Jacques-Émile Blanche

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Jacques-Émile Blanche porträtiert Marie de Heredia, 1893
Marcel Proust im Jahr 1892

Jacques-Émile Blanche (* 1. Februar 1861 in Paris; † 30. September 1942 in Offranville, Haute-Normandie) war ein französischer Maler.

Leben[Bearbeiten]

Jacques-Émile Blanche war der Sohn eines bedeutenden Pariser Nervenarztes und wuchs in der Villa de Lamballe, benannt nach Marie-Louise von Savoyen-Carignan, in Passy auf. Blanche erhielt Unterricht durch Privatlehrer und Tutoren und war Schüler im Pariser Lycée Condorcet, mit Stéphane Mallarmé als Englischlehrer und Henri Bergson als Klassenkamerad. Nebenbei bekam er Mal- und Zeichenunterricht von dem Maler Henri Gervex, galt aber eher als Autodidakt auf dem Gebiet der Malerei. Édouard Manet, Henri Fantin-Latour und Edgar Degas waren Freunde des Elternhauses.

In den 1880er Jahren fuhr er regelmäßig nach London, wo er innerhalb kürzester Zeit Bekanntschaft mit Künstlern der Stadt, unter anderem James McNeill Whistler und Walter Sickert, machte, und gehörte dem New English Art Club an. Ab den 1890er Jahren hatte Blanche einen hervorragenden Ruf als Porträtmaler des europäischen Hoch- und Geldadels erworben. Ab 1903 lehrte er an der Académie Vitti. Viele Künstler wie André Gide (1912), René Crevel, Mary Cassatt, Marcel Proust, Jean Cocteau (1912), Igor Fjodorowitsch Strawinski und Paul Morand wurden im Laufe der Zeit von Blanche porträtiert.

Nach dem Ersten Weltkrieg tat er sich als Autor von Kunstliteratur hervor.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georges-Paul Collet: Jacques-Emile Blanche : le peintre-écrivain, Bartillat (2006) ISBN 2-84100-385-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jacques-Émile Blanche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien