Jack the Ripper

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Jack the Ripper (Begriffsklärung) aufgeführt.

Jack the Ripper (dt.: „Jack der Aufschlitzer“) ist das Pseudonym eines Serienmörders, der zwischen August und November 1888 im East End von London vermutlich fünf Prostituierte ermordete und vier der Opfer verstümmelte. Der Täter wurde niemals gefasst und bis heute wird über seine wahre Identität spekuliert.

Der Name „Jack the Ripper“ stammt aus einem Brief, der während der Mordserie anonym an die Central News Agency geschrieben wurde. Der Verfasser des Briefs behauptete darin, dass er der Mörder sei.

Die Legenden um die Ripper-Morde entwickelten sich zu einem komplexen Durcheinander aus wissenschaftlichen, historischen Forschungen, Verschwörungstheorien und volkstümlichen Erzählungen. Da der Täter nie identifiziert werden konnte, wurden später von Schriftstellern, Geschichtsforschern und vor allem von Amateuren eine große Anzahl von Personen verdächtigt. Zeitungen, deren Auflagen während dieser Zeit stiegen, widmeten dem Täter, seinen Taten und den Fehlschlägen der Polizei fortlaufend ausgedehnte Berichte. Teilweise konnte der Täter nur wenige Minuten vor der Entdeckung einer Tat entkommen.

Der Fall[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Opfer waren Frauen, die ihre Einkünfte durch Gelegenheitsprostitution bestritten. Die typischen Ripper-Morde wurden an öffentlichen Plätzen verübt. Den Opfern wurde die Kehle oder die Halsschlagader durchgeschnitten. Anschließend wurden an einigen Leichen Verstümmelungen vorgenommen, insbesondere am Unterleib. Mehreren Opfern wurden innere Organe entnommen. Die seit einigen Jahren bei den meisten Autoren gängige Annahme, die Opfer seien vor dem Kehlschnitt stranguliert worden, um sie zum Schweigen zu bringen, ist aufgrund fehlender Strangulations- oder Würgemale und -anzeichen umstritten. Ebenso fehlen Hinweise auf typische Abwehrverletzungen.

Aufgrund der Art der zugefügten Wunden wurde vermutet, dass der Täter anatomisches oder chirurgisches Wissen besaß oder sich aufgrund seines Berufs (etwa als Metzger oder Kürschner) im Umgang mit Messern auskannte. Auch diese Annahmen sind jedoch umstritten.

Die Tatorte lagen in den Elendsvierteln Aldgate, Spitalfields, St-George-in-the-East und Whitechapel, die zum East End und dem angrenzenden Stadtteil der City Of London gehörten. Dort war Gewalt zwar nicht ungewöhnlich, jedoch gab es nur selten Morde. So verzeichnete die offizielle Statistik beispielsweise für das Jahr 1887 keinen einzigen Fall von Mord oder Totschlag in Whitechapel. Allerdings muss auch diese Statistik mit Vorsicht behandelt werden, denn auch in diesem Jahr wurde ein Mord Israel Lipskis aktenkundig – einen Block von der Berner Street entfernt.

Mit dem Mord an Emma Smith begann ab 1888 eine Welle von Gewaltverbrechen an Frauen im East End, hauptsächlich in Whitechapel. Die Polizei hatte Probleme, die Morde von Jack the Ripper von denen anderer Täter zu unterscheiden. So ist es bis heute strittig, ob Elizabeth Stride und Mary Jane Kelly Opfer des Rippers waren. Weitere mutmaßliche Opfer könnten außerdem noch Martha Tabram († 7. August 1888), Alice McKenzie († 17. Juli 1889) und Frances Coles († 14. Februar 1891) gewesen sein.

Während der Ermittlungen bekam die Polizei hunderte Briefe zugeschickt, die angeblich vom Mörder stammten, deren Echtheit aber umstritten ist. Der Vorsitzende einer lokalen Bürgermiliz erhielt sogar ein Päckchen, das eine halbe menschliche Niere enthielt. Angeblich soll ein Journalist Anfang des 20. Jahrhunderts die Fälschung einiger dieser Briefe gestanden haben.

Zugerechnete Opfer[Bearbeiten]

Die Anzahl und die Namen der Ripper-Opfer sind stark umstritten. Am weitesten verbreitet ist die so genannte Liste der Anerkannten Fünf („Kanonischen Fünf“).

Sie enthält die folgenden fünf Opfer:

  • Mary Ann Nichols, Geburtsname Mary Ann Walker, Spitzname „Polly“, geboren am 26. August 1845, getötet am Freitag, dem 31. August 1888, Fundort der Leiche in der Buck's Row.
  • Annie Chapman, Geburtsname Eliza Ann Smith, Spitzname „Dark Annie“ (Dunkle Annie), geboren im September 1841, getötet am Samstag, dem 8. September 1888, Fundort der Leiche im Hof des Hauses Nummer 29 in der Hanbury Street.
  • Elizabeth Stride, Geburtsname Elisabeth Gustafsdotter, Spitzname „Long Liz“ (Lange Liz), geboren am 27. November 1843 in Schweden, getötet am Sonntag, dem 30. September 1888, Fundort der Leiche in Dutfield’s Yard, Berner Street.
  • Catharine Eddowes, benutzte die Pseudonyme „Kate Conway“ und „Mary Ann Kelly“, in Ableitung von den Nachnamen ihrer Lebensgefährten Thomas Conway und John Kelly, geboren am 14. April 1842, getötet am Sonntag, dem 30. September 1888, Fundort der Leiche auf dem Mitre Square.
  • Mary Jane Kelly, nannte sich nach einer Reise nach Paris selbst „Marie Jeanette Kelly“, Spitzname „Ginger“, Berichten zufolge entweder in Limerick oder County Limerick, Munster, Irland ca. 1863 geboren, getötet am Freitag, dem 9. November 1888, Fundort der Leiche in Nummer 13 Miller's Court, Dorset Street.

Diese Liste basiert auf Ansichten vieler Schriftsteller und muss mit Vorsicht behandelt werden. Der Ursprung dieser Liste findet sich in den privaten Notizen aus dem Jahr 1894 von Sir Melville Macnaghten, dem Polizeipräsidenten des Metropolitan Police Service Criminal Investigation Department. Diese Notizen tauchten erst 1959 auf und spiegeln seine eigene Ansicht wider, die nicht notwendigerweise von den ermittelnden Beamten (z. B. Inspektor Frederick Abberline) geteilt wurde. Macnaghten trat erst ein Jahr nach den Morden der Ermittlungsgruppe bei. Seine Ermittlungsberichte enthielten schwerwiegende Fehler über Tatsachen bezüglich möglicher Verdächtiger. Aus diesem und anderen Gründen befürworten einige Quellen, einen oder mehrere Namen von der Liste der Anerkannten Fünf zu entfernen. Zu den angezweifelten Opfern gehört insbesondere Elizabeth Stride, die außer der durchschnittenen Kehle keine weiteren Verstümmelungen aufwies und nach einem Zeugenbericht in der Öffentlichkeit angegriffen wurde. Weiterhin passt auch Mary Jane Kelly nicht in das täterbezogene Schema des Rippers, da sie deutlich jünger als die anderen Opfer war, in einem Innenraum getötet wurde und weit umfangreichere Verstümmelungen aufwies als andere Opfer. Andere Ansichten bevorzugen eine Erweiterung der Liste um Martha Tabram und andere wahrscheinliche Ripper-Opfer.

