Jack Scott

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Jack Scott (* 24. Januar 1936 in Windsor, Ontario als Giovanni Domenico Scafone Jr.) ist ein kanadischer Rockabilly- und Country-Musiker. Obwohl Scott mit Rockabilly-Songs bekannt wurde, hatte er seine Hits Anfang der 1960er-Jahre oft mit langsamen Country-Balladen.

Leben[Bearbeiten]

Jack Scott wurde in Kanada geboren, wuchs aber seit seinem zehnten Lebensjahr in einem Vorort von Detroit auf. Dort entwickelte er eine Vorliebe für die ländliche Country-Musik. Mit 18 Jahren gründete er seine erste eigene Band, die Southern Drifters.Nachdem Scott die Gruppe drei Jahre lang geführt hatte, wurde er 1957 von ABC-Paramount unter Vertrag genommen. Es war die Zeit des Rockabilly, und so versuchte auch Scott sich an dieser neuen Musik, die eigentlich den ländlichen Südstaaten entstammt.

Seine erste Single Baby, She’s Gone / You Can Bet Your Bottom Dollar, erschien im April 1957 und wurde von der gleichen Hintergrundband begleitet, die später auch seinen ersten Hit mit einspielte. Zudem erhielt er Unterstützung von den Chantones, einem Hintergrundchor, der einen nicht unwesentlichen Anteil an Scotts Erfolg hatte. Seine erste Single wie auch seine zweite Platte Two Timin‘ Woman kamen aber nicht in die Charts, obwohl sie sich regional gut verkauften. Scott verließ ABC-Paramount daher im folgenden Jahr.

Scott hatte 1957 Joe Carlton kennengelernt, der Produzent für ABC war, aber nun sein eigenes Label Carlton Records gründete. Scott ging mit ihm, und bereits seine erste Platte wurde ein Hit. Die A-Seite, die Ballade My True Love, erreichte Platz drei der nationalen Charts, während die Rückseite, der Rockabilly-Titel Leroy, bis auf Platz elf kam. Die Single wurde auch in Großbritannien ein Erfolg, und in den nächsten Jahren hatte Scott immer wieder Hits bei Carlton. Erwähnenswert ist beispielsweise Goodbye Baby, das Platz acht erreichte. Kurz nach Veröffentlichung des Songs wurde Scott zur US Army eingezogen, in der er ein Jahr diente.

1959 wechselte Scott zu Top Rank Records, bei denen er 1960 mit What in the World’s Come Over You seinen nächsten Hit hatte (Platz 5), gefolgt von Burning Bridges auf Platz 3. Diese beiden Singles waren seine letzten großen Hits. 1961 unterzeichnete er bei Capitol Records, konnte aber nur mit kleinen Hits aufwarten. Die nächsten Jahre fuhr er fort, Country-Balladen oder Rock-orientierte Stücke aufzunehmen, die aber alle nur auf die hinteren Plätze der Hitparaden kamen.

1974 hatte er bei Dot Records mit You’re Just Gettin‘ Better seinen letzten Hit. Es war das einzige Mal, dass Scott sich in den Country-Charts platzieren konnte. Seine vorherigen Hits hatten sich alle in den nationalen Pop-Charts wiedergefunden, obwohl seine Balladen stark am Country orientiert waren. Während der 1980er- und 1990er-Jahre begann Scott, auf Rockabilly-Festivals aufzutreten, was er bis heute fortführt. Konzerte führten ihn auch nach Europa, unter anderem auf das Hemsby Rock’n’Roll Weekend. Scott lebt heute in Detroit.

