüber einen Augenzeugenbericht als Sonderkorrespondent für das Wochenmagazin Collier's.[11] 1910 zog er sich mit seiner Frau auf eine von ihm gekaufte Farm in Sonoma County zurück, die er Beauty Ranch nannte und die heute als Museum im Originalzustand erhalten ist.[12] Dort wollte er eine dem modernen, industrialisierten, entfremdeten Leben möglichst ferne, „natürliche“ Existenz führen. Das hinderte ihn nicht daran, zum Beispiel Schweinezucht im großen Stil mit Ausrichtung auf Prämierung im öffentlichen Wettbewerb (was ihm gelang) zu betreiben.[12] Jack London sah sich zeitlebens eher als Landwirt denn als Schriftsteller. Er gab an, das Schreiben lediglich als Brotberuf zur Aufrechterhaltung seiner Ranch zu betreiben; diese betrachtete er als sein Lebenswerk.[13]

Jack London 1914

In seinem 1913 veröffentlichten autobiographischen Roman John Barleycorn oder (dt.) König Alkohol thematisierte London seine Alkoholkrankheit. Er behauptete in diesem Buch zwar, Zeit seines Lebens Alkohol in großen Mengen getrunken zu haben, jedoch ohne jeden Genuss. Wie glaubwürdig diese Aussage ist, ist umstritten. Die Hauptthese des Buches ist, dass Alkohol ein Dämon ist, der qua Konvention Männern erlaubt, gesellig zu sein, sie letztlich aber in die Sucht führt und vernichtet. Von den Frauen hingegen erhoffte sich London mittels des Frauenwahlrechts ein Verbot des Alkohols und neue Formen der suchtfreien Geselligkeit. Es war ihm aber nicht klar, wie dies konkret aussehen könnte, was umso mehr auffällt, da sich London über Formen weiblicher Geselligkeit in dem Buch sehr abfällig äußert. London jedenfalls war seit dieser Zeit und bis zu seinem Lebensende ein Befürworter der Prohibition, die landesweit in den USA erst nach seinem Tod politisch verwirklicht wurde.

Privatleben[Bearbeiten]

Jack London war zweimal verheiratet: Von 1900 bis 1904 in erster Ehe mit Elizabeth „Bess“ Maddern und in zweiter Ehe seit 1905 mit Charmian Kittredge. Der ersten Ehe mit Jugendfreundin Elizabeth entstammten die Töchter Joan und Bessie „Becky“. Die Familie lebte zeitweise im kalifornischen Piedmont, wo London während dieser Zeit einen seiner berühmtesten Romane, Ruf der Wildnis, zu Papier brachte. Die Ehe wurde nicht glücklich; London, der mehrere außereheliche Beziehungen pflegte, litt vor allem unter der puritanischen Grundeinstellung seiner Ehefrau, Bess hingegen unter den Alkohol- und Fraueneskapaden ihres Mannes; 1903 verließ Jack London die Familie und übersiedelte nach San Francisco. In San Francisco lernte er über gemeinsame Freunde die fünf Jahre ältere, lebenslustige und gebildete Hotelierstochter, ausgebildete Pianistin und Verlagssekretärin Charmian Kittredge kennen. Die kinderlose Verbindung wurde äußerst glücklich und dauerte bis zu Jack Londons Tod; das Paar führte im beiderseitigen Einvernehmen eine sogenannte Offene Ehe und galt nach Übereinkunft sämtlicher seriöser Biografen als ideale Lebensverbindung. Charmian überlebte Jack um fast 40 Jahre, ging keine weitere Ehe ein und ließ ihre Asche neben der ihres verstorbenen Gatten unter einem Felsbrocken bei Glen Ellen im heutigen Jack London Historic Park beisetzen.[14]

Tod[Bearbeiten]

