Jacques-François Blondel

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Jacques-François Blondel (* 8. Januar 1705 in Rouen; † 9. Januar 1774 in Paris) war ein französischer Architekt, Kunsttheoretiker, Architekturhistoriker und Beiträger zur Encyclopédie.[1]

Jacques-François Blondel ist nicht zu verwechseln mit François Blondel (1618–1668). Jacques-François Blondel ist der Neffe des Architekten Jean-François Blondel (1683–1756).

Er begann seine Laufbahn als Kupferstecher für Architekturmotive und wurde einer der bedeutendsten Architekturlehrer Frankreichs im 18. Jahrhundert. Ab 1740 gab er in Paris Architekturkurse in der von ihm gegründeten Ecole des Arts, die 1743 von der Académie royale d'architecture anerkannt wurden. Seine Schüler waren u. a. Étienne-Louis Boullée, Alexandre-Théodore Brongniart, Jean-Françoise-Thérèse Chalgrin, Philippe de La Guêpière, Louis Jean Desprez, Charles de Wailly, Jacques Gondoin, Pierre Michel d’Ixnard, Claude-Nicolas Ledoux, Jean-Baptiste Rondelet, Nicolas de Pigage und als Ausländer seinen Einfluss und den Klassizismus in ihre Heimatländer tragend der Anglo-Schwede Sir William Chambers sowie der Däne Caspar Frederik Harsdorff.

Portrait der Manon Balletti (1740–1776) von Jean-Marc Nattier (1757)
London, National Gallery

1755 wurde er in die Academie d'architectes aufgenommen.

Manon Balletti war eine französische Schauspielerin und vormalige Geliebte von Giacomo Casanova. Sie heiratete im Jahre 1760 den Architekten Jacques-François Blondel eine kurze Zeit nach der enttäuschenden Liebe zu Casanova.

Sein Standardwerk in vier Bänden, L'Architecture française (1752–56) machte ihn allgemein bekannt und er wurde 1755 Hofarchitekt König Ludwigs des XV. Er wird als einer der Begründer der modernen Stadtplanung angesehen.

L'Aubette

Bauten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jacques-François Blondel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frank A. Kafker: Notices sur les auteurs des dix-sept volumes de « discours » de l'Encyclopédie. Recherches sur Diderot et sur l'Encyclopédie (1989) Volume 7 Issue 7 S. 130–131