Mit Ausnahme von Elizabeth Stride, bei der der Angriff wahrscheinlich unterbrochen wurde, erscheinen die Verstümmelungen pro Opfer fortlaufend schwerwiegender. So wurden bei Mary Ann Nichols und Elizabeth Stride keine Organe vermisst. Bei Annie Chapman wurden die Gebärmutter, bei Catharine Eddowes die halbe Gebärmutter und die linke Niere entfernt. Zudem wurde Catharine Eddowes mit Verstümmelungen im Gesicht zurückgelassen. Im Fall von Mary Jane Kelly wurden viele ihrer inneren Organe entfernt und sowohl in ihrem Zimmer als auch unter und neben ihrem Körper verteilt. Lediglich das Herz wurde vermisst.

Die fünf anerkannten Morde wurden jeweils nachts nach Mitternacht sowie vorwiegend an oder nahe an einem Wochenende und an einem abgelegenen Ort, zu dem die Öffentlichkeit Zugang hatte, begangen. Zudem wiesen die Tatzeiten das Schema auf, dass sie entweder zum Ende eines Monats oder einer Woche begangen wurden. Jeder Fall wich andererseits in bestimmter Weise vom Schema ab. Neben den bereits erläuterten Unterschieden war Catharine Eddowes das einzige Opfer, das in der City of London getötet wurde, auch wenn es nahe der Grenze zu Whitechapel war. Mary Ann Nichols war das einzige Opfer, das auf offener, wenn auch dunkler und verlassener Straße gefunden wurde. Zudem glauben viele Quellen, dass Annie Chapman nach Eintritt der Morgendämmerung getötet worden sei, obwohl dies anscheinend nicht von der Polizei zu dieser Zeit angenommen wurde.

Ein Hauptproblem bei der Zuordnung der Getöteten als Opfer des Rippers war die große Anzahl an brutalen Angriffen gegenüber Frauen in dieser Zeit. Die meisten Experten deuten tiefe Schnitte in der Kehle, Verstümmelungen am Unterleib und an den genitalen Bereichen, die Entfernung von inneren Organen und die fortschreitenden Verstümmelungen im Gesicht als markante Merkmale der Morde von Jack the Ripper.

Mögliche Opfer[Bearbeiten]

Neben den allgemein anerkannten fünf Opfern gab es weitere Opfer aus zeitgleichen und ähnlichen Angriffen oder Morden, bei denen Jack the Ripper ebenfalls als Täter vermutet wurde. Diese Taten wurden allgemein schlecht dokumentiert. Zu den möglichen Opfern gehören:

  • Fairy Fay“ (dt. Märchenfee) war Berichten nach ein Spitzname für ein unbekanntes Mordopfer, das am 26. Dezember 1887 gefunden wurde. Als Todesursache wurde ein Pfahlstoß durch ihren Unterleib angegeben. Es wird angenommen, dass „Fairy Fay“ eine Kreation der Presse war und auf dem Durcheinander der Details über den Tod von Emma Elizabeth Smith basierte. Ein(e) Freund(in) von Emma Smith behauptete in einer Befragung nach deren Tod, dass Emma Smith zur Weihnachtszeit angegriffen worden sei. Der Begriff „Fairy Fay“ tauchte erst viele Jahre nach den Morden auf und scheint aus einer Strophe des Liedes Polly Wolly Doodle entnommen worden zu sein. Heute gibt es keinen echten Beweis für die Existenz einer Frau namens „Fairy Fay“; das St. Catherine’s House hat keinen Eintrag über sie oder irgendeine Frau namens Fay während dieser Zeit.
  • Annie Millwood wurde ca. 1850 geboren. Berichten nach ist sie ein Opfer eines Angriffs am 25. Februar 1888, weshalb sie in ein Krankenhaus wegen „zahlreicher Stiche in die Beine und unteren Teil des Körpers“ eingeliefert wurde. Sie wurde aus dem Krankenhaus entlassen, starb aber am 31. März 1888 eines natürlichen Todes. Wegen des engen zeitlichen Zusammenhangs ihrer Verletzungen und ihres Todes kann aber, angesichts der damaligen medizinischen Möglichkeiten, davon ausgegangen werden, dass sie den Folgen ihrer Verletzungen erlegen ist.
  • Ada Wilson war Berichten nach ein Opfer eines Angriffs am 28. März 1888, wobei sie zwei Stiche in den Hals davontrug. Sie überlebte den Angriff.
  • Emma Elizabeth Smith wurde ca. 1843 geboren. Sie wurde am 3. April 1888 angegriffen. Dabei wurde ein stumpfes Objekt in ihre Vagina eingeführt, wodurch ihr Damm (Perineum) riss. Sie überlebte den Angriff und war in der Lage, mit den Verletzungen zu ihrer Unterkunft zurückzukehren. Freunde brachten sie in ein Krankenhaus. Dort erzählte sie der Polizei, dass sie von einer Bande von zwei oder drei Personen, von denen einer ein Jugendlicher war, angegriffen wurde. Sie fiel ins Koma und starb am 5. April 1888.
  • Martha Tabram (irrtümlich auch Martha Tabran) benutzte als Pseudonym den Namen „Emma Turner“. Ihr Geburtsname war Martha White. Sie wurde am 10. Mai 1849 geboren. Am 7. August 1888 wurde sie mit insgesamt 39 Stichwunden getötet, allein neun in den Hals, fünf in die linke Lunge, zwei in die rechte, tödlich war der Stich ins Herz. Martha Tabram wird aufgrund des offensichtlichen Fehlens eines Motivs, der örtlichen und zeitlichen Nähe zu den anderen bekannten Ripper-Morden und der markanten Brutalität des Angriffs am häufigsten als weiteres mögliches Opfer des Rippers genannt. Die größte Schwierigkeit, Martha Tabram zu den Ripper-Opfern zu zählen, liegt darin begründet, dass der Täter auf eine andere Weise vorging. Anstatt die Kehle zu durchschneiden, erstach er das Opfer. Es ist jedoch bekannt, dass die Vorgehensweise eines Serienmörders teilweise drastisch wechseln kann.
  • The Whitehall Mystery“ (dt. Das Whitehall-Rätsel) steht als Begriff für den kopflosen Körper einer Frau, der im Keller des neuen Präsidiums der Londoner Polizei gefunden wurde. Das Polizeipräsidium wurde am 2. Oktober 1888 fertiggestellt. Ein zum Körper gehörender Arm trieb zuvor in der Themse nahe Pimlico, einem Stadtteil von London. Eines der Beine lag nahe dem Ort des Körpers vergraben und wurde erst später gefunden. Die anderen Glieder und der Kopf wurden nicht gefunden. Der Körper wurde nie identifiziert.
  • Annie Farmer wurde 1848 geboren. Berichten nach war sie das Opfer eines Angriffs am 21. November 1888. Sie überlebte mit einem leichten, aber stark blutenden Schnitt in ihrer Kehle. Die Wunde war oberflächlich und schien durch ein stumpfes Messer verursacht worden zu sein. Die Polizei vermutete, dass sie sich die Wunde selbst zugefügt hatte, und beendete die Ermittlungen in diesem Fall.
  • Rose Mylett hieß mit richtigem Namen wahrscheinlich Catherine Mylett, war aber auch bekannt als Catherine Millett, Elizabeth „Drunken Lizzie“ (dt. betrunkene Lizzie) Davis, „Fair“ Alice Downey oder einfach „Fair Clara“. Sie wurde 1862 geboren und starb am 20. Dezember 1888. Berichten nach wurde sie mit einem „straff um ihren Hals zugezogenen Strick“ stranguliert. Einige Ermittler glaubten, dass sie sich zufällig selbst mit dem Kragen ihres Kleides erwürgte, während sie infolge von Trunkenheit benommen war.
  • Elizabeth Jackson war eine Prostituierte, von der in der Zeit vom 31. Mai bis zum 25. Juni 1889 verschiedene Körperteile aus der Themse gesammelt wurden. Sie wurde Berichten zufolge aufgrund von Narben identifiziert, die sie bereits vor ihrem Verschwinden und ihrer offensichtlichen Ermordung hatte.
  • Alice McKenzie trug den Spitznamen „Clay Pipe Alice“ (dt. Tonpfeifen-Alice) und benutzte als Pseudonym den Namen Alice Bryant. Sie wurde ca. 1849 geboren und am 17. Juli 1889 getötet. Die Todesursache war Berichten nach eine Durchtrennung der linken Halsschlagader. Es wurden zudem etliche Prellungen und Schnitte auf ihrem Körper gefunden.
  • Pinchin Street Torso“ (dt. Pinchin-Straßen-Torso) steht als Begriff für einen am 10. September 1889 gefundenen Körper, der dem Zustand des Körpers aus dem Fall des Whitehall Mystery ähnelte. Nur die Hände waren nicht abgetrennt worden. Eine unbestätigte Mutmaßung in dieser Zeit war, dass der Körper zu Lydia Hart gehörte. Lydia Hart war eine Prostituierte, die eines Tages verschwunden war. In den Fällen Whitehall Mystery und Pinchin Street Torso wurden oftmals die Taten eines Serienmörders vermutet, für den der Spitzname „Torso Killer“ (dt. Körpertöter) oder „Torso Murderer“ (dt. Körpermörder) verwendet wurde. Ob Jack the Ripper und der „Torso Killer“ dieselbe Person oder verschiedene Serienmörder mit einer möglichen Verbindung zueinander waren, ist bis heute heftig umstritten. Letztendlich handelten sie zeitlich nah beieinander in derselben Gegend. Elizabeth Jackson wurde ebenfalls als ein Opfer des „Torso Killer“ vermutet.
  • Frances Coles war auch bekannt als Frances Coleman und Frances Hawkins. Sie trug den Spitznamen „Carrotty Nell“ (dt. karottenrote Nell). 1865 wurde sie geboren. Am 13. Februar 1891 wurde Frances Coles getötet. Geringfügige Wunden an Rücken und Kopf ließen vermuten, dass sie brutal zu Boden geworfen wurde. Anschließend wurde ihre Kehle durchschnitten. Allerdings fanden sich keine Verstümmelungen am Körper.
  • Carrie Brown hieß mit Spitznamen „Old Shakespeare“. Angeblich hatte sie die Gewohnheit, im betrunkenen Zustand Shakespeares Sonette zu rezitieren. Sie wurde ca. 1835 geboren und wurde am 24. April 1891 in Manhattan, New York City, NY, USA getötet. Carrie Brown wurde mit Kleidung stranguliert und anschließend mit einem Messer verstümmelt. Ihr Körper wurde mit einem großen Riss in der Leistengegend und oberflächlichen Schnitten an ihren Beinen und auf ihrem Rücken gefunden. Auf ihrem Bett wurde ein Eierstock gefunden. Es wurden jedoch keine Organe mitgenommen. Ob der Eierstock gezielt entfernt wurde oder aus dem aufgerissenen Körper herausfiel, ist unbekannt. Als in dieser Zeit der Mord mit den Geschehnissen in Whitechapel verglichen wurde, schloss die Londoner Polizei jede Verbindung aus.