Grabstelle von Jack und Charmian London auf dem Gelände ihrer Farm

Jack London starb im Alter von vierzig Jahren auf seiner Farm in Glen Ellen, Sonoma County. Die früher weithin vertretene Auffassung, London habe seinem Leben selbst ein Ende gesetzt, gilt heute als umstritten. Einiges spricht für eine Harnvergiftung als Todesursache: Jack London litt in den letzten Lebensjahren an einer Niereninsuffizienz und hatte sich zuvor wegen anderer gesundheitlicher Probleme bereits mehreren Operationen unterziehen müssen. Möglicherweise trug auch sein Alkoholmissbrauch oder das schmerzlindernde Morphin, das er zuletzt nahm, zu seinem Tode bei. Manche Biografen vermuten, sein Kreislauf habe wegen der gesamten gesundheitlichen Belastungen versagt.

Für einen Selbstmord Londons könnte hingegen sprechen, dass London in seinen letzten Jahren an Depressionen litt – wofür es außer autobiografischen Zeugnissen auch mehrere Belege Dritter gibt – und dass er in seinem Buch John Barleycorn wie auch in anderen, autobiografisch gefärbten Erzählwerken wiederholt berichtet, dass er unter Einfluss von Alkohol mehrmals versucht habe, sich das Leben zu nehmen.

Für beide Hypothesen gibt es Indizien. Die Ursache seines frühen Todes ist aber letztlich ungeklärt.

Nachlass und Erbe[Bearbeiten]

Nach Jack Londons Tod wurde Charmian London Haupterbin und Nachlassverwalterin des Vermögens ihres Mannes. Für die Töchter, Mutter Flora, Schwester Eliza und seine alte Nanny Virginia wurde allerdings finanziell gesorgt. Ex-Ehefrau Bess hinterließ Jack London exakt 5$ und das lebenslange Wohnrecht am ehemals gemeinsam bewohnten Haus in Oakland.[15] Die Witwe verwaltete die literarische Hinterlassenschaft ihres Mannes, während sich Londons Stiefschwester Eliza Shepard, mit der sowohl Jack als auch Charmian London ein enges Vertrauensverhältnis gepflegt hatten, gemeinsam mit ihrem Sohn und dessen Familie um die Bewirtschaftung der Farm kümmerte.[16] Nach Charmian Londons Tod – Eliza war bereits vor ihr gestorben – erbten die Shepards ihr gesamtes Vermögen. Deswegen gibt es bis heute Verwerfungen zwischen den Shepards und den Abbotts (Nachkommen von Jack Londons Tochter Joan), die sich weiterhin als Jack Londons rechtmäßige Erben sehen.[17]

Zum Werk[Bearbeiten]

Seine Ansichten kommen in verschiedenen seiner Schriften (z. B. Die eiserne Ferse, Martin Eden) zum Tragen. Jack Londons sozialistische Grundhaltung mischt sich dabei auf aus heutiger Sicht eigenwillige, jedoch zeittypische Weise mit sozialdarwinistischen Ansichten. Die arme arbeitende Bevölkerung ist in Londons Weltsicht zwar roh und unkultiviert, in ihrer unbändigen, oft barbarischen Lebenskraft jedoch der dekadenten Ober- und Mittelschicht entschieden überlegen. Im Seewolf tritt diese Thematik besonders deutlich hervor – ein kultivierter, verweichlichter Protagonist trifft auf einen „wilden“ (obgleich gebildeten) Menschen.

Auch in Ruf der Wildnis und in Wolfsblut tritt dieser Konflikt zwischen Natur und Kultur auf. Hier wählt Jack London das Spannungspaar WolfHund, wobei sich im Wolfsrudel die Vitalität der Natur paart mit der harten Auslese im Kollektiv, gegen die der domestizierte und dadurch dekadent und schwach gewordene Haushund keine Chance hat. Für London stellt dies das Spannungsverhältnis zwischen Natur- und Kulturmensch dar. Eine Problematik, die auch von anderen Schriftstellern um die Wende zum 20. Jahrhundert aufgegriffen wurde. Ein ähnlicher Gegensatz ist beispielsweise auch in Selma Lagerlöfs um diese Zeit veröffentlichtem Roman Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen zu finden, wo sich der Hausgänserich Martin aus seiner ihm vom Menschen anerzogenen Verweichlichung erst lösen und im Schwarm der Wildgänse beweisen muss.

