Jacob Wackernagel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jakob Wackernagel als Rektor 1912/13

Jacob Wackernagel(-Stehlin) (* 11. Dezember 1853 in Basel; † 22. Mai 1938 ebenda) war ein Schweizer Indogermanist und Sprachwissenschaftler.

Ex Libris 1897
Handschrift

Leben[Bearbeiten]

Jacob (auch: Jakob[1]) Wackernagel war ein Sohn des deutschen Germanisten Wilhelm Wackernagel. Er studierte von 1871 bis 1875 in seiner Heimatstadt Basel, in Göttingen und in Leipzig Klassische Philologie, Germanistik und Geschichte. Die Promotion erfolgte 1875 wiederum in Basel, die Habilitation 1876 ebenda. Von 1879 bis 1881 unterrichtete er zunächst als außerordentlicher Professor griechische Sprache und Literatur in Basel, später (1881–1902) als Ordinarius. Von 1902 bis 1915 war er ordentlicher Professor für Indogermanische Sprachwissenschaft in Göttingen. Von 1915 bis 1936 lehrte er Indogermanistik in Basel.

Das Deutsche Archäologische Institut ernannte ihn am Winckelmannstag 1897 zum korrespondierenden Mitglied.

Jacob Wackernagel ist einer der bedeutendsten „Sprachforscher philologischer Richtung“, wie er sich selbst nannte und seine Arbeiten gehören auch heute noch zu den bedeutendsten der Indogermanistik.

Sein erst teilweise erschlossener Nachlass wird bei der Universitätsbibliothek Basel aufbewahrt.[2]

Er war ein Bruder des Historikers Rudolf Wackernagel und der Vater des Volkskundlers Hans Georg Wackernagel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Debrunner, Albert: Zum 70. Geburtstag Jacob Wackernagels. In: Indogermanisches Jahrbuch. Bd. 9, 1924, S. 264-269.
  • Debrunner, Albert: Nachtrag zum Verzeichnis der Schriften Jacob Wackernagel. In: Indogermanisches Jahrbuch. Bd. 23, 1939, S. 446-451.
  • Ebel, Wilhelm (Hrsg.): Catalogus Professorum Gottingensum 1734-1962. Im Auftrage der Georgia Augusta. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1962, S. 28, 113.
  • Schwyzer, Eduard: Jacob Wackernagel. In: Thomas A. Sebeok (Hrsg.): Portraits of Linguists: A Biographical Source Book for the History of Western Linguistics, 1746-1963. Volume II: From Eduard Sievers to Benjamin Lee Whorf. Indiana University Studies in the History and Theory of Linguistics. Indiana University Press, Bloomington/London 1938, S. 52-55.
  • Zur Erinnerung an Professor Wackernagel-Stehlin: Geboren am 11. Dezember 1853, gestorben am 22. Mai 1938. Basel: Frobenius. (Ohne Verfasserangabe).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jacob Wackernagel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Jacob Wackernagel – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigene Schreibung des Vornamens als Jakob 1897 auf einem Ex Libris "Jakob Wackernagel in Basel" und einem nebenstehenden Eigentümervermerk in vermutlich eigener Handschrift; siehe Abbildungen.
  2. Bestand zu ermitteln per Titelauswahl.

Siehe auch[Bearbeiten]