Einige Quellen zählen auch Fälle mit verstümmelten Jungen zu den Taten des Rippers, da die Vorgehensweise den Rippermorden ähnelte. Einige der zu dieser Zeit an die Polizei geschickten Briefe enthielten Drohungen über die Tötung von Kindern.

Das Goulston-Street-Graffito[Bearbeiten]

Nach dem Doppelereignis am frühen Morgen des 30. September durchsuchte die Polizei das Gebiet in der Nähe des Tatortes im Bestreben, einen Verdächtigen, Zeugen oder Beweise zu finden. Gegen drei Uhr morgens entdeckte der Konstabler (Streifenpolizist) Alfred Long ein blutbeflecktes Stück Kleidung nahe einem Mietshaus in der Goulston Street. Das Kleidungsstück wurde später als Teil der Schürze von Catherine Eddowes identifiziert.

Über der Stelle, an der das Kleidungsstück gefunden wurde, befand sich an der Mauer ein Graffito mit weißer Kreide. Konstabler Long berichtete später, an der Wand habe die Nachricht gestanden: „The Juwes are the men That Will not be Blamed for nothing“ (dt. „Die ‚Juwes‘ sind die Menschen, die nicht grundlos beschuldigt werden.“) Das Wort Juw(e) gibt es jedoch im Englischen nicht. Es hat Ähnlichkeiten mit dem englischen Wort Jew, im Deutschen Jude. Andere Polizisten gaben eine leicht abweichende Mitteilung wieder: „The Juwes are not The men That Will be Blamed for nothing“ (dt. „Die ‚Juwes‘ sind nicht die Menschen, die grundlos beschuldigt werden“).

Polizei-Superintendent Thomas Arnold besuchte den Tatort und sah das Graffito. Er befürchtete, dass mit Tagesanbruch das geschäftliche Treiben beginnen würde und die Mitteilung für jedermann weithin sichtbar wäre, wodurch die damals allgemein vorherrschende antisemitische Stimmung der Bevölkerung noch weiter verschärft werden würde. Seit dem Mord an Mary Ann Nichols war das Gerücht im Londoner Stadtteil East End im Umlauf, dass die Verbrechen die Taten eines Juden mit dem Titel „Leather Apron“ (dt. Lederschürze) seien. Es gab bereits starke religiöse Anspannungen und infolgedessen einige beinahe ausgebrochene Unruhen. Superintendent Arnold ordnete daher an, das Graffito von der Wand zu entfernen. Während das Graffito im Zuständigkeitsbereich der Londoner Polizei gefunden wurde, stammte das Kleidungsstück jedoch von einem in der Londoner Innenstadt getöteten Opfer, für deren Bereich eine gesonderte Polizei zuständig war. Einige der Polizeibeamten, insbesondere die Polizisten der Innenstadt, waren mit Arnolds Anordnung nicht einverstanden. Sie sahen das Graffito als Teil eines Tatortes, das zumindest vor der Entfernung fotografiert werden musste. Arnolds Anweisung wurde aber von Police Commissioner Sir Charles Warren unterstützt. Das Graffito wurde daraufhin um 5:30 Uhr morgens von der Mauer abgewischt.

In diesem Graffito sah die Polizei zu dieser Zeit einen Angriff Halbgebildeter auf die jüdische Bevölkerung. Der Schriftsteller Martin Fido bemerkte, dass das Graffito eine doppelte Verneinung enthielt. Dies war eine typische Cockney-Sprechweise, eine Umgangssprache der Einwohner des Londoner Bezirks Eastend. Er vermutete, das Graffito könnte in das gewöhnliche Englisch übersetzt heißen: „The Jews are men who will not take responsibility for anything“ (dt. „Die Juden sind Menschen, die keine Verantwortung für irgendetwas übernehmen werden“). Demnach wurde die Nachricht von jemandem geschrieben, der glaubte, er oder sie sei von einem der vielen jüdischen Händler in dieser Gegend ungerecht behandelt worden.