Die Betonung der Weisheit des Kollektivs in gleichermaßen sozialistischer wie sozialdarwinistischer Ausprägung – Sichtweisen, die heute oft als einander ausschließende erscheinen – war um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert als geistige Strömung durchaus verbreitet und wurde öffentlich und in intellektuellen Kreisen weltweit diskutiert. Eine eklektizistische Synthese der Ideen Karl Marx', Darwins, Schopenhauers und Nietzsches waren seinerzeit gerade bei Künstlern nicht selten anzutreffen. Sie finden sich in sehr ähnlicher Ausprägung beispielsweise auch bei dem schwedischen Schriftsteller August Strindberg, einem Zeitgenossen Jack Londons.

Ehrungen[Bearbeiten]

Nach Jack London ist der am 2. Mai 1976 entdeckte Asteroid (2625) benannt.

Werke[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

Einband von The Turtles of Tasman, 1916
  • An der weißen Grenze (A Daughter of the Snows), 1902 (auch: Das Alaska-Mädchen)
  • Frisco Kid (The Cruise of the Dazzler, 1902) (Kalifornien)
  • Ruf der Wildnis (The Call of the Wild, 1903) (Klondike, Hundegeschichte)
  • The Kempton-Wace Letters, 1903 (gemeinsam mit Anna Strunsky)
  • Der Seewolf (The Sea-Wolf, 1904) (Seegeschichte)
  • The Game, 1905 (Preisboxer)
  • Wolfsblut, Weißzahn, der Wolfshund (White Fang, 1906) (Klondike, Kalifornien, Hundegeschichte)
  • Vor Adams Zeiten (Before Adam), 1907 (Frühgeschichte der Menschheit)
  • Die eiserne Ferse (The Iron Heel), 1908 (Antiutopie) komplett in HTML
  • Martin Eden, New York 1909, 2. Ausg. London 1910 (stark autobiografisch)
  • Lockruf des Goldes (Burning Daylight), 1910 (Klondike, ein „Sonoma-County Roman“)
  • The Abysmal Brute, 1911 (Ein Boxer flieht von der Korruption in die Kalifornische Wildnis)
  • Die Insel Berande (Adventure), 1911 (Sklaverei auf den Solomon-Inseln)
  • Ein Sohn der Sonne (A Son of the Sun), 1912 (Südseegeschichten um einen Kaufmann und Abenteurer)
  • Die Scharlachpest (The Scarlet Plague), 1912 (Utopische Erzählung, Menschheit durch Krankheit fast ausgelöscht)
  • Smoke Bellew / Alaska Kid, 1912 (Alaska, Episodenroman aus der Zeit des Goldrauschs am Klondike, naturalistisch)
  • Kid & Co. (Fortsetzung von Alaska Kid)
  • Das Mondtal (The Valley of the Moon, 1913) (London, England und Kalifornier)
  • Die Meuterei auf der Elsinore (The Mutiny of the Elsinore), 1914
  • Die Zwangsjacke (The Star Rover, 1915, auch als The Jacket verlegt) (Strafvollzug/Reinkarnation)
  • Die Herrin des Großen Hauses (The Little Lady of the Big House) 1916 (Kalifornien)
  • The Turtles of Tasman, 1916
  • Jerry der Insulaner (Jerry of the Islands), 1917 (Pazifik, Hundegeschichte)
  • Michael, der Bruder Jerrys (Michael, Brother of Jerry), 1917 (Hundegeschichte, Tierschutz)
  • Der Wolf von Wallstreet (Hearts of Three), 1918
  • Das Mordbüro (The Assassination Bureau Ltd), 1963 (vervollständigt von Robert L. Fish, Thriller)

Kurzgeschichten[Bearbeiten]

Die Kurzgeschichten Jack Londons sind in unterschiedlichen Zusammenstellungen erschienen.

