Jacopo Bassano

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Spätes Selbstporträt, Wien, Kunsthistorisches Museum

Jacopo da Ponte, genannt Bassano (* 1510 in Bassano del Grappa; † 13. Februar 1592 ebendort) war ein italienischer Maler der Renaissance. Er lebte und arbeitete in der Republik Venedig. Aufgrund seines Geburts- und Sterbeorts, der etwa 65 km von Venedig entfernt ist, wurde ihm der Name Jacopo Bassano zugewiesen.

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater Francesco da Ponte (1475–1530) war in Venedig geboren und galt eher als Bauernmaler. Er hatte sich an Giovanni Bellini als Vorbild orientiert. Jacopo Bassano bildete sich in Venedig nach Bonifazio und Tizian. Er malte heilige Gegenstände vorwiegend als Auftragswerke und zunächst in ähnlicher Auffassung wie sein Vater, aber in leuchtenden Farben. Das besondere Rot in seinen Bildern beruht auf Beimengungen von pulverisiertem Rubin in dem als Farbpigment verwendeten Zinnober. Demgegenüber sind andere Farben im Laufe der Jahrhunderte verblichen, so dass z. B. sein Gemälde Das Abendmahl von Künstlern im 19. Jahrhundert übermalt wurde. Durch eine Restaurierung konnten die ursprünglichen Farben wieder hergestellt werden.[1]

Das Abendmahl (um 1542), Rom, Galleria Borghese

Gerne brachte er Tiere und allerlei Gerätschaften sowie Menschen des einfachen Volkes – teilweise barfüßig – in seine Gemälde, doch malte er auch Tier- und Genrebilder. Vortrefflich sind seine Porträts in Tintorettos Art. Jacopo Bassano war einer der einflussreichsten venezianischen Maler des 16. Jahrhunderts.

Seine vier Söhne, unter denen Francesco (1551–1592) und Leandro (1558–1623) die bekanntesten sind, pflegten mit ihm gemeinsam an den Bildern zu malen. Sie setzten seinen Malstil im darauf folgenden Jahrhundert fort. Zahlreiche Werke wurden von ihnen und auch von späteren Künstlern in fabrikartiger Weise vervielfältigt, so dass oft das Original nicht mehr festzustellen ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

"Abendmahl in Emmaus"

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jacopo da Ponte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Galleria Borghese