Bezüglich der Bedeutung des Graffitos gibt es im Ripper-Fall kontroverse Beurteilungen. Einige nehmen an, das Graffito sei lediglich ein Zufall und nicht vom Mörder geschrieben worden. Andere denken, dass es eine Verbindung zu den Morden gebe. Abgesehen vom blutbefleckten Kleidungsstück am Ort des Graffitos gibt es aber keinen eindeutigen Beweis für die Verbindung des Graffitos mit den Morden. Es existieren verschiedene mögliche Szenarien, die allesamt ausschließlich auf Spekulationen beruhen:

  • Der Schriftsteller Stephen Knight vermutete, dass sich das Wort Juwes nicht auf „Jews“ (dt. Juden), sondern auf Jubela, Jubelo und Jubelum bezogen habe. Diese waren die drei Mörder von Hiram Abiff, einer halb-sagenhaften Gestalt der Freimaurerei. Zudem sei die Nachricht vom Mörder oder von den Mördern als Teil einer freimaurerischen Verschwörung geschrieben worden. Diese Idee wurde von den meisten Experten zurückgewiesen. Es gebe keinen Beweis, dass irgendjemand vor Knight sich mit dem Begriff „Juwes“ auf diese drei Gestalten bezogen habe.
  • Der Mörder schrieb das Graffito und legte das Kleidungsstück dort ab, um eine Spur zu legen.
  • Das Graffito war bereits vorhanden und der Mörder wollte eine Spur mit Hilfe dieser Nachricht legen.
  • Das Graffito war bereits vorhanden und der Mörder ließ das Kleidungsstück zufällig dort fallen, ohne dadurch eine Spur legen zu wollen. Womöglich hatte er nicht einmal das Graffito bemerkt.
  • Das Graffito wurde nachträglich hinzugefügt, nachdem das Kleidungsstück abgelegt worden war. Angesichts der Spanne zwischen der Entdeckung von Catherine Eddowes um 1:44 Uhr und der Entdeckung des Kleidungsstückes um 3:00 Uhr war ausreichend Zeit vorhanden.

Tatverdächtige[Bearbeiten]

Da die Morde nie aufgeklärt wurden und es zu keiner Anklage kam, bot der aufsehenerregende Fall großen Spielraum für Spekulationen. In den Jahren seit den Morden von Whitechapel verdächtigten Schriftsteller, Geschichtsforscher und vor allem Amateure mehr als siebzig Männer, Jack the Ripper gewesen zu sein.

Die Polizeiakten zum Fall sind lückenhaft, nahezu der komplette Bestand zu den zeitgenössischen Tatverdächtigen fehlt. Durch ein polizeiinternes Memorandum, das rund fünf Jahre nach der Mordserie verfasst wurde, sind allerdings drei Verdächtige namentlich bekannt, zudem durch einen erhaltenen Briefwechsel eines Polizeibeamten mit einem Journalisten ein weiterer. Keiner von ihnen wurde jemals offiziell aufgrund der East-End-Morde angeklagt:[1]

  • Montague John Druitt war ein 31-jähriger Anwalt und Lehrer. Er galt als homosexuell, womit er als Tatverdächtiger weitgehend ausgeschlossen werden kann. Im Dezember 1888 beging er Selbstmord. Sein Leichnam wurde in der Themse gefunden.[2]
  • Aaron Kosminski, ein polnischer Jude, der in Whitechapel wohnte. Kosminski war psychisch krank und wurde später in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.[2]
  • Michael Ostrog war ein russischer Arzt und früherer Sträfling.[2] In London betätigte er sich als Dieb und Bauernfänger und trat unter einer Vielzahl von Pseudonymen auf. Es wird vermutet, dass er im Jahre 1888 55 Jahre alt war. Er wurde mehrere Male wegen versuchten Totschlags in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.[2]
  • „Dr.“ Francis J. Tumblety, ein 56 Jahre alter US-Amerikaner, verdingte sich als Quacksalber. Während eines Aufenthalts in London wurde er im November 1888 wegen obszöner Handlungen angeklagt und inhaftiert. Nachdem er eine hohe Kaution für seine Freilassung gezahlt hatte, floh er noch im selben Monat aus England in die USA und tauchte dort unter. Hier wurde er offenbar von der englischen Polizei aufgrund der Ripper-Morde gesucht.
  • Frederick Bailey Deeming war ein Seemann aus Birkenhead bei Liverpool. Im August 1891 ermordete er seine erste Frau und die 4 gemeinsamen Kinder mit einem Schnitt durch die Kehle, nur eines der Kinder erwürgte er. Er ändert seinen Namen in Albert Williams und heiratet seine zweite Frau Emily Mather, sie wanderten nach Windsor, Australien, aus. Am 24. Dezember 1891 ermordete er Emily Mather mit einer Axt und mit einem Schnitt durch die Kehle, wofür er am 23. Mai 1892 hingerichtet wurde. Er wurde nie als Täter in Betracht gezogen, weil man annahm, dass Deeming 1888 zum Zeitpunkt der Morde bereits wegen Betrugs inhaftiert sei. Dies wurde jedoch durch sorgfältige Recherchen im In- und Ausland und unter den 20 Pseudonymen widerlegt; Deeming wurde erst am 26. September 1890 ins Gefängnis Kingston-Upon-Hull eingeliefert.
Assistant Commissioner Melville Leslie MacNaghten

In einem Bericht vom 23. Februar 1894 listete Melville MacNaghten von der Londoner Polizei Druitt, Kosminski und Ostrog als Verdächtige auf.[1] Allerdings hatten die ermittelnden Polizisten bei keinem von ihnen ausreichende Beweise für die Täterschaft erbringen können. Für MacNaghten, dessen Bericht allerdings einige offensichtliche Fehler enthält, galt Druitt als Hauptverdächtiger.

Die leitenden Polizeibeamten Robert Anderson und Donald Swanson waren sich offenbar sicher, dass Kosminski der Täter war. Anderson veröffentlichte im Jahr 1910 seine Memoiren unter dem Titel The Lighter Side of My Official Life. Darin schrieb er: „Wenn ich sage, dass er [Jack the Ripper] ein polnischer Jude war, konstatiere ich lediglich eine unumstößlich abgesicherte Tatsache.“ Allerdings erklärte Anderson, den Namen des Täters nicht preisgeben zu wollen, weil „sich daraus kein Vorteil für die Öffentlichkeit ergäbe und die Traditionen meiner alten Dienststelle Schaden davontragen würden“.[3] Anderson führte weiter aus, dass der Betreffende ein „manischer Triebtäter“ („sexual maniac“) gewesen sei, der in unmittelbarer Nähe zu den Tatorten gelebt habe, jedoch von „seinen Leuten“ („his people“), das heißt den Juden in Whitechapel, die von seiner Schuld gewusst hätten, vor der Strafverfolgung beschützt worden sei. Erläuterungen und Belege zu dieser letzten Behauptung lieferte Anderson jedoch nicht.[4] Der Ripper-Forscher Melvyn Fairclough meinte im Jahr 1991, Andersons Einlassungen seien Unsinn. Dieser habe in seinen Memoiren nur die antisemitischen Vorurteile weiterverbreitet, die schon während der Morde im East End festzustellen waren.[5]

Da Anderson keinen Namen genannt hatte, wurde die von ihm beschriebene Person in der Ripper-Literatur lange Zeit nur als „der Anderson-Verdächtige“ bezeichnet.[6] Erst durch einen Bericht des Daily Telegraph vom 19. Oktober 1987 wurde bekannt, dass der 1924 verstorbene Swanson in einem Exemplar von Andersons Buch eine Marginalie hinterlassen hatte, die den mysteriösen Passus genauer erläutert. Swanson schrieb, dass während der Ermittlungen ein jüdischer Zeuge, der Jack the Ripper gesehen habe, einen Tatverdächtigen nur deswegen nicht habe identifizieren wollen, weil dieser ebenfalls Jude gewesen sei und der Zeuge überdies nicht die Verantwortung habe auf sich laden wollen, mit einer sicheren Identifizierung den Mörder an den Galgen zu bringen.[7] Swanson führte weiter aus:

“After the suspect had been identified at the seaside home where he had been sent by us with difficulty in order to subject him to identification, and he knew he was identified. On suspect’s return to his brother’s house in Whitechapel he was watched by police (City CID) by day and night. In a very short time, the suspect, with his hands tied behind his back, was sent to Stepney Workhouse and then to Colney Hatch and died shortly afterwards – Kosminski was the suspect […] And after this identification which suspect knew, no other murder of this kind took place in London.”