  • Siwash, 1929, (Berlin, Universitas, 1. Auflage)
  • Das Gesetz des Lebens

Tatsachenberichte[Bearbeiten]

  • Die Menschen des Abgrunds (The People of the Abyss)[1], 1903 (Undercover-Reportage über die Londoner Slums)
  • Abenteurer des Schienenstranges (The Road, 1907) (autobiographisch, Landstreicherabenteuer)
  • König Alkohol (John Barleycorn: Alcoholic Memoirs), 1913 (autobiografischer Roman, in dem Jack London von seinem lebenslangen Kampf gegen den Alkohol berichtet), dt. EA 1925 Gyldendalscher Verlag Berlin
  • The Cruise of the Snark, 1913 (Reiseerinnerungen, Pazifik, Hawaii)

Essays / Reden[Bearbeiten]

  • War of the Classes 1905 (Reden zum Sozialismus)
  • Revolution and Other Essays, 1909 (sozialistische Gedanken)
  • The Human Drift, 1917

Filmografie[Bearbeiten]

Eine Auswahl von Filmen, die nach Romanen, Erzählungen oder Motiven von Jack London im Laufe der Filmgeschichte entstanden sind:

Trivia[Bearbeiten]

In einer Episode von Star Trek: Das nächste Jahrhundert (Gefahr aus dem 19. Jahrhundert) wird ein junger Page namens Jack London vorgestellt, dem von Mark Twain nahegelegt wird, Schriftsteller zu werden.

Ebenfalls wird Jack London in den Lucky-Luke-Bänden Der Daily Star und Am Klondike eingeführt.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Christopher McCandless (1968–1992), ein Student aus wohlhabenden Verhältnissen, der unter anderem durch Londons Romane dazu inspiriert wurde, nach Alaska auszuziehen, um dort ein naturbezogenes, autonomes Leben zu führen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jonathan Auerbach: Male call. Becoming Jack London. Durham u. a.: Duke Univ. Press. 1996. ISBN 0-8223-1820-2
  • Thomas Ayck: Jack London. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 7. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. 2000. (= Rowohlts Monographien; 50244) ISBN 3-499-50244-5
  • Robert Barltrop: Jack London. Eine Biographie. Frankfurt am Main u. a.: Ullstein. 1988. (= Ullstein-Buch; 34490; Ullstein-Sachbuch) ISBN 3-548-34490-9
  • Rüdiger Barth, Marc Bielefeld: Jack London. In: Wilde Dichter. Die größten Abenteurer der Weltliteratur. Malik, München 2009. ISBN 978-3-89029-300-4
  • Lois A. Cuddy: Evolution and eugenics in American literature and culture, 1880-1940. Essays on ideological conflict and complicity. Lewisburg, Pa. u. a.: Bucknell University Press u. a. 2003. ISBN 0-8387-5555-0
  • Daniel Osborn Dyer: Jack London. A biography. New York: Scholastic Press. 1997. ISBN 0-590-22216-3
  • Justin D. Edwards: Exotic journeys. Exploring the erotics of U.S. travel literature, 1840-1930. Hanover, NH u. a.: University of New Hampshire. 2001. ISBN 1-584-65115-6
  • Frederick Feied: No pie in the sky. The hobo as American cultural hero in the works of Jack London, John Dos Passos, and Jack Kerouac. San Jose u. a.: Authors Choice Press. 2000. ISBN 0-595-17033-1
  • Christopher Gair: Complicity and resistance in Jack London's novels. From naturalism to nature. Lewiston u. a.: Mellen. 1997. (= Studies in American literature; 22) ISBN 0-7734-8719-0
  • Georg Hartmann: Interpretation und Stundenausarbeitungen zu Jack London. Wolfsblut. Frankfurt am Main: Hirschgraben. 1984. ISBN 3-454-50103-2
  • Rolf Italiaander: Jack London. Berlin: Colloquium. 1978. (= Köpfe des XX. Jahrhunderts; 88) ISBN 3-7678-0445-X
  • Alex Kershaw: Jack London. A life. London: Flamingo. 1998. ISBN 0-00-654848-2
  • Michael Klein: Das weiße Schweigen. Jack Londons Weg durch das Eis. Wien: Zsolnay. 2001. ISBN 3-552-05167-8
  • Michail Krausnick: Jack London. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2006. 192 Seiten. ISBN 3-423-31085-5
  • Charmian London: Jack London. Das Abenteuer eines Lebens. Erzählt von seiner Frau. Berlin: Universitas. 1976. ISBN 3-8004-0827-9
  • Rolf Recknagel: Jack London. Leben und Werk eines Rebellen. Biografie. 4. Aufl. Berlin: Verlag Neues Leben. 1989. ISBN 3-355-00885-0
  • Jeanne Campbell Reesman: Jack London. A study of the short fiction. New York: Twayne. 1999. (= Twayne's studies in short fiction; 75) ISBN 0-8057-1678-5
  • Hinrik Schünemann: Jack London. Bedarfsorientiertes Literaturmarketing in Amerika zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Frankfurt am Main u. a.: Lang. 2000. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 14, Angelsächsische Sprache und Literatur; 363) ISBN 3-631-35808-3
  • Clarice Stasz: Jack London's women. Amherst: University of Massachusetts Press. 2001. ISBN 1-558-49301-8
  • Rebecca Stefoff: Jack London. An American original. Oxford u. a.: Oxford University Press. 2002. ISBN 0-19-512223-2
  • Irving Stone: Zur See und im Sattel. Jack London – ein Leben wie ein Roman. Frankfurt am Main u. a.: Ullstein. 1992. (= Ullstein-Buch; 22780) ISBN 3-548-22780-5
  • Jeanne Campbell Reesman: Jack London's racial lives : a critical biography, Athens, Ga. [u.a.] : University of Georgia Press, 2009, ISBN 978-0-8203-2789-1
  • James L. Haley: Wolf : the lives of Jack London, New York, NY : BasicBooks, 2011, ISBN 978-0-465-02503-9
  • Jennifer Lesieur: Jack London : biographie, Paris : Libretto, 2012, ISBN 978-2-7529-0765-3