Diskographie[Bearbeiten]

Singles (US)[Bearbeiten]

Jahr Titel Label # Chartposition (Billboard Hot 100)
1957 Baby, She’s Gone / You Can Bet Your Bottom Dollar ABC-Paramount 45-9818
1957 Two Timin‘ Woman / I Need Your Love ABC-Paramount 45-9860
1958 Leroy / My True Love Carlton 462 #11 / #3
1958 Geraldine / With Your Love Carlton 483 #96 / #28
1958 Save My Soul / Goodbye Baby Carlton 493 #73 / #8
1959 I Never Felt Like This / Bella Carlton 504 #78 / -
1959 The Way I Walk / Midgie Carlton 514 #35 / -
1959 There Comes a Time / Baby Marie Carlton 519 #71 / -
1959 Baby Baby / What In The World’s Come Over You Top Rank Int. RA-2028 - / #5
1960 Oh, Little One / Burning Bridges Top Rank Int. RA-2041 - / #3
1960 What Am I Living For / Indiana Waltz Guaranteed 209
1960 Cool Water / It Only Happen Yesterday Top Rank Int. RA-2055 #85 / #38
1960 Go Wild Little Sadie / No One Will Ever Know Guaranteed 211
1960 Old Time Religion / Patsy Top Rank Int. RA-2075 - / #65
1960 Found a Woman / Is There Something On Your Mind? Top Rank Int. RA-2093 - / #89
1961 Now That I / A Little Feeling Capitol 4554 - / #91
1961 Strange Desire / My Dream Come True Capitol 4587 - / #83
1961 One of These Days / Steps One and Two Capitol 4637
1962 Grizzily Bear / Cry, Cry, Cry Capitol 4689
1962 You Only See What You Wanna See / The Part Where I Cry Capitol 4738
1962 Sad Story / I Can’t Your Letters Capitol 4796
1962 If Only / Green Green Valley Capitol 4855
1963 Laugh and The World Laughs With You / Strangers Capitol 4903
1963 My O My O / All I See Is Blue Capitol 4955
1963 Burning Birdges / What In The World’s Come Over You Capitol 6077
1963 There’s Trouble Brewin’ / Jingle Bells Slide Groove 58-0027
1964 I Knew You First / Blue Skies Groove 58-0031
1964 Wiggle On Out / What a Wonderful Night Out Groove 58-0037
1964 Thou Shalt Not See / I Prayed For an Angel Groove 58-0042
1965 Flakey John / Tall Tales Groove 58-0049
1965 I Don’t Believe In Tea Leaves / Separation’s Now Granted RCA Victor 47-8505
1966 I Hope, I Wish, I Think / Looking for Linda RCA Victor 47-8685
1966 Don’t Hush The Laughter / Let’s Learn To Live and Love Again RCA Victor 47-8724
1966 Before The Bird Flies / Insane ABC-Paramount 10843
1966 My Special Angel / I Keep Changin’ My Mind Jubilee 5606
1970 Billy Jack / Mary Marry Me GRT 35
1974 Face To The Wall / May You Never Be Alone Dot 17 475
1974 You’re Just Getting Better / As You Take A Walk Through My Mind Dot 17 504
1976 Spirit of ‘76 (mono) / Spirit of ‘76 (stereo) Ponie 4104-30
1977 Baby She’s Gone / Two Timin’ Woman Ponie 5121-15
1977 Goodbye Baby #2 / Burning Bridges Gusto / Starday 810
1978 Leroy / Go Wild Little Sadie Ponie 6063
1978 Country Witch / Blues Stay Away From Me Ponie 6083-20
1978 What In The World’s Come Over You / ? Panorama 1001
1978 Geraldine / Midgie Ponie 7021-10
1978 There’s Trouble Brewing / Jingle Bell Slide Ponie 7021-11
1978 Wiggle On Out / Flakey John Ponie 7021-12

Alben (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1958: My True Love
  • 1960: What Am I Living For?
  • 1960: What In The World’s Come Over You?
  • 1960: I Remember Hank Williams (UK)
  • 1960: The Spirit Moves Me
  • 1964: Burning Bridges
  • 1974: Scott on Groove (Bear Family)
  • 1979: Here’s Jack Scott (CAN)
  • 1979: Live at the Edge (CAN)
  • 1980: Rock On
  • 1986: Live in Paris (F)
  • 1992: Classic Scott: The Way I Walk (Bear Family Werkausgabe)

Weblinks[Bearbeiten]