„Danach war der Verdächtige identifiziert worden, in dem Haus am Meer, wohin er von uns unter Schwierigkeiten verbracht worden war, mit der Anordnung ihn einer Gegenüberstellung zu unterziehen, und er wusste, er war identifiziert worden. Nach der Rückkehr des Verdächtigen ins Haus seines Bruders in Whitechapel wurde er von der Polizei (städtische Kripo) Tag und Nacht überwacht. Schon nach sehr kurzer Zeit wurde der Verdächtige, mit am Rücken gefesselten Händen, ins Stepney-Arbeitshaus und dann nach Colney Hatch gebracht, wo er kurz darauf starb. Kosminski war der Verdächtige […] Und nach dieser Identifizierung, von der der Verdächtige wusste, gab es keinen weiteren Mord dieser Art mehr in London.“[8]

Colney Hatch war die psychiatrische Anstalt, auf die auch MacNaghten im Zusammenhang mit dem vornamenlosen Kosminski verwiesen hatte. Eine noch vor der Veröffentlichung der Swanson-Marginalie durchgeführte Untersuchung des angesehenen Biographen Martin Fido hatte im Jahr 1987 ergeben, dass nach den Meldelisten nur eine Person mit dem Nachnamen Kosminski nach 1888 in einer psychiatrischen Anstalt in England oder Wales gestorben war, nämlich Aaron Kosminski, ein jüdischer Friseur aus Whitechapel, der im Februar 1891 in Colney Hatch eingeliefert worden war. Die Identifizierung von Macnaghtens und Swansons Kosminski mit Aaron Kosminski war für viele Ripperologen glaubhaft. Allerdings verwiesen Skeptiker auch auf Ungereimtheiten: Aaron Kosminski war erst 1919 gestorben, nicht, wie Swanson schrieb, kurz nach den Morden in Whitechapel. Es konnte außerdem nicht geklärt werden, was Swanson mit dem „Haus am Meer“ gemeint hatte.[9]

Tumblety war zunächst nur einer von vielen Verdächtigen zum Zeitpunkt der Morde, der jedoch vom leitenden Inspektor John George Littlechild favorisiert wurde.[1] Littlechild erwähnte seine diesbezüglichen Vermutungen in einem Brief vom 23. September 1913 an den Kriminal-Journalisten und Schriftsteller George R. Sims.

Als weiterer Verdächtiger galt der aus Polen nach Großbritannien emigrierte George Chapman alias Severin Antonowitsch Kłosowski. Chapman wurde 1903 für einen von drei von ihm begangenen Giftmorden zum Tode verurteilt und im Gefängnis von Wandsworth hingerichtet.

Seit den 1970er Jahren wurde eine neue Theorie diskutiert, der zufolge der deutschstämmige Maler Walter Sickert Jack the Ripper gewesen sei. Im Jahr 2002 veröffentlichte die bekannte US-amerikanische Krimiautorin Patricia Cornwell ein umfangreiches Buch, in dem sie nachzuweisen versuchte, dass Sickert für die Serienmorde in Whitechapel und viele andere Morde verantwortlich war. Sie begründete ihre Behauptungen unter anderem mit Vergleichen mitochondrialer DNA und Interpretationen von Sickerts Bildern und Skizzen. Die Sickert-Theorie wird jedoch von den meisten Fachleuten sowie von Scotland Yard abgelehnt.

Tatsächlich weiß man über den Täter nur wenig. Es wurde vielfach angenommen, dass er über ein detailliertes Wissen bezüglich der Anatomie des menschlichen Körpers verfügte. Bei genauerer Betrachtung seiner Taten war dies jedoch keine notwendige Voraussetzung. Wiederholt wurde der Ripper als Jude oder Ausländer bezeichnet. Für diese Vermutung lassen sich jedoch keinerlei echte Belege finden. Vielmehr kann man diesbezüglich von einem Vorurteil ausgehen, da zu dieser Zeit und in dieser Gegend starke judenfeindliche und rassistische Tendenzen in der Bevölkerung vorhanden waren (siehe Das Goulston-Street-Graffito). So schrieb Christian Heermann in seinem Buch „Der Würger von Notting Hill – Große Londoner Kriminalfälle“:

„Ein Engländer als Täter? Völlig unmöglich! Man hatte ja die Auswahl – entweder polnischer Jude oder vielleicht Russe, wenn man schon nicht irgendeinen Farbigen als Ripper präsentieren konnte. Alle Verlautbarungen waren haargenau auf die puritanische Gesellschaft zugeschnitten und dienten gleichzeitig dem besseren Verständnis der großen Politik, in der Rassefragen eine bedeutende Rolle spielten.“[10]

Aufgrund eines wahrscheinlich gefälschten Tagebuches kam 1993 der Name eines James Maybrick aus Liverpool in die Diskussion; inzwischen sehen Experten die These, Maybrick sei der Ripper gewesen, als schwer haltbar an, insbesondere da der Finder des Tagebuches unter Eid zugegeben hat, dass er selbst dieses verfasst habe. Er widerrief diese Aussage jedoch und beschuldigte die Polizei, ihn zu dieser Lüge gezwungen zu haben.

Inspektor Frederick George Abberline

Im Jahre 2006 untersuchten australische Wissenschaftler mit der so genannten Cell Track-ID-Methode DNA-Proben, die insbesondere den gummierten Rückseiten der bei der Polizei und den Zeitungen eingesandten Briefen entnommen wurden, und kamen u. a. zum Ergebnis, dass der Täter möglicherweise eine Frau war.[11] Der ermittelnde Polizeibeamte Inspektor Frederick Abberline verdächtigte während der Zeit der Morde Mary Pearcey, die kurze Zeit nach den Morden Jack the Rippers in ähnlicher Weise die Frau ihres Geliebten tötete und dafür gehängt wurde.[12]

Auf der Basis von zeitgenössischen Zeugenaussagen entwarfen Experten der Metropolitan Police 2006 ein Phantombild Jack the Rippers sowie eine Personenbeschreibung. Demnach war er etwa 25–35 Jahre alt, trug einen Schnurrbart und hatte einen relativ hohen Haaransatz. Er wäre demnach etwa 1,65–1,70 m groß gewesen.[13]

Mit Hilfe moderner Profiler-Methoden, wie Kriminalisten sie heutzutage zur Identifikation von Serienmördern anwenden, wurde der Brite Robert Mann als Ripper-Hauptverdächtiger ermittelt.[14] Mann arbeitete im Leichenschauhaus von Whitechapel und besaß sowohl hinreichende anatomische Kenntnisse als auch die Mittel, die Morde in den bekannten Details durchzuführen (z. B. Konservation von Leichenteilen, wie im Fall der per Post verschickten Nierenhälfte in dem From-Hell-Brief). Mann soll nach dieser Theorie noch zwei weitere Morde begangen haben, bei seinem letzten (an Alice Mackenzie, acht Monate nach der Hauptserie) aber durch eine Tuberkulose-Erkrankung schon zu geschwächt gewesen sein, um ihn auf Ripper-typische Weise durchzuführen (Alice Mackenzie wurde die Kehle durchgeschnitten, ihr Körper wies oberflächliche Spuren von versuchten Verstümmelungen auf). Mann starb 1896 an Tuberkulose.

