Jacobi-Varietät
Die Jacobi-Varietät ist ein komplexer
-dimensionaler Torus und wird in der Funktionentheorie betrachtet. Der Name geht auf den Mathematiker Carl Gustav Jacob Jacobi zurück, der die Theorie der elliptischen Funktionen entwickelte, in welcher diese Varietät eine wichtige Rolle spielt. Dieses Objekt findet insbesondere Anwendung im Satz von Abel und im jacobischen Umkehrproblem.
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[Bearbeiten] Definition
[Bearbeiten] Periodengitter
Sei
eine kompakte riemannsche Fläche mit Geschlecht
und sei
die Fundamentalgruppe von
. Es sei
eine Basis der holomorphen Differentialformen. Dann heißt
das Periodengitter von
.
Aufgrund der Linearität des Integrals erhält man sofort eine additive Gruppenstruktur auf
. Das Periodengitter ist ein echtes Gitter. Dies erscheint naheliegend, ist aber nicht einfach zu beweisen.
[Bearbeiten] Jacobi-Varietät
Es sei wie in der obigen Definition
eine kompakte riemannsche Fläche mit Geschlecht
und
eine Basis von
. Dann heißt
Jacobi-Varietät von
.
[Bearbeiten] Eigenschaften
- Da sowohl
als auch
eine additive Gruppenstruktur besitzen, kann man
als Quotient zweier Gruppen auffassen. Es handelt sich algebraisch also um eine Faktorgruppe. - Da
aber ebenfalls ein Gitter ist, kann man
als einen
-dimensionalen Torus auffassen, auf welchem man eine Struktur einer komplexen Mannigfaltigkeit definieren kann. - Zusammengenommen ist die Jacobi-Varietät eine Lie-Gruppe.
[Bearbeiten] Literatur
- Otto Forster: Riemannsche Flächen (= Heidelberger Taschenbücher 184). Springer-Verlag, Berlin u. a. 1977, ISBN 0-387-08034-1.
![\text{Per}(\omega_1, \ldots , \omega_g) := \left\{ \left( \int_\alpha \omega_1 , \ldots , \int_\alpha \omega_g \right) \in \mathbb{C}^g\ |\ [\alpha] \in \pi_1(X) \right\}](http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/math/6/0/e/60eccbccb3deb03d66883bdf30d65757.png)

eine additive Gruppenstruktur besitzen, kann man
als Quotient zweier Gruppen auffassen. Es handelt sich algebraisch also um eine