Quellen[Bearbeiten]

  1. Über Jack London und die Sozialistische Partei der USA bei kirjasto.sci.fi
  2. Kurzbiografie von Flora Wellman-London bei london.sonona.edu
  3. Michail Krausnick: Jack London, S. 8
  4. John Sutherland: „Introduction to John Barleycorn“. In: John Barleycorn. Oxford University Press, Oxford 1998
  5. Thomas Ayck: Jack London, Rowohlt, Reinbek 2000, S. 15 f
  6. Über die Rolle von „Mammy“ Virginia Prentiss im Leben Jack Londons bei parks.ca.gov
  7. Über Ina Coolbrith und Jack London beim jacklondons net
  8. Thomas Ayck: Jack London, S. 19 ff
  9. Über die Tätigkeit Jack Londons bei der regionalen Fischereipolizei siehe glanzundelend.de
  10. Über Eliza und James Shepard bei london.sonoma.edu
  11. Originaltext von Jack Londons Augenzeugenbericht über das Erdbeben von San Francisco 1906
  12. a b Offizielle Seite von Jack Londons Ranch
  13. Über Jack London und die Beauty Ranch als sein Lebenswerk bei jacklondons.net
  14. Das Grab von Charmian und Jack London bei findagrave.com
  15. Jack Londons letzter Wille bei london.sonoma.edu
  16. Über das Verhältnis von Charmian London zu Eliza Shepard ausführlich bei london.sonoma.edu
  17. Helen Abbott (Ehefrau von Jack Londons verstorbenem Enkel Bart) über Jack London und sein Vermächtnis bei lotter.org

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jack London – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Jack London – Quellen und Volltexte (englisch)