Weitere Theorien[Bearbeiten]

Neben diesen offiziellen Verdächtigen seitens der Londoner Polizei wurden durch Schriftsteller, Geschichtsforscher und Amateure eine Vielzahl weiterer Personen verdächtigt. Unter den Verdächtigten waren prominente Personen wie Sir William Gull, Prinz Albert Victor, der Mathematiker und Dichter Lewis Carroll (Alice im Wunderland) und andere zeitgenössische Prominente. Auch gibt es einige Verschwörungstheorien: Am populärsten ist jene, die eine fesselnde Saga um ein heimliches Kind des Enkels von Königin Viktoria und um die Freimaurer webt. Der präsumtive Thronfolger, Prinz Albert Victor, ältester Sohn des späteren Königs Eduard VII. und Herzog von Clarence, ist tatsächlich einige Zeit von Scotland Yard als Täter verdächtigt worden, unter anderem, weil er als regelmäßiger Bordell-Besucher bekannt war.

Im Jahr 2012 griff der Ripper-Forscher und früherere Anwalt John Morris wieder die Theorie auf, dass der Mörder eine Frau sei.[15] Mary Elizabeth „Lizzie“ Ann Williams soll die Morde aus Wut über ihre eigene Unfruchtbarkeit begangen haben. Als Beleg hierfür führt Morris auf, dass keines der Opfer sexuell missbraucht wurde und in der Blutlache von Catherine Eddowes drei Knöpfe eines Damenstiefels gefunden wurden. Weiterhin hieß es in einem Zeitungsbericht, dass die persönlichen Habseligkeiten des zweiten Opfers Annie Chapman „auf typisch feminine Weise“ zu Füßen der Leiche abgelegt worden seien.[16] Der wichtigste Hinweis sei jedoch der, dass Mary Jane Kelly von Lizzies Ehemann ein Kind erwartet haben soll. Mit deren Tod im November 1888 endete auch die Mordserie. Lizzie habe kurz darauf einen Nervenzusammenbruch erlitten. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1912 wurde sie jedoch nie von der Polizei verhört.

Die Briefe des Rippers[Bearbeiten]

„Dear Boss“-Brief
„From Hell“-Brief

Während des Verlaufs der Rippermorde erhielten Polizei und Zeitungen tausende Briefe im Zusammenhang mit diesem Fall.

Einige stammten von Personen, die in guter Absicht Ratschläge zur Ergreifung des Mörders geben wollten. Der größte Teil davon wurde als nutzlos erachtet.

Wahrscheinlich interessanter waren hunderte von Bekenner-Briefen, in denen behauptet wurde, sie seien vom Mörder selbst geschrieben worden. Der weitgehend größte Teil dieser Briefe wurde als Scherz betrachtet. Viele Experten meinen, dass keiner von ihnen vom Ripper persönlich verfasst wurde. Mit Hilfe einer neuen Methode zur Bestimmung von DNS-Proben gelang australischen Wissenschaftlern der Nachweis, dass die meisten Briefe Fälschungen sind.[11] Einige der durch die damalige oder heutige Polizei als womöglich echt betrachteten Briefe sind die folgenden drei bekannten:

  • Der Brief „Dear Boss“ (deutsch Lieber o. sehr geehrter Chef o. Meister) ist auf den 25. September 1888 datiert. Er wurde am 27. September 1888 abgestempelt und ist am gleichen Tag bei der Central News Agency eingegangen. Am 29. September 1888 wurde er an Scotland Yard weitergeleitet. Im Brief versprach der Absender, dass er der „Dame die Ohren abschneiden“ (orig. clip the lady's ears off) werde. Anfangs wurde er als Scherz betrachtet. Als jedoch Catharine Eddowes am 30. September 1888 mit einem teilweise abgeschnittenen Ohr gefunden wurde, erhielt der Brief mehr Aufmerksamkeit. Die Polizei veröffentlichte den Brief am 1. Oktober 1888 in der Hoffnung, jemand würde die Handschrift erkennen. Diese Bemühungen blieben erfolglos. Der Name „Jack the Ripper“ wurde in diesem Brief erstmals benutzt und erlangte nach der Veröffentlichung seine weltweite Bekanntheit. Die meisten der nachfolgenden Briefe ahmten den Stil des veröffentlichten Briefes nach. Nach den Morden behaupteten Polizeibeamte, der Brief sei ein Scherz eines lokalen Journalisten gewesen.
  • Die Postkarte „Saucy Jack“ (dt. frecher o. unverschämter Bube) wurde am 1. Oktober 1888 abgestempelt und ging am selben Tag bei der Central News Agency ein. Sie war handgeschrieben und hatte Ähnlichkeiten mit dem „Dear Boss“-Brief. In der Postkarte wird mit dem Satz: „double event this time“ (dt. doppeltes Ereignis dieses Mal) erwähnt, dass zwei Opfer (Elizabeth Stride und Catharine Eddowes) in kurzer Zeit nacheinander getötet wurden. Es wurde behauptet, dass die Karte vor der Veröffentlichung der Morde abgeschickt worden sei. Dabei ging man davon aus, dass es unwahrscheinlich war, dass jemand bereits das entsprechende Wissen bezüglich der neuen Verbrechen haben konnte. Letztendlich wurde die Postkarte aber mehr als 24 Stunden nach den Taten veröffentlicht. Es verging daher viel Zeit, in der den Journalisten und Bewohnern des Gebietes viele Details bekannt wurden. Polizeibeamte behaupteten später, sie hätten einen bestimmten Journalisten als Absender dieser Postkarte und des früheren „Dear Boss“-Briefes identifiziert, aber sein Name wurde nie veröffentlicht.
  • Der Brief „From Hell“ (dt. aus der Hölle) ist auch als der „Lusk“-Brief bekannt. Er wurde am 15. Oktober 1888 abgestempelt und ging bei George Lusk beim Whitechapel Vigilance Committee (dt. Wachsamkeitsausschuss) am 16. Oktober 1888 ein. Lusk öffnete eine kleine Schachtel und entdeckte eine halbe menschliche Niere. Später wurde gesagt, sie sei in Ethyl-Alkohol konserviert gewesen. Bei Catharine Eddowes war vom Mörder eine Niere entfernt worden und ein Mediziner ermittelte, dass die zugesandte Niere „der von Catharine Eddowes entfernten sehr ähnlich“ (orig. „very similar to the one removed from Catharine Eddowes“) gewesen sei. Diese Aussage war nicht beweiskräftig. Der Absender behauptete, die fehlende Hälfte der Niere gebraten und gegessen zu haben. Über die Niere gibt es einige Meinungsverschiedenheiten. Einige Quellen nehmen an, sie gehörte Catharine Eddowes. Andere behaupten, dass der Brief lediglich ein makaberer Scherz gewesen sei.

