Jacob Mendes Da Costa

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Jacob Mendes Da Costa (* 7. Februar 1833 auf Saint Thomas, Amerikanische Jungferninseln; † 11. September 1900 in Villanova, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Chirurg.

Da Costa wurde in Dresden ausgebildet und graduierte 1852 am Jefferson Medical College, der heutigen Thomas Jefferson University. Er erweiterte seine Hochschulbildung in Europa, hauptsächlich in Paris und Wien.

Nach seiner Rückkehr aus Europa praktizierte Da Costa in Philadelphia und war bis 1861 Privatdozent an der Poliklinik in Moyamensing. Während des Sezessionskriegs diente Da Costa in der Unionsarmee und am Turner's Lane Hospital in Philadelphia. Dort erforschte er somatoforme Störungen an Soldaten und beobachtete dabei erstmals das nach ihm benannte Da-Costa'sche Syndrom bzw. die Cardiophobie. Nach dem Sezessionskrieg setzte Da Costa seine Lehrtätigkeit am Pennsylvania Hospital fort. Ab 1866 lehrte er klinische Medizin am Jefferson Medical College, 1872 wurde er Professor of theory and practice of medicine und wurde 1891 emeritiert. Während seines Ruhestandes setzte er sich als Berater für die Reform des Medizinstudiums ein und war ab 1899 Kurator der University of Pennsylvania.

Zu Lebzeiten erschienen neun Auflagen seines Buches „Medical Diagnosis“ und war das erste vollständige Handbuch seiner Art. Nach Da Costa wird die Cardiophobie auch als Da-Costa-Syndrom bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Medical Diagnosis, 1864

Weblinks[Bearbeiten]