Einige Quellen nennen einen weiteren Brief, der auf den 17. September 1888 datiert war und als erste Nachricht den Namen Jack the Ripper nutzte. Experten glauben, dass es sich dabei um eine moderne Fälschung handelt, die im 20. Jahrhundert, lange nach den Morden, in die Unterlagen der Polizei eingefügt wurde. Als Gründe für eine Fälschung wurde angeführt, dass der Brief weder einen offiziellen Stempel der Polizei mit dem Eingangsdatum noch die Initialen des Ermittlers trug, der den Brief auf seine potentielle Beweiskraft hin untersucht haben musste. Zudem wurde der Brief in keinen Unterlagen der Polizei in dieser Zeit erwähnt. Darüber hinaus behaupten einige derjenigen, die den Brief gesehen haben, dass dieser mit einem Kugelschreiber geschrieben worden sei, der erst 50 Jahre nach den Ripper-Morden erfunden worden war.

Ermittlungen[Bearbeiten]

In der Zeit der Morde des Rippers waren die Ermittlungstechniken und Erkenntnisse im Vergleich zu den heutigen Möglichkeiten auf einem erheblich geringeren Stand. Viele forensische Techniken waren zu dieser Zeit unbekannt oder standen nicht zur Verfügung. Das Konzept und die Beweggründe von Serienmördern waren nur wenig ergründet und bekannt. Die Polizei ging damals von sexuellen Beweggründen des Mörders aus und war zudem mit dieser Art von Verbrechen nicht vertraut.

Zeitliche Abfolge[Bearbeiten]

  • 31. August 1888 Mary Ann Nichols (entdeckt 3:40 Uhr)
  • 8. September 1888 Annie Chapman (entdeckt 6:00 Uhr)
  • 25. September 1888 „Dear Boss“-Brief (datiert)
  • 27. September 1888 „Dear Boss“-Brief (gestempelt und Eingang bei der Central News Agency)
  • 29. September 1888 „Dear Boss“-Brief (an Scotland Yard weitergeleitet)
  • 30. September 1888 Elizabeth Stride (entdeckt 1:00 Uhr)
  • 30. September 1888 Catharine Eddowes (entdeckt 1:44 Uhr)
  • 30. September 1888 Kleidungsstück (entdeckt 3:00 Uhr)
  • 30. September 1888 Goulston-Street-Graffito (entfernt 5:30 Uhr)
  • 1. Oktober 1888 „Dear Boss“-Brief (veröffentlicht)
  • 1. Oktober 1888 „Saucy Jack“-Postkarte (gestempelt und Eingang bei der Central News Agency)
  • 15. Oktober 1888 „From Hell“-Brief (gestempelt)
  • 16. Oktober 1888 „From Hell“-Brief (Eingang bei George Lusk)
  • 9. November 1888 Mary Jane Kelly (entdeckt 10:45 Uhr, Todeszeitpunkt auf 4:00 Uhr geschätzt)

Die Rolle der Medien[Bearbeiten]

Deckblatt des Puck Magazins am 21. September 1889

Die Ripper-Morde bezeichnen einen entscheidenden Wendepunkt im modernen britischen Leben. Jack the Ripper war zwar nicht der erste Serienmörder, jedoch der erste, um dessen Tötungen die Medien einen weltweiten Medienrummel entfachten.

Gesetzesreformen im Jahre 1855 ermöglichten den Druck preisgünstiger Zeitungen in großen Auflagen. Beliebte Magazine wie die Illustrated Police News (dt. Bebilderte Polizeinachrichten) bescherten dem Ripper einen bis dahin beispiellosen Bekanntheitsgrad.

Aufgrund der Medien und der Tatsache, dass niemand jemals für die Morde angeklagt wurde, wurde eine legendäre Jagd nach dem Täter veranstaltet. Auch in späteren Zeiten wurden Serienmörder durch die weithin bekannten Legenden des Jack the Ripper beeinflusst. Umgekehrt nahm die extreme Mediatisierung des Ripper-Falles auch Einfluss auf das (vermeintliche) Wissen über den Täter und die Tat.[17]

Einige glauben, der Spitzname des Mörders sei von Zeitungsverkäufern erfunden worden, um die Geschichte interessanter zu machen und mehr Zeitungen zu verkaufen. Dies wurde in den Medien später ein übliches Vorgehen, wie sich an den Beispielen des Boston Strangler (Albert Henry DeSalvo), Green River Killer, Axeman of New Orleans, Beltway Sniper, Hillside Stranglers und des Zodiac-Killer sowie an den britischen fast 100 Jahre späteren Beispielen Yorkshire Ripper und dem unbenannten Täter der „Thames Nude Murders“ (dt. Themse-Nacktenmorde) in den 1960er Jahren veranschaulichen lässt. Den Täter der „Thames Nude Murders“ betitelte die Presse gar als Jack the Stripper.

Die Armen in Eastend von London waren lange Zeit von der wohlhabenden Gesellschaft ignoriert worden. Durch die Morde wurde jedoch die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Lebensbedingungen der Opfer und der Unterschicht im Allgemeinen gerichtet. Aufgrund dieser erhöhten Aufmerksamkeit gelang es den Sozialreformern dieser Zeit nun, die Oberschicht zum Zuhören und Handeln zu bewegen.

Verfilmungen[Bearbeiten]

Musicals, Lieder und Hörspiele[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

  • Sherlock Holmes und die Whitechapel Morde, Hörspiel vom SWF 1996
  • Jack the Ripper – Die Geschichte eines Mörders, Hörspiel von Ripper Records 2001
  • Geisterjäger John Sinclair Folge 32 – Ich jagte Jack the Ripper, Hörspiel vom Tonstudio Braun
  • Geisterjäger John Sinclair Folge 36 – Der Ripper kehrt zurück, Hörspiel vom Tonstudio Braun
  • Offenbarung 23 Folge 21: Jack the Ripper – Live in Berlin, Hörspiel von Jan Gaspard erschienen bei LPL Records 2007
  • Die Schwarze Sonne VI – Whitechapel, Hörspiel von Günter Merlau erschienen bei Lausch – Phantastische Hörspiele 2007
  • Gespenster Geschichten Hörspiel CD 2: Malcolm Max – Blutnächte in Whitechapel, Hörspiel von Peter Mennigen erschienen bei Tigerpress Verlag 2008, erneute Veröffentlichung als Bonus-CD bei Geister Schocker 26 – Venedig sehen und sterben bei Romantruhe Audio (2012)
  • Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs Folge 1: Im Schatten des Rippers, Hörspiel von Marc Gruppe erschienen bei Titania Medien 2011
  • Meister der Angst – Jack the Ripper erschienen bei Random House Audio (2012)

Fernsehserien und anderes[Bearbeiten]

  • Ripper Street (britische Fernsehserie seit 2012)
  • Whitechapel (britische Fernsehserie seit 2009): die die Fälle des neuen Detective Inspector Joseph Chandler erzählt, sein Revier ist das Londoner Stadtviertel Whitechapel. Das erste Dreierpack widmet sich keinem Geringeren als Jack The Ripper, der in seinem Heimatviertel Whitechapel auferstanden zu sein scheint. (Daher der deutsche Titel der Serie: Jack the Ripper ist nicht zu fassen)
  • Kuroshitsuji Manga (Black Butler), von Yana Toboso, der Charakter „Grell Sutcliff“ und „Madam Red“ sind beide durch die Morde an jungen Frauen und Prostituierten als „Jack the Ripper“ bekannt.
  • Babylon 5, Folge 2x21 – „Das Verhör des Inquisitors“ – „Gastauftritt“ von Jack the Ripper alias „Sebastian“.
  • Raumschiff Enterprise, Folge 2x14 – „Der Wolf im Schafspelz“ – eine mutmaßlich außerirdische Energielebensform, die sich Redjac (in einem der Bekennerbriefe nannte sich Jack the Ripper selbst Red Jack = „Herzbube“) nennt, ernährt sich von der Angst anderer und war unter anderem Jack the Ripper auf der Erde. Außerdem trieb es sein Unwesen in China und Kiew und folgte der Menschheit mit deren Ausbreitung in den Weltraum. So mordete auch auf den (fiktiven) Marskolonien sowie auf dem (ebenfalls fiktiven) Planeten Rigel IV. Um einen Mord zu begehen und sich von der Angst des Opfers zu nähren, bedient sich das Wesen der physischen Gestalt anderer Lebewesen wie bspw. Menschen.
  • Outer Limits – Die unbekannte Dimension – Folge 5x11 – „Ripper“ – Außerirdische hatten Besitz von den Körpern der Frauen ergriffen und diese, wenn sie einen anderen Wirt fanden, getötet.
  • God Child Manga, von Kaori Yuki, Sammelband 5, Kapitel „Das rote Schafsmal“ – Jack the Ripper tötet in diesem Mangakapitel im Namen einer Geheimorganisation Frauen, um deren Blut für bizarre Experimente zu sammeln.
  • Smallville – Folge 7x4 – „Unsterbliche Liebe“ – Dr. Knox ist unsterblich und hat unter verschiedenen Namen, u. a. auch als Jack the Ripper, Frauen umgebracht, um deren Herz seiner Geliebten zu geben, damit auch sie länger lebt.
  • Die verlorene Welt – „The Knife“. Der „Dr.“ und Inspektor Anderson erscheinen am Plateau. In der Serie finden die Hauptdarsteller heraus, dass beide für die Morde verantwortlich sind.
  • Die Simpsons Staffel 16 Folge 1 'Vier Enthauptungen und ein Todesfall'.
  • Flucht in die Zukunft (1979, Originaltitel: Time after time) – Jack the Ripper (David Warner) flüchtet mit Hilfe der Zeitmaschine von H. G. Wells (Malcom McDowell) in die Zukunft, um der Verhaftung zu entgehen.
  • DuckTales Jack the Flipper.
  • Sanctuary – Wächter der Kreaturen Folge 1 – John Druitt ist ein Teleporter, der für die Morde Jack the Rippers verantwortlich sein soll.
  • Black Butler Shinigami Grell und Madame Red mordeten gemeinsam unter diesem Pseudonym.
  • Detektiv Conan Movie 6 – Das Phantom der Baker Street.
  • Soul Eater Folge 1: Jack the Ripper tötete eine Frau und wurde anschließend von Maka und Soul getötet.
  • A&E Networks, The Biography Channel „Jack the Ripper“ Dokumentation
  • Kuroshitsuji (Episoden 4–6) (Anime)
  • Nobunagun - Jack the Ripper ist das E-Gene von Adam Muirhead, der zusammen mit einigen anderen wichtigen Persönlichkeiten aus der Geschichte gegen die Evolutionären Invasionsobjekte aus dem Weltall kämpft.

Theater[Bearbeiten]

Computerspiele[Bearbeiten]

Sachbücher[Bearbeiten]

  • Philippe R.Welté: Jack l'Éventreur le secret de Mary Jane K. ALBAN, Paris 2006, ISBN 2-911751-33-7.
  • Paul Begg: Jack the Ripper: The Facts. Robson, London 2004, ISBN 1-86105-687-7.
  • Patricia D. Cornwell: Wer war Jack the Ripper? Porträt eines Killers. Hoffmann und Campe, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09365-5.
  • Stewart P. Evans und Keith Skinner: The Ultimate Jack the Ripper Sourcebook: An Illustrated Encyclopedia. Constable and Robinson, London 2002, ISBN 1-84119-452-2.
  • Shirley Harrison: Das Tagebuch von Jack the Ripper. Die merkwürdigen Umstände der Entdeckung – die Beweise der Echtheit. Bastei-Verl. Lübbe, Bergisch Gladbach 1994, ISBN 3-404-71500-4 (kommentiertes vermeintliches Tagebuch des „Jack the Ripper“ James Maybrick aus Liverpool).
  • Karyo Magellan: By ear and eyes – the Whitechapel Murders, Jack the Ripper and the Murder of Mary Jane Kelly. Longshot, Derby 2005, ISBN 0-9550240-0-5.
  • Robin Odell: Ripperology. A Study of the World's First Serial Killer and a Literary Phenomenon. Kent State University Press, Kent, Ohio 2006, ISBN 978-0-87338-861-0.
  • Donald Rumbelow: The Complete Jack the Ripper. Revised and updated edition. Penguin, London 2004, ISBN 0-14-017395-1.
  • Hendrik Püstow und Thomas Schachner: Jack the Ripper. Anatomie einer Legende. Militzke, Leipzig 2006, ISBN 3-86189-753-9.
  • Philip Sugden: The Complete History of Jack the Ripper. Revised Ed. Constable and Robinson, London 2002, ISBN 1-84119-397-6.
  • Judith Walkowitz: City of Dreadful Delight: Narratives of Sexual Danger in Late-Victorian London. Virago Press, London 2000, ISBN 978-0-226-87146-2.

Belletristik[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikinews: Jack the Ripper – Nachricht
 Commons: Jack the Ripper – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c The Enduring Mystery of Jack the Ripper, Metropolitan Police
  2. a b c d War Jack the Ripper ein Friseur?, Spiegel Online, 15. Juli 2006
  3. Im Original lauten die Zitate: „In saying that he was a Polish Jew I am merely stating a definitely ascertained fact.“ Und: „But no public benefit would result from such a course, and the traditions of my old department would suffer.“ Siehe: Sir Robert Anderson, The Lighter Side of My Official Life, Hodder & Stoughton, London 1910, Chapter IX.
  4. Anderson, The Lighter Side of My Official Life, Chapter IX; vgl.: Robin Odell, Ripperology, A Study of the World's First Serial Killer and a Literary Phenomenon, Kent State University Press, Kent 2006, S. 34–35.
  5. Odell, Ripperology, S. 35.
  6. Odell, Ripperology, S. 34–35.
  7. Im Original lautet der entsprechende Passus: „The suspect was also a Jew, and also because his evidence would convict the suspect, and witness would be the means of murderer being hanged which he did not wish to be left on his mind.“ Siehe: Steven Shukor, Detective “Solved” Ripper Mystery, auf: BBC News Website, 13. Juli 2006; Odell, Ripperology, S. 140–141.
  8. Jason Bennetto, Notes in margin of book ‘solve Ripper’s identity’, in: The Independent, 14. Juli 2006.
  9. Odell, Ripperology, S. 140–143; 148–149.
  10. Christian Heermann: Der Würger von Notting Hill – Große Londoner Kriminalfälle; Berlin: Verlag Das Neue Berlin, 1983; S. 106
  11. a b War Jack the Ripper eine Frau?, 20minuten
  12. Wunderwaffe DNA-Analyse
  13. Harald Tribune vom 20. November 2006, Toronto Star vom 20. November 2006
  14. [1]
  15. http://nachrichten.t-online.de/mysterioese-morde-in-london-war-jack-the-ripper-eine-frau-/id_56325890/index
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBritish author claims Jack the Ripper was a woman. In: The Courier-Mail Online. The Daily Telegraph, 10. Mai 2012, abgerufen am 1. März 2013.
  17. The Juwes are not the men That Will be Blamed for nothing. Über die Agonie des Profilers im Jack the Ripper-Film. Analyse von Stefan Höltgen in F.LM – Texte zum Film. Abgerufen am 